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1. FC Kaiserslautern - SpVgg Unterhaching 4:2 (1:1)

Djorkaeff schießt FCK aus dem Keller

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Zum Hallali geblasen: Sforza (hier gegen Oberleitner) schoß das 1:1 - und sein erste Liga-Tor der Saison

Kaiserslautern - Weltmeister Youri Djorkaeff hat den 1. FC Kaiserslautern in der Fußball-Bundesliga aus arger Bedrängnis befreit. Der Franzose steuerte zwei Tore zum mühsamen 4:2 (1:1)-Erfolg der "Roten Teufel" am siebten Spieltag gegen Aufsteiger SpVgg Unterhaching bei und bot dabei eine Klasseleistung.

Der FCK verließ durch den Sieg die Abstiegsplätze und hat mit nun neun Punkten wieder Anschluss ans Tabellenmittefeld. Das erste Sasiontor von Kapitän Ciriaco Sforza (21.) per Fallrückzieher, ein toller Distanzschuss von Harry Koch (60.) und die Saisontreffer zwei und drei von Djorkaeff (66. und 82.) stellten den hart erkämpften dritten Heimsieg des FCK sicher.

Unterhaching bleibt auswärts weiter punktlos, aber wenigstens erzielte Jochen Seitz (15. und 68.) die ersten Tore der Spielvereinigung auf des Gegners Platz. Entsprechend kassierten die Hachinger auch ein Lob von FCK-Trainer Otto Rehhagel. "Der Gegner hat mir sehr gut gefallen. Da werden noch andere Mannschaften ihre Schwierigkeiten bekommen. Das war ein tolles Spiel für die Zuschauer mit sechs Treffern und einem unglaublichen Tor von Harry Koch", meinte der Lauterer Coach.

Höfliches Komplimentetauschen von der Bank

Hachings Trainer Lorenz-Günther Köstner gab die Komplimente höflich zurück: "Gratulation an den FCK zum verdienten Sieg", meinte Köstner, der zudem eingestand: "Wir waren in einigen Situationen zu grün. Wir haben gute Konter gefahren, allerdings nicht abgeschlossen. Der FCK war cleverer und zum größten Teil spielbestimmend."

Munter angefangen - flach in die Pause

Nach munterem Beginn verflachte die Partie vor 39.700 Zuschauern im Lauterer Fritz-Walter-Stadion kurioserweise nach den ersten beiden Toren vor der Pause. Die Pfälzer, bei denen Axel Roos für Slobodan Komljenovic in die Mannschaft gekommen war, hatten über die gesamte Partie hinweg Mühe, ein druckvolles Angriffsspiel gegen die kompakt gestaffelten Gäste aufzuziehen. Bei Unterhaching, das auf Konter lauerte und dadurch auch stets gefährlich war, gab der Ex-Lauterer Marco Haber sein Debüt von Beginn an, konnte aber keine Akzente setzen.

Die Elf von Trainer Otto Rehhagel verdankte den schmeichelhaften Erfolg einem glänzend aufgelegten Djorkaeff, der als zweite Sturmspitze neben Olaf Marschall stets anspielbereit war, sich die Bälle auch selbst holte und ein ständiger Unruheherd in der Hachinger Hintermannschaft war. Ansonsten konnte der Meister von 1998 nur noch kämpferisch phasenweise überzeugen.

Haching fehlt die Cleverness

Der wacker aufspielende Aufsteiger hatte in dem zweifachen Torschützen Seitz, und Kapitän Matthias Zimmermann seine besten Akteure. Haching fehlte am Ende die nötige Cleverness, um zumindest zu einem Teilerfolg auf dem Betzenberg zu gelangen.

Mark Mittasch, sid

Geändert am 3. Oktober 1999 20:23 von to
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