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"Donum Vitae" plant Laien-KonfliktberatungFulda - Der bürgerliche Verein "Donum Vitae" will unter dem Dach des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) die gesetzliche Schwangerenkonfliktberatung nach dem Ausstieg der Amtskirche weiterführen. Das kündigten ZdK-Präsident Hans Joachim Meyer sowie seine Vorgängerin im Amt, Rita Waschbüsch, am Freitag in Fulda an. Waschbüsch ist erste Vorsitzende von Donum Vitae (das Geschenk des Lebens). Konkrete Strukturen für die Beratung soll eine Arbeitsgruppe bis zum November vorlegen, sagte Waschbüsch. Grundlage der künftig von katholischen Laien organisierten Beratung, die ergebnisoffen, aber nicht wertneutral sei, sind laut Meyer die bischöflichen Beschlüsse zum Beratungs- und Hilfeplan für Schwangere bei der Frühjahrsvollversammlung in Lingen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Beratungsstellen der katholischen Kirche sei geplant. Donum vitae grenze sich eindeutig von Initiativen ab, "bei denen das unmissverständliche Eintreten für das ungeborene Leben nicht eindeutig erkennbar ist". Personalunionen nicht ausgeschlossenMeyer und Waschbüsch stellten klar, dass der neue Verein eine Institution bürgerlichen Rechts sei, in dem sich Staatsbürger katholischen Glaubens zusammengeschlossen" hätten. Er sei aber aber nicht gegen die Amtskirche gerichtet. Zweck seien der Schutz menschlichen, insbesondere ungeborenen Lebens, und die Hilfe für Frauen in Schwangerschaftskonfliktsituationen. Donum Vitae wolle eine Stiftung einrichten, die den von ihm selbst getragenen oder anderen anerkannten Beratungsstellen finanzielle Mittel für die Unterhaltung zur Verfügung stellt. Eine Bedrohung für die bestehenden kirchlichen Beratungsstellen sieht Meyer in dem Laien-Engagement nicht, da eine "faktische und räumliche Nähe" durchaus gewünscht sei. Offen ließ er, ob es in Einzelfällen sogar auch Personalunionen geben könne. "Tausende von Kindern gerettet""Statistische Daten erweisen, dass durch den Einsatz im Rahmen der gesetzlichen Schwangerschaftskonfliktberatung Tausende von Kindern gerettet wurden, während eine Beratung außerhalb des Gesetzes Frauen im Konflikt faktisch nicht erreicht", betonte Meyer. Allein 1997 seien mehr als 20.000 Frauen zur Konfliktberatung in katholische Beratungsstellen der Caritas und des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) gekommen. Ein Viertel und damit etwa 5000 hätten sich danach für das Austragen des Kindes entschieden, sagte Waschbüsch. Finanzierung bislang ungesichertWaschbüsch rief die Katholiken und "alle Menschen in Deutschland" zur Förderung des Vereins auf. "Wir sind davon überzeugt, dass der Schutz der ungeborenen Kinder und die wirksame Begleitung von Frauen in Schwangerschaftskonflikten eine Beteiligung am gesetzlich geregelten Konzept der Pflichtberatung notwendig macht." Die Finanzierung der geplanten Beratungsstellen sei bislang ungesichert. Zu den prominenten Persönlichkeiten, die sich bereit erklärt haben, dem Verein beizutreten und ihn zu unterstützen, gehören unter anderen Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm, der baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel, der thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel, der frühere Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer, der Vorsitzende der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag, Alois Glück, die ehemalige Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Hanna-Renate Laurien, und die bayerische Sozialministerin Barbara Stamm (CSU). dpa
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| Geändert am 24. September 1999 16:18 von aj | ||||