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.."Fußball-Gott" sitzt auf der Bank
Für seine despektierlichen Äußerungen muss der 26jährige eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Mark zahlen, mit der zuvor schon Andreas Möller in einem ähnlichen Fall belegt worden war. "Victor Ikpeba hat nicht nur überzogen, er hat den Teamgeist mit Füßen getreten. Das können wir nicht dulden", erklärte BVB-Manager Michael Meier und ergänzte: "Er hat nicht das Recht, in der Öffentlichkeit Dinge einzufordern. Er hatte die Möglichkeit, sich zu beweisen, als der Trainer ihm die Chance gegeben hat". Niebaum: Keine VerbalattackenPräsident Dr. Gerd Niebaum meinte: "In einer Mannschaft mit so vielen hochkarätigen Spielern ist es an der Tagesordnung, dass zur eigenen Imagewahrung solche Statements kommen. Vor drei Wochen war es Andy Möller, jetzt ist es Ikpeba, in drei Wochen ein anderer. Wir wollen ja auch Spieler, die angefressen sind, wenn sie nicht spielen. Was wir nicht wollen, sind Spieler, die mit verbalen Attacken den Trainer oder den Verein angreifen".
"Umstellungsprobleme"Dass Ikpeba im letzten Bundesliga-Spiel gegen Freiburg zur Pause ausgewechselt wurde und gegen Boavista Porto wie schon in Rotterdam nur auf der Bank saß, begründete Skibbe mit dessen Umstellungsproblemen. "Victor muss sich an das körperbetonte Spiel in der Bundesliga noch gewöhnen. Er bekommt schon seine Chance. Nur muss er sie nutzen." Skibbe: Wir brauchen gegen Frankfurt GeduldGegen Frankfurt wird Ikpeba wieder nur die Rolle des Edelreservisten bekleiden, zumal der neue Dreier-Sturm mit Giuseppe Reina, Fredi Bobic und Möller zuletzt überzeugte. Fraglich ist, ob der zurückgekehrte Christian Wörns oder Alfred Nijhuis neben Jürgen Kohler Manndecker spielen werden. Skibbe erwartet jedenfalls auch gegen die Eintracht keine Fußball-Gala: "Unsere Heimspiele ähneln sich. Wir müssen gegen einen defensiv kompakt stehenden und diszipliniert spielenden Gegner viel Geduld aufbringen."
Eintracht ohne Stürmer FjörtoftSein Frankfurter Kollege Jörg Berger will jedoch im Westfalenstadion die Flucht nach vorne antreten. "Wir müssen versuchen, 90 Minuten das Spiel zu bestimmen. Wichtig ist, dass das Erfolgsdenken in die Mannschaft zurückkehrt, das uns in der vorigen Saison im Abstiegskampf ausgezeichnet hat", sagte Berger, der auf den verletzten Stürmer Jan-Age Fjörtoft verzichten muss. Kellerkinder unter DruckUnter Erfolgsdruck stehen auch die "Kellerkinder" MSV Duisburg, SSV Ulm und Hansa Rostock. Die noch sieglosen "Zebras" empfangen im Revierderby Schalke 04, und MSV-Trainer Friedhelm Funkel ist optimistisch: "Wir können mit der Situation umgehen, das haben wir in den letzten drei Jahren bewiesen. Wenn es kritisch wurde, haben wir die Ruhe bewahrt." Funkel muss weiter auf Torhüter Gintaras Stauce verzichten, bei Schalke stehen die Chancen auf einen Einsatz von Kapitän Olaf Thon (Oberschenkelverhärtung) laut Trainer Hubb Stevens "50:50". Für Aufsteiger Ulm wird´s in Bremen schwerDer SSV Ulm tritt bei der "Torfabrik" von Werder Bremen an, die in den letzten drei Spielen 17 Treffer produzierte. Doch bange machen gilt für Manager Erich Steer nicht: "Ein 7:2 hat in der Bundesliga nichts mehr zu sagen. Das gab es schon oft, dass der Verlierer im nächsten Spiel eine Spitzenmannschaft geschlagen hat." Bremens Coach Thomas Schaaf kündigte derweil an: "Wir wollen unsere positive Serie fortsetzen."
Die in den letzten sieben Heimspielen unbesiegten Rostocker können sich nach der 0:5-Pleite in Freiburg gegen die auswärtsschwachen "Löwen" von 1860 München rehabilitieren, die in der Fremde neunmal in Folge verloren haben. "Das wird ein Kampfspiel. Wir brauchen nicht zu glauben, dass wir mit spielerischen Mitteln zum Erfolg kommen", prophezeit Gäste-Trainer Werner Lorant, der um Thomas Häßler und Gerald Vanenburg bangt. Gute Erinnerung an HachingGute Einnerungen hat Hertha BSC an den Sportpark in Unterhaching: Vor zwei Jahren machten die Berliner hier den Aufstieg in die Bundesliga perfekt. "Damals war ich überzeugt, dass wir nie mehr in Unterhaching spielen müssen, außer vielleicht im DFB-Pokal", sagte Manager Dieter Hoeneß, der befürchtet, dass sich die Mannschaft zwischen den beiden Champions-League-Spielen gegen Chelsea London und den AC Mailand wesentlich schwerer auf den vermeintlich leichten Gegner konzentrieren kann. Von Berries Boßmann, sid - Fotos: AP, Archiv
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| Geändert am 24. September 1999 13:34 von sab | ||||||||||||||||