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DLR will Abrixas retten

Köln - Hoffnung für den deutschen Röntgensatelliten Abrixas: Experten wollen mit einem neuen Plan die technischen Probleme des Satelliten beheben. "Die Hoffnung haben wir längst nicht aufgegeben", sagte ein Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Freitag in Köln. Bei einer Expertenrunde am Vortag in Oberpfaffenhofen sei besprochen worden, wie die Störung bei der Stromzufuhr des Satelliten beseitigt werden könne.

Abrixas war vor zehn Tagen vom südrussischen Raketenstartplatz Kapustin Yar ins Weltall geschossenen worden. In einer auf drei Jahre angelegten Mission soll der Satellit nach Spuren bisher unbekannter Sterne im Universum suchen und einen Beitrag für die Grundlagenforschung liefern. Vor wenigen Tagen war der Funkkontakt zu Abrixas wegen seiner gestörten Stromversorgung abgebrochen.

Software-Änderung vom Boden aus

Nach DLR-Angaben versuchen Experten in Oberpaffenhofen innerhalb der kommenden zwei Wochen, den Satelliten so zu konfigurieren, daß er weniger Energie benötigt. Dies solle über eine Software-Änderung vom Boden aus erfolgen. Vom 25. Juni bis 1. Juli werde Abrixas täglich 24 Stunden lang voll der Sonne ausgesetzt sein und könne dann voraussichtlich ausreichend Energie tanken. Im Anschluß wollen die Experten versuchen, die Batterie - mindestens drei von elf ihrer Zellen sind geschädigt - normal funktionsfähig zu machen. Gelinge dies, sei der Satellit wieder stabil, sagte der Sprecher. Die Kosten des Abrixas-Projekts belaufen sich auf rund 48 Millionen Mark.

dpa

Geändert am 7. Mai 1999 16:51 von aj
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