|
|
... "Irgendwann den Cup gewinnnen"
Nicolas Kiefer hoffte darauf, am Freitag mit einem 1:0 im Rücken gegen den Weltranglistendritten antreten zu können: "Ich weiß, daß Jewgeny brandgefährlich ist, aber wenn es mir gelingt, ihn aus dem Rhythmus zu bringen, ist alles möglich." Im Doppel am Samstag (ab 18.30 Uhr) treffen Teamchef Boris Becker und David Prinosil auf Andrej Tscherkasow und Andrej Olhowsky. Am Ostersonntag stehen sich ab 14.00 Uhr zunächst Haas und Kafelnikow, anschließend Kiefer und Safin gegenüber. "Noch hat Boris mir nicht gesagt, wie ich gegen Marat spielen soll"Kafelnikow trifft somit gleich am ersten Tag auf seinen "Angstgegner" Kiefer, vor dem der blonde Russe erheblichen Respekt hat: "Ich muß aufpassen, daß mir Nicolas keine Schwierigkeiten macht. Prinzipiell hat er verglichen mit Haas das größere Potential." Im direkten Vergleich führt der Weltranglistendritte aus Sotschi noch mit 2:1. Das letzte Mal standen sich Kafelnikow und Kiefer bei den US Open 1998 gegenüber. Der Russe gewann damals klar in drei Sätzen. Haas hoffte vor seinem Einzel gegen Safin noch auf brandheiße Tips von "Chef" Becker, der zuletzt in Key Biscayne 5:7, 0:6 gegen den 19jährigen Russen verloren hatte. "Noch hat Boris mir nicht gesagt, wie ich gegen Marat spielen soll", meinte Haas nach der Auslosung: "Ich bin aber ganz sicher, daß er das noch tut." Die Tatsache, daß Haas als deutsche Nummer eins das erste Einzel spielt, bewertete Becker als "gut für den Spieler, weil er sich auf die Minute genau einstellen kann, aber unwichtig für den Ausgang der Partie". "Wenn ich gut drauf bin, kann ich jeden schlagen"Haas möchte sich einen Tag vor seinem 21. Geburtstag mit einem Sieg gegen Safin das schönste Geschenk im voraus bereiten. "Wenn ich gut drauf bin, kann ich jeden schlagen. Irgendwann will ich schließlich mal den Daviscup gewinnen", so Haas, für den Safin bisher ein unbeschriebenes Blatt ist. Beide haben noch nie gegeneinander gespielt. Die Zuversicht bei der deutschen Mannschaft ist groß. "Wir müssen uns nicht verstecken. Das Heimrecht beschert uns einen kleinen Vorteil. Außerdem könnte es ein Pluspunkt für uns sein, wenn Kafelnikow doch noch an allen drei Tagen ran muß", betont Steeb. Becker auch im Viertelfinale dabei?Becker mahnte allerdings vor allzuviel Optimismus: "Gemessen an den Einzelspielern, schätze ich die Russen stärker ein als im vergangenen Sommer die Schweden, gegen die wir mit 2:3 verloren haben. Man wird sehen müssen, wie speziell Safin mit der Atmosphäre und dem Druck umgeht." Bei einem Erfolg über Rußland würde das deutsche Team im Viertelfinale (16. bis 18. Juli) auswärts auf Titelverteidiger Schweden oder die Slowakei treffen. Im vergangenen Juli hatten Haas, Kiefer & Co. in der Runde der letzten acht gegen die Skandinavier in Hamburg mit 2:3 verloren. Grund genug, um auf Revanche zu sinnen. Becker hat bereits angekündigt, im Viertelfinale möglicherweise noch mal zum Schläger zu greifen: "Aber nur, wenn die Form stimmt. Man darf nicht nur von seinem Namen leben." Ulrike Lange, sid - Fotos: dpa
|
|||
| Geändert am 1. April 1999 16:23 von jp | ||||