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VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen 3:1 (1:0)Bayer zahlt Lehrgeld zum Jubiläum
Wolfsburg - Statt Blumen bekam Christoph Daum zum Jubiläum die Rechnung präsentiert: "Wir mussten ordentlich Lehrgeld bezahlen", erklärte der 45 Jahre alte Coach nach Bayer Leverkusens erster Saisonniederlage mit 1:3 (0:1) beim VfL Wolfsburg - ausgerechnet in seinem 350. Bundesligaspiel als Trainer. Allzu deutlich waren den Rheinländern beim Sturz von der Tabellenspitze die Grenzen aufgezeigt worden. "Wir haben eben nicht das Potenzial, um x-beliebig viele Spieler zu ersetzen", stellte der Coach klar: "So dick haben wir es auch nicht." "So dick haben wir es auch nicht"Das Fehlen von Spielern wie Vratislav Gresko, Michael Ballack oder Ze Roberto hatte die in Meisterschaft und Champions League doppelt belastete Bayer-Truppe drei Tage nach dem 1:1 in der europäischen Königsklasse gegen Dynamo Kiew offensichtlich nicht verkraftet. "Ich hätte gedacht, dass einige Spieler, die sonst nicht über 90 Minuten zum Einsatz kommen, hier mehr Impulse setzen", sagte Daum und erkannte: "Das war leider nicht der Fall." Statt das Spiel zu bestimmen, hatte Leverkusen mit zunehmender Dauer der Partie das Heft aus der Hand gegeben. "Zum Schluss hatten wir sogar Glück, sonst hätten wir noch höher verloren", meinte Daum. Dennoch wollte er die wöchentlichen Zusatzbelastungen in der Champions League nicht als Ausrede akzeptieren: "Das ist keine Frage der Kondition. Wenn es nach mir ginge, könnten wir morgen gleich wieder spielen." Mittelfeldspieler Carsten Ramelow wollte seinem Trainer da allerdings nicht ganz folgen: "Natürlich hat in der zweiten Hälfte auch die Kraft gefehlt", sagte der 25-Jährige, fügte aber hinzu: "Wenn wir in der ersten Halbzeit unsere Chancen genutzt hätten, wäre wahrscheinlich alles anders gelaufen."
Zwei hundertprozentige Tormöglichkeiten hatte dabei Nationalspieler Oliver Neuville ausgelassen, der in der 12. und 28. Minute jeweils aus kurzer Distanz den Ball nicht an VfL-Keeper Claus Reitmaier vorbei brachte. Die Führung der Wolfsburger durch Jonathan Akpoborie (35.) war entsprechend glücklich. Vorentscheidend war das 2:0 durch Zoltan Sebescen zwei Minuten nach der Pause. "Da war das Spiel eigentlich schon gelaufen", meinte VfL-Trainer Wolfgang Wolf. Das dritte Tor für die Gastgeber durch Andrzej Juskowiak (55.), sowie der Ehrentreffer der Leverkusener durch Stefan Beinlich (81.) waren nur noch Ergebniskosmetik. Wolf sieht Sieg als I-Tüpfelchen"Wir können Claus Reitmaier danken, dass wir nicht frühzeitig in Rückstand geraten sind", erklärte der Wolfsburger Coach seinen Torwart zum Erfolgsgaranten. Den ersten dreifachen Punktgewinn nach drei Bundesligaspielen ohne Sieg sah Wolf als I-Tüpfelchen auf das Erreichen der zweiten Uefa-Cup-Runde vier Tage zuvor: "Wir haben mit dem Sieg eine Woche abgerundet, wie sie besser nicht hätte sein können." Oliver Görz, sid
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| Geändert am 3. Oktober 1999 21:30 von to | ||||||||