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Teenager-Thriller "Over the Rainbow" mit Ärzte"-Bela:

Suche nach dem letzten Kick

Berlin - "Over the Rainbow", das Spielfilmdebüt des jungen Leipzigers Jan Peter ist bei seiner Galapremiere im Berliner Zoo-Palast mit freundlichem, wenn auch nicht übermäßigem Beifall aufgenommen worden. Der düstere Teenager-Thriller folgt einem Rockstar und drei jungen Mädchen auf der Suche nach dem "ultimativen Abenteuer".

Peter hat den Streifen als klaustrophobisches Kammerspiel inszeniert, als zwanghaften Trip durch Sex, Rausch und Gewalt. Keine leichte Kinokost, doch die Besetzungsliste - und vor allem die Musik - machen den Regie-Erstling "Over the Rainbow" für die Szene interessant: Rocksänger Bela B. Felsenheimer, Gründungsmitglied der "Ärzte", ist in seiner ersten Kinorolle dabei.

Wie aus fünft Zeilen ein Kinofilm wird

Es war nur eine kurze Zeitungsmeldung, die den Stein ins Rollen bringt: Der Fünfzeiler über eine Party mit tödlichem Ausgang wird Grundidee für das Rainbow-Drehbuch. Jan Peter und Yury Winterberg entwickeln die Geschichte gemeinsam: drei Mädchen, ein Sänger, ein böses Alter Ego. Stapelweise Teeniemagazine und endlose Gespräche mit jungen Mädchen helfen, sich auf die Welt von Astrud, Iris und Marie einzustimmen. Dann verschwindet Winterberg monatelang in einer dunklen Kammer. Einziger Kontakt: Jan Peter, der ihm telefonisch als Scriptdoktor zur Seite steht...

Coole Sprüche, kluge Gedanken

Soviele Debüts sollten eine gutes Ausgangsposition sein für einen Film, der nach Angaben der Produzenten das "Lebensgefühl und die Stimmungen junger Mädchen am Ende der 90-er Jahre einzufangen" soll - mit coolen Sprüchen und klugen Gedanken, aber auch mit manchmal etwas angestrengt- überhöht wirkenden Ambitionen.

Musik spielt die Hauptrolle

Dabei spielt die Musik dieser Generation im Film eine große Rolle. Die Leipziger Band Think About Mutation (Foto) spielt mit und lieferte gleich zwei Stücke dazu; die Londoner Sängerin der Band "Smoke City", Nina Miranda, hat für den Film "Over the Rainbow" den gleichnamigen Titel von Judy Garland eingespielt. Die Berliner Metal-Band "Desert Hearts" nahm den Eurythmics-Pop-Klassiker "Sweet Dreams (Are made of This)" für den Film neu auf.

Der große Traum vom Westen

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Yury Winterberg und Jan Peter (re)

Bei der Berliner Premiere - der Film wurde wenige Tage zuvor bereits beim Oldenburger Filmfest gezeigt - war natürlich fast das gesamte Filmteam anwesend - neben dem Regisseur auch der Mitautor und Produzent Yury Winterberg und die beiden Darstellerinnen Mareike Fell und Annett Renneberg. Jan Peter, in Merseburg geboren und aufgewachsen und 1990 Mitbegründer der ersten unabhängigen Zeitung der DDR ("die Andere Zeitung" in Leipzig): "Ich bin sehr aufgeregt. Ich bin im Osten aufgewachsen und der Berliner Zoo-Palast war für mich schon als Kind der große Traum vom Westen. Jetzt bin ich hier und stelle meinen ersten Spielfilm vor - eine Vision ist wahr geworden."

dpa

Geändert am 15. September 1999 15:53 von to
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