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Tarnkappenbomer gilt als "Wunderwaffe"

Washington - Sie galt bisher als eine so gut wie unverwundbare "Wunderwaffe", weil sie für gegnerisches Radar praktisch unsichtbar ist. In Jugoslawien ging aber nun doch eine US- Maschine des Typs F-117 A ("Nighthawk") erstmals während eines Kampfeinsatzes nieder. Noch ist nicht bekannt, ob der einer Fledermaus ähnelnde schwarze Tarnkappen-Jagdbomber abgeschossen oder nur das Opfer technischen Versagens wurde.

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Die über 100 Millionen Dollar teure zweistrahlige Maschine, die lasergesteuerte Bomben von etwa zwei Tonnen Gewicht abwerfen kann, wurde unter größter Geheimhaltung vom Rüstungskonzern Lockheed entwickelt. 1982 flog der "Nighthawk" zum erstenmal, doch erst 1988 wurde seine Existenz enthüllt. Zwar hatte die Maschine im Dezember 1989 bei der Invasion Panamas einen kurzen Einsatz, doch erlebte sie ihre Feuertaufe 1991 im Golfkrieg gegen den Irak. Jagdbomber des Typs flogen 1.250 Einsätze, und ihnen werden 40 Prozent aller zerstörten Ziele zugeschrieben.

Die USA haben etwa 60 F-117 A, die auf dem Stützpunkt Holloman im US-Staat New Mexico stationiert sind. Der mit einem Piloten besetzte "Nighthawk" ist für Einsätze hinter feindlichen Linien entworfen worden. Er ist aus reflektierendem und absorbierendem Material, um nicht vom Radar erfaßt zu werden. Sechs der F-117 A, die einfache Schallgeschwindigkeit erreicht, hat die US-Luftwaffe bei Abstürzen verloren.

Neben den F-117 A haben die USA noch den B-2-"Tarnkappen"-Bomber mit einem ähnlichen futuristischen Design entwickelt. Der 21 Meter lange B-2-Bomber, der 18 Tonnen Bomben über fast 10 000 Kilometer transportieren kann, ist mit zwei Milliarden Dollar das teuerste Kampfflugzeug der Welt.

dpa; Archivbild: Reuters

Geändert am 28. Maerz 1999 19:44 von jo
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