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Schüler sind im Bus die Verlierer

Forderungen und Antworten

Seit 1996 ist in Rheinland-Pfalz die Schülerbeförderung in den ÖPNV integriert, um die Linienbusse rentabler zu machen:

Landesschulgesetz, §56 Schülerbeförderung, Absatz 4:
"Die Aufgabe wird vorrangig erfüllt durch die Übernahme der notwendigen Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel. Soweit zumutbare öffentliche Verkehrsmittel nicht bestehen, sollen Schulbusse eingesetzt werden."

Absatz 5:
"Beim Einsatz der Schulbusse ist sicherzustellen, dass die Zahl der zulässigen Stehplätze nur auf kürzeren Strecken und nur bis zu 70% genutzt wird. Bei der Beförderung von Schülern der Sonderschulen ist für eine Begleitperson zu sorgen, wenn dies nach Art und Grad der Behinderung notwendig ist."

Eine Forderung des Landeselternbeirates:
Jeden Schulkind ein Sitzplatz im Bus (also keine Stehplätze, die im normalen Linienbus zu 100% genutzt werden dürfen)

Gegenargument des rheinland-pfälzischen Landkreistags:
Das würde uns 50 Millionen Mark kosten, pro Kreis zwei Millionen Mark Mehrkosten.

Verband der Omnibus-Unternehmer Rheinland- Pfalz dazu: Das würde den Einsatz von mehr 20- bis 25 Prozent mehr Fahrzeugen bedeuten. Das will leider keiner bezahlen.

Verkehrsgerichtstag, Januar 1999, Präsident des Kongresses, Peter Macke, fordert Anschnallgurte in Schulbussen.

Aber: In den USA fahren täglich 21 Millionen Kinder mit dem Schulbus, jährlich verunglücken dort mit dem Bus 4100 Schüler. In Deutschland waren es 1992 etwa 5400 Kinder (1991: sogar 6826) bei nur 2 Millionen Kinder, die täglich mit dem Schulbus unterwegs sind.

In Deutschland ist also das Risiko mit einem Schulbus zu verunglücken 14 mal höher als in den USA!

Andrea Djifroudi

Geändert am 27. September 1999 17:03 von aj
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