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Die ersten Menschen auf dem Mond:

Neil Armstrong und Edwin Aldrin

Washington - Ihr Temperament war sehr unterschiedlich, und ihre Zukunft sollte es auch sein. Am 21. Juli 1969 aber verband die beiden amerikanischen Raumfahrer Neil Armstrong und Edwin ("Buzz") Aldrin ein einzigartiges Erlebnis. Als erste Menschen standen sie auf dem Mond. Armstrong war der Stolz von 500 Millionen TV-Zuschauern, da er als erster, und zwar mit dem linken Fuß, den Erdtrabanten betrat.

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Mit dem linken Fuß zuerst auf dem Mond: Neil Armstrong.

Aldrin soll es nie verwunden haben, daß Armstrong ihm vorgezogen worden war und den berühmten Satz sagen durfte: "Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein Riesensprung für die Menschheit." Schon der kleine Neil hatte sich für die Fliegerei interessiert und alle greifbare Fachlektüre verschlungen. Mit 16 dann machte der Urenkel eines Bauernsohnes aus Westfalen seinen Pilotenschein. Nach dem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik flog er als Marineflieger Einsätze im Koreakrieg. "Der fliegt ein Flugzeug, als ob es sein Anzug wäre", lobten Kollegen das Geschick und den Mut Armstrongs.

"Kolumbus der Raumfahrt"

Das Mondabenteuer sollte ihm den Beinamen "Kolumbus der Raumfahrt" einbringen. Später Professor für Raumfahrt-Ingenieurwesen an der Universität von Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio, bekleidete Armstrong führende Positionen in der Wirtschaft und gehörte auch der von US-Präsident Ronald Reagan eingesetzten Nationalen Kommission für Weltraumziele an. Neil Armstrong, der am 5. August 69 Jahre alt wird, verlegte sich dann auf die Leitung einer Elektronikfirma. Er meidet das Rampenlicht und lebt zurückgezogen mit seiner Familie in Ohio.

Schwere seelische Probleme

Ganz anders der Nachfolger in seinen Fußstapfen auf dem Mond. Aldrin hatte, auf den Boden der Erde zurückgeholt, schwere seelische Probleme. Er ist aber bis heute als Fürsprecher für die Raumfahrt aktiv. "Wir könnten spätestens im Jahr 2020 auf dem Mars sein", verkündete er erst unlängst in Washington und forderte dabei die US- Raumfahrtbehörde Nasa auf, das öffentliche Interesse an der Weltraumfahrt wiederzubeleben.

Aus diesem Appell spricht noch heute, was sich sofort nach Aldrins Rückkehr als sein Hauptproblem herauszuschälen begann: Es war ihm nicht geglückt, den plötzlichen Verlust größerer Ziele zu überwinden. Das mußte der 69jährige aus New Jersey mit zwei gescheiterten Ehen und einer schweren Alkoholabhängigkeit bezahlen.

dpa - Archivfoto: AP

Geändert am 20. Juli 1999 12:02 von aj
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