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Schon fünf Tore: Salou fand sein Glück in Frankfurt

Die Lust auf Bewegung ist wieder da

Frankfurt/Main - Über die auf der Reservebank vergeudeten Monate bei Borussia Dortmund will Bachirou Salou nicht mehr reden. "Ich bin so glücklich in Frankfurt. Ich habe einen Lauf mit bisher fünf Toren. Ich wasche keine schmutzige Wäsche", sagt der neue Torjäger der Eintracht, der am Samstag zum Duell gegen seinen alten Arbeitgeber ins Westfalenstadion zurückkehrt.

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Der Mann aus Togo, mit sieben Millionen Mark teuerster Transfer in der Bundesliga- Geschichte der Hessen, ist längst zum Publikumsliebling der Frankfurter Fans geworden.

"Wir brauchen Spaß"

Der Angreifer aus Lome wird nicht gerne an seine Leidenszeit unter Trainer Michael Skibbe in Dortmund erinnert. "Mein Trainer Berger weiß, wie er mit Afrikanern umgehen muss. Der hat Erfahrung wie mit Yeboah oder Sane. Wir sind eben sensibler als Europäer. Wir brauchen Spaß, um zu arbeiten. Und den habe ich in Frankfurt wieder gefunden", betont Salou, über dessen Lippen kein Wort der Abrechnung mit Skibbe kommt. Er hegt keine Gedanken an "Rache oder Revanche" wie sein ehemaliger BVB-Leidensgenosse Thomas Häßler, der jetzt beim Liga-Rivalen TSV 1860 München wieder an die alte Form anknüpft. Nur zwischen den vorsichtig gesetzten Worten ist herauszuhören, wie sehr er darunter gelitten hat, dass Skibbe ihm bereits nach einem halben Jahr wegen ausbleibender Torerfolge beschied: "Du bist kein Stammspieler mehr."

Aufstieg begann beim MSV

In Frankfurt ist der schnelle Stürmer wieder aufgeblüht. Er hat seine technischen Fähigkeiten, sein Durchsetzungsvermögen wieder gefunden. Die Lust auf Bewegung, der Tordrang und der Erfolg sind zurückgekehrt. Den hatte er nach fünfjähriger mehr oder weniger fruchtloser Arbeit bei Borussia Mönchengladbach nicht zuletzt dank der Zuwendung von Trainer Friedhelm Funkel zwischen 1995 und 1998 schon beim MSV Duisburg gefunden. Zehn Saison-Tore schraubten den Transfer-Wert für einen der besten Stürmer der Bundesliga auf acht Millionen Mark, die Dortmund damals zahlte.

Heller: Ich würde Salou nicht gegen Bobic tauschen

"Funkel war wie ein Vater zu mir", schwärmt Salou, der in seiner Heimat als Straßenfußballer begann und mit 19 ins Ausland ging, "um Geld zu verdienen". Aber Geld sei nicht alles. "Sonst hätte ich auch in die Türkei gehen können", sagt Salou, der vor dem Wechsel nach Dortmund bei Fenerbahce Istanbul (elf Millionen Mark Ablöse/2,25 Millionen für Salou) unterschreiben wollte. Vor dieser Saison erreichte den im Urlaub Frust schiebenden Profi der Anruf von Jörg Berger und "Bachi" schlug in den Deal ein, den Eintracht-Präsident Rolf Heller als Sportlicher Leiter einfädelte. "Normalerweise kriegst Du so einen Torjäger nicht unter zehn Millionen Mark. Ich würde Salou nicht gegen Bobic tauschen. In 90 Minuten siehst Du ihn zwar nur zwanzig. Aber dann ist er da."

Von Rainer Fülscher, dpa - Fotos: Archiv

Geändert am 24. September 1999 11:44 von sab
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