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Marlene Dietrichs Leben im Film

Die Wiedergeburt der Göttlichen

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Zurück in Babelsberg: Katja Flint auf den Spuren der legendären Schauspielerin

Sie erscheint als Wiedergeburt der Göttlichen: Hauptdarstellerin Katja Flint schreitet im wehenden, sandfarbenen Kleid in die Halle. Eine glitzernde Kette ziert das Dekolletee, die dunklen Augen strahlen im Blitzlichtgewitter der Kameras.

"Marlene Dietrich ist wieder in Babelsberg", freut sich Hausherr Friedrich- Carl Wachs. Schlank, blond, verführerisch und kühl: Die Ähnlichkeit von Katja Flint mit der legendären Schauspielerin ist unverkennbar.

"Marlene" - das Leben des Weltstars im Film - soll rund 18 Millionen Mark kosten. Die Dreharbeiten laufen bereits seit August. In 50 Arbeitstagen will das Team Ausschnitte aus dem Leben der Marlene Dietrich auf die Kinoleinwand bannen.

  • Das Original: Der blaue Engel (1930)
  • Offizille Marlene Dietrich-Site (deutsch)
  • www.babelsberg.de/
  • www.studiobabelsberg.com/index12.html
  • Dazu kehrt man an den geschichtsträchtigen Ort auf dem Babelsberger Gelände zurück, wo 1929 der berühmte Dietrich-Film "Der Blaue Engel" entstand. Heute stehen in der nach der Diva benannten Halle die Kulissen ihrer Villa in Los Angeles samt Swimmingpool.

    Die Aura der Dietrich einfangen

    Die wirkliche Herausforderung bestehe darin, die Aura der Dietrich einzufangen, sagt Flint. "Sie hat eine unglaublich kühle erotische Ausstrahlung und trotzdem etwas Klares." Zur Vorbereitung auf die Rolle als Marlene habe sie die Biografie gelesen und sich die Filme angesehen. "Hinter der Kamera sehe ich nur die Marlene", sagt Regisseur Joseph Vilsmaier, der bereits mit "Comedian Harmonists" und "Schlafes Bruder" große Filmerfolge landete. Neben Flint sind Heino Ferch, Heiner Lauterbach, Ben Becker und Christiane Paul in der Produktion zu sehen.

    Aufstieg zum Olymp, Glamour und tiefe Einsamkeit

    "Ich zeige eine faszinierende Frau, ihren Aufstieg zum Olymp, grandiosen Glamour und tiefe Einsamkeit", erklärt Vilsmaier. Anliegen der Geschichte sei es, hinter den Ruhm der Diva zu schauen und die private Marlene mit der großen Emotionalität zu enthüllen, mit einem Leben zwischen Karriere und Lebensglück.

    Am Leben der Dietrich entlang erzählt

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    Marlene und ihr (fiktiver) Lover Carl (Heino Ferch)

    Der Film begleitet die Diva zwischen 1930 und 1945 auf dem Weg von der Berliner Großstadtgöre zum Weltstar. Nach Ansicht von Drehbuchautor Christian Pfannenschmidt ist der Film keine Biografie, sondern "erzählt an dem Leben der Dietrich entlang". Fiktiv sei die Lovestory mit einem Mann namens Carl. Die inhaltlichen Zugaben, die dem Film die kinogerechte Dramatik verleihen sollen, rechtfertigt er so: "Marlene Dietrich hat selbst mindestens die Hälfte ihrer Lebensgeschichte erfunden."

    Kinostart Frühjahr 2000

    Die Erwartungen an die Produktion seien unglaublich groß, sagt Katja Flint. An das anspruchsvolle Projekt habe sich deshalb bislang niemand herangetraut: "Auch wir setzen uns der Gefahr aus, dass wir nicht glaubwürdig sind." Wenn der Streifen im Frühjahr 2000 in die deutschen Kinos kommt, wird das Publikum entscheiden, ob die legendäre Diva wirklich zurückgekehrt ist.

    Bettina Grachtrup, dpa - Fotos: dpa

    Geändert am 24. September 1999 11:36 von to
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