IVWPixel Zählpixel [an error occurred while processing this directive]

RTL: Vergleich mit Schreinemakers

Ex-"Quoten-Königin" und Sender einigen sich außergerichtlich

TV-Moderatorin Margarethe Schreinemakers und der Kölner Privatsender RTL haben ihren Streit mit einem außergerichtlichen Vergleich beigelegt. Schreinemakers-Anwalt Jürgen Müller sagte am Mittwoch der dpa: "RTL und die Schreinemakers-TV- Produktionsgesellschaft Living Camera haben sich geeinigt und werden den Rechtsstreit vor dem Landgericht Köln nicht fortführen."

Anklicken zum Vergrößern

Dies wurde auch von RTL-Sprecher Wolfgang Osinski bestätigt, ohne Details zu nennen. RTL soll nach unbestätigten Berichten der TV-Talkerin nach Absetzung ihrer Show 18 Millionen Mark geboten haben, Schreinemakers habe jedoch 40 Millionen verlangt.

RTL hatte Ende 1997 angekündigt, die Sendung "Schreinemakers TV" nach einem Jahr Ausstrahlung nicht mehr fortzuführen, da die Einschaltquoten nicht mehr den Erwartungen entsprachen. Schreinemakers und ihre Anwälte pochten jedoch auf Erfüllung des Vertrages, der aus Sicht der Moderatorin erst nach weiteren 26 Ausgaben im Sommer 1998 endete.

Schreinemakers forderte von RTL daher die vollen Produktionskosten der 26 Ausgaben, die RTL gekippt hatte, sowie ihr Moderationshonorar. Im April 1998 reichte Schreinemakers Klage beim Landgericht Köln ein. Eine Kammer entschied im Juni, daß Schreinemakers einen Zahlungsanspruch besitze. Wie hoch letztlich die Entschädigung ausgefallen ist, wollten am Mittwoch weder RTL noch der Schreinemakers-Anwalt bekanntgeben.

Wirbel wegen angeblicher Steuerhinterziehung

Die Fernsehmoderatorin hatte bereits im April dieses Jahres einen Streit mit den deutschen Finanzbehörden beigelegt. Das Finanzamt hatte von der Schreinemakers-Produktionsfirma Living Camera jahrelang 25 Prozent der Produktionsumsätze als Quellensteuer einbehalten mit der Begründung, bei der in Holland ansässigen Living Camera handele es sich um eine Briefkastenfirma. Nach Presseberichten hat Schreinemakers mehr als 20 Millionen Mark vom Fiskus zurückerhalten.

Die einstige "Quoten-Königin" des deutschen Fernsehens verursachte im Sommer 1995 großen Wirbel, als sie ankündigte, von SAT.1 zu RTL zu wechseln. 1996 wurden gegen sie wegen ihres belgischen Wohnsitzes Vorwürfe der Steuerhinterziehung laut. Als die streitbare Moderatorin im August 1996 die Vorwürfe gegen ihre Person und gegen Living Camera in ihrer SAT.1-Sendung thematisieren wollte, unterbrach der Sender die laufende Talkshow. Nach einer Zahlung an karitative Einrichtungen wurde das Verfahren wegen Steuerhinterziehung 1998 eingestellt.

dpa - Archivfoto: dpa

Geändert am 28. Juli 1999 16:04 von aj
Navigations-Seite: RZ-Online auf einen Blick Nachrichten-Überblick Newsticker mit dpa-Kurzmeldungen Aktuelle Wetter-Vorhersage Haitzinger-Karikatur Leserbrief schreiben Zur aktuellen Homepage Navigations-Seite: Alles auf einen Blick Zum Anfang dieser Seite und zu weiteren Links Leserbrief schreiben Zur aktuellen Homepage