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Abstimmungen und Wahlen bald über das Internet
World Wide WahlZürich - Abstimmungen und Wahlen können in absehbarer Zeit auch über das Internet durchgeführt werden. Die Sicherheit sei dabei dank technischer Entwicklungen gewährleistet, hieß es auf einem Symposium für Datenschutz und Informationssicherheit in Zürich. Vor einem übereilten Einsatz des Internet bei Wahlen wurde aber gewarnt. Nach Ansicht des Schweizer Forschers Professor Ueli Maurer vom Fachbereich Informatik der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) können Wahlen und Abstimmungen schon in zehn bis 15 Jahren über das Internet durchgeführt werden. Komplexer als Online-BankingDie Probleme bei Abstimmungen und Wahlen seien aber deutlich komplexer als beim mittlerweile als sicher geltenden Online-Banking. So sei zum Beispiel sicherzustellen, dass nur legitimierte Stimm- und Wahlberechtigte Zugang zur Abstimmung erhielten, mehrfache Stimmabgaben müssten verhindert werden, das Ergebnis müsse unverfälschbar und auch nachträglich überprüfbar sein. Und dabei müssten die einzelnen Stimmen geheim bleiben. Zentralcomputer?Eine digitale Lösung mit einem einzigen Zentralcomputer wie beim Online-Banking kommt laut Maurer nicht in Frage. Das Risiko sei zu groß, dass das zentrale System manipuliert werde. Manipulationen müssten grundsätzlich ausgeschlossen werden, da allein ein entsprechendes Gerücht oder ein Verdacht zu Problemen führe. Nur Ergebnisse werden entschlüsseltNeuere Vorschläge aus der Forschung laufen darauf hinaus, für digitale Urnengänge mehrere unabhängige Computersysteme zu verwenden. Die Stimmen würden verschlüsselt und blieben dies auch beim Zusammenzählen; die Entschlüsselung zu betrügerischen Zwecken soll nicht möglich sein. Nur die Abstimmungs- und Wahlergebnisse würden in entschlüsselter Form berechnet und publiziert. AP
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| Geändert am 20. September 1999 16:45 von mwege | |||||||