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Ralf Schumacher fuhr noch nie so gut wie dieses Jahr"Ich bin da, wo ich sein wollte"Nürburgring - Ralf Schumacher ist vor seinem Heim-Grand Prix mit sich und der Welt rundum zufrieden. "Ich bin da, wo ich sein wollte. Das gilt für meinen Leistungsstand und für das Team, für das ich fahre", versicherte der 24 Jahre alte Rheinländer auf dem Nürburgring.
Der unerwartete zweite Platz beim Großen Preis von Italien hat dem Williams-Piloten weiteren Auftrieb gegeben. "Monza hat mich motiviert. Ich hoffe, am Sonntag an dieses Ergebnis anknüpfen zu können. Aber unter normalen Umständen ist eine Wiederholung dieses Resultats nicht realistisch", sagte Schumacher. Abgesehen von einer abklingenden Nebenhöhlenvereiterung und Bronchitis plagen ihn keine Sorgen. "Am Donnerstag habe ich mein letztes Penicillin genommen. Ich hoffe, ich bin rechtzeitig fit." Neun Mal fuhr er in die PunkteDiese Saison ist seine bislang beste, auch wenn Schumachers Schub durch Heinz-Harald Frentzens Karrieresprung etwas in den Hintergrund gedrängt wurde. Neun Mal in 13 Versuchen platzierte sich der Kerpener mit dem technisch und leistungsmäßig den Top-Teams weit unterlegenen Williams-Supertec in den Punkterängen. In Melbourne und Silverstone (jeweils Dritter) sowie zuletzt in Monza glückte "Schumi II" sogar der Sprung aufs Podium. "Ralf überzeugt durch gute Leistungen", lobte Teamchef Frank Williams seinen Schützling. BMW-Sportchef Gerhard Berger ist davon überzeugt, "von Ralf in den nächsten Jahren noch einiges zu sehen".
Am Bruder vorbei ziehenSeinen zu Saisonbeginn hoch eingeschätzten Teamkollegen Alessandro Zanardi hat Schumacher sicher im Griff. Mit 8:5 hat er das direkte Trainingsduell gegen den zweifachen Cart-Champion bislang deutlich für sich entschieden. Noch klarer sieht es beim Punktevergleich aus: Der Deutsche sammelte 30 Zähler, der Italiener - auch wegen vieler technischer Defekte - noch keinen. Auf dem Nürburgring könnte der "kleine" Schumacher in der WM-Wertung sogar an seinem großen Bruder vorbeiziehen. Da Michael seit seinem schweren Unfall von Silverstone am 11. Juli "auf Eis" liegt, misst Ralf dieser Möglichkeit keine Bedeutung bei. Bislang brachte ihm der Nürburgring kein GlückPriorität hat für Ralf Schumacher die Fortsetzung des Aufwärtstrends. "Ich hoffe, dass ich auch hier punkten kann", benannte er sein Minimalziel. In der Eifel sieht seine Bilanz bislang schlecht aus: Beim ersten Auftritt 1997 schubste Schumacher kurz nach dem Start seinen Bruder von der Piste und leistete damit dem späteren Weltmeister Jacques Villeneuve unfreiwillig Schützenhilfe. Im Vorjahr brachte ein Bremsdefekt das vorzeitige Aus. Am Sonntag will "Schumi" für diese "Nuller" Wiedergutmachung. Von Elmar Dreher und Ralf Jarkowski, dpa - Fotos: dpa, Archiv
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| Geändert am 24. September 1999 12:00 von ahappe | ||||||||||