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Deutscher PC-Markt:Fujitsu überholt SiemensHamburg/London - Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu hat auf dem deutschen Markt für Personal Computer die Siemens AG überholt. Fujitsu eroberte im 1. Quartal 1999 mit 245 000 verkauften PCs einen Marktanteil von 15,1 Prozent und damit Platz eins der Verkaufs-Top-Ten. Die Siemens-Gruppe konnte dagegen nur knapp 240 000 Personal Computer absetzen (14,7 Prozent). Das geht aus einem Bericht des Marktforschungsinstituts Dataquest hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde. 1998 hatte die mittlerweile zerschlagene Vobis-Gruppe (Vobis, Maxdata, Peacock) noch mit 16 Prozent den deutschen PC-Markt angeführt, vor Siemens (13,5 Prozent) und Fujitsu (11,1). Die ehemals zu Vobis gehörende Maxdata landete nun auf Platz sechs (4,7 Prozent), die Einzelhandelskette Vobis (Highscreen) auf Platz sieben (4,0 Prozent). Insgesamt wurden im 1. Quartal 1999 gut 1,6 Millionen Personal Computer in Deutschland verkauft. Aldi wirbelt den Markt durcheinanderDurcheinandergewirbelt wurde der deutsche Markt für Personal Computer durch die Discountkette Aldi. "Aldi hat rund 200.000 PCs verkaufen können und landete damit auf Platz drei", sagte Marktexperte Thomas Reuner von Dataquest in London. Aldi war deutlich erfolgreicher als der weltweite PC-Marktführer Compaq Computer, der in Deutschland mit knapp 142.000 PCs nur einen Marktanteil von 8,7 Prozent erzielte, und IBM (99 000 PCs, 6,1 Prozent). "Aldi hat in Deutschland schon Kultstatus", sagte Reuner. Die PC-Käufer in Deutschland achteten weniger auf Marken, sondern auf das Preis- Leistung-Verhältnis. Dennoch seien die PC-Verkaufsaktionen von Aldi mit einem "enormen unternehmerischen Risiko" verbunden. Die Aldi-Aktion sowie die Gegenangebote verschiedener Konkurrenten hätten dazu beigetragen, daß sich der Verkauf von PCs an private Verbraucher in Deutschland im ersten Quartal 1999 mit einem Zuwachs von 108 Prozent mehr als verdoppelt habe. Dagegen habe der Absatz an professionelle Kunden mit einem Zuwachs von nur sieben Prozent fast stagniert. Enttäuschung für Direktvermarkter DellEnttäuschend lief das 1. Quartal für den texanischen PC- Direktvermarkter Dell, der in Deutschland mit einem Marktanteil von 3,8 Prozent weit hinter den selbst gesteckten Zielen landete. Reuner führte die Schwäche von Dell auf Management-Probleme zurück. Apple Computer verpaßte trotz des Verkaufserfolgs des bunten "iMac" in diesem Quartal knapp den Einzug in die "Top-Ten" und landete mit knapp 33 000 verkauften Geräten auf Platz 13 (2,0 Prozent). "Apple ist ein starker Nischenplayer. Es ist dem Unternehmen aber nicht gelungen, neue Käufergruppen zu finden." dpa
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| Geändert am 7. Mai 1999 14:26 von aj | ||||