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Hertha BSC Berlin - MSV Duisburg 2:1 (0:0)Enttäuschter Preetz beendet TorflauteBerlin - Als die Fans pfiffen, hatte Michael Preetz wieder einmal die richtige Antwort parat: Mit zwei Treffern binnen 270 Sekunden entdeckte der Nationalspieler erstmals in dieser Saison die Lust am Toreschießen und sicherte Champions-League-Teilnehmer Hertha BSC Berlin noch den 2:1 (0:0)-Erfolg über das sieglose Bundesliga-Schlusslicht MSV Duisburg. Seinen Frust hatte der Torschützenkönig der vergangenen Spielzeit anschließend aber noch nicht vergessen. "Die Tore waren wie eine Befreiung. Es hat mich geärgert, dass uns die Leute nicht unterstützt haben, als wir es brauchten. Wir haben hier zweieinhalb Jahre lang tolle Leistungen abgeliefert. Vielleicht sollten sich die Zuschauer einmal fragen, ob sie die Umstellung von Champions League auf Bundesliga schaffen", schimpfte Preetz. Ärger über PfiffeFür die Mannschaft lieferte der Kapitän die Sicht der Dinge gleich nach: "Es spricht für uns, dass wir den Druck gegen einen so unbequemen Gegner noch einmal erhöhen konnten." Vier Tage nach dem beachtlichen 1:1 in Europas Königsklasse bei Italiens Meister AC Mailand, wo sich Hertha BSC mit Erfolg einer ähnlichen Taktik bedient hatte, taten sich die Berliner gegen die kompakt verteidigenden Duisburger äußerst schwer. Aus dem Schatten von Ali DaeiNach dem 0:1 durch Uwe Spies (51.) ging bei den 37.871 Fans endgültig die Furcht um, der Angstgegner könnte die Länderspielpause verderben. Doch Preetz, von DFB-Teamchef Erich Ribbeck nicht zum EM-Qualifikationsspiel am 9. Oktober gegen die Türkei eingeladen, erlöste alle und trat erstmals wieder aus dem Schatten seines neuen Angriffspartners Ali Daei. "Ohne den Sieg hätten wir genug Gesprächsstoff geliefert. Und das nächste Auswärtsspiel bei Bayern München ist ja auch nicht das Leichteste", meinte Preetz, nach seinem Unterarmbruch noch immer durch eine Gipsmanschette gehandicapt, erleichtert. Manager Dieter Hoeneß, aus eigener Erfahrung ein guter Ratgeber für schwierige Situationen, hatte den "Langen" noch in der Halbzeit aufgemuntert. Doch der Vize-Weltmeister von 1986 zeigte auch Verständnis für den Unmut von den Rängen, den es schon beim 1:1 gegen Werder Bremen gegeben hatte. Rosige Hertha-ZeitenNach dem möglicherweise wegweisenden zweiten Saisonsieg und den ersten drei "englischen Wochen" in der Champions League zog Hoeneß eine weitgehend positive Zwischenbilanz: "Nach dem 1:5 beim HSV war von den Wochen der Wahrheit die Rede. Den ersten Teil haben wir sehr, sehr gut bewältigt. Es fehlen nur zwei Punkte aus dem Spiel bei der SpVgg. Unterhaching." Während die Berliner Profis ohne Länderspieleinsätze sich am Montag und Dienstag physisch wie psychisch erholen können, ist es dagegen mit der Ruhe beim MSV endgültig vorbei. Immer noch kein Sieg, nur drei Punkte aus sieben Partien und damit während der zweiwöchigen Bundesliga-Pause am Tabellenende festgenagelt: Der Druck auf Trainer Friedhelm Funkel und die Mannschaft wächst. Funkel muss MSV aufrichten"Man hat absolutes Vertrauen zu mir. Ich werde noch sehr lange Trainer in Duisburg sein", sagte Funkel, räumte aber ein: "Die Mannschaft war sehr niedergeschlagen. Ich muss sie nun wieder aufrichten." Dazu fehlt im nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern noch Torsten Wohlert, der den Ball in der Schlussminute erst mit der Hand abfing, dann über Gelb meckerte und das Leder weglupfte - Gelb-Rot war die logische Konsequenz aus diese Frust-Aktion. Robert Semmler, sid
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| Geändert am 3. Oktober 1999 19:51 von to | ||||