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Neuer Telekom-Anlauf bei OrtstarifNachts vier Pfennige - CeBIT-Thema WirtschaftsspionageHannover - Die Deutsche Telekom AG unternimmt einen zweiten Anlauf zur Preisgestaltung bei Ortsgesprächen. Vom ersten April an sollen Ortsgespräche nachts pro Minute vier Pfennig kosten. Das kündigte Telekom-Vorstandsmitglied Josef Brauner am Montag im ZDF-Morgenmagazin an. Die Bonner Regulierungsbehörde müsse aber noch zustimmen. Die Behörde hatte der Telekom erst am vorigen Dienstag den ursprünglich geplanten Nachtarif von drei Pfennig je Minute untersagt.
Telekom-Chef Ron Sommer hatte jedoch zur CeBIT 99 in Hannover bereits angekündigt, der Marktführer werde weiterhin auf Preissenkungen drängen. Auslandstarife sollen durchschnittlich um 50 Prozent auf 48 Pfennig je Minute sinken. Thema SicherheitAuf der CeBIT rückte am Montag das Thema Sicherheit in den Vordergrund. Der Schutz von Daten, Computern und Netzwerken vor Wirtschaftsspionage werde immer wichtiger. Die Unternehmen müßten sich in der global orientierten und zunehmend miteinander vernetzten Wirtschaft schützen, sagte der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Vertrauenswürdigkeit von Informationstechnologie (Teletrust), Norbert Pohlmann. Die Wirtschaft habe erkannt, daß Information ein immer höheres Wirtschaftsgut sei. Informationen seien oft das Vielfache der Technik wert, auf denen sie gespeichert sind. Nach den Worten Pohlmanns wurden allein 1997 in Deutschland 40.000 Fälle von Computerkriminalität registriert, das seien 37 Prozent der erfaßten Wirtschaftskriminalität. Schätzungen gingen von Schäden bis zu 20 Milliarden DM für die deutsche Wirtschaft aus. Virtuelle RathäuserOptimistisch wird auf der CeBIT auch die Umstellung der Verwaltung gesehen. Virtuelle Rathäuser sollen den Bürgern den lästigen Gang aufs Amt ersparen. Schon jetzt bieten viele Kommunen den Einwohnern Informationen und Dienstleistungen im Internet an, sagte der stellvertretende Projektleiter und Mitentwickler des Berliner Online-Informationsangebots, Burckhard Wodtke. "Der Service der Kommunen läßt sich dadurch enorm verbessern." Das Interesse an den kommunalen Angeboten sei enorm. Allein das Internet-Angebot Berlins werde pro Monat mehr als zwei Millionen Mal angeklickt. Für die Städte selbst biete das virtuelle Rathaus neben der Arbeitserleichterung auch eine deutliche Image-Steigerung. dpa - Foto: AP
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| Geändert am 22. Maerz 1999 16:53 von aj | ||||