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"Im Jahr drei nach unserem Champions-League-Sieg sind wir auf dem richtigen Weg. Wohin er führt, kann ich jedoch noch nicht sagen", meinte BVB- Präsident Gerd Niebaum. Kriselnde Bayern verlieren Anschluss zur SpitzeAuf Grund der Länderspiel-Pause können sich die Borussen nach einem turbulenten Spieltag mit insgesamt fünf Platzverweisen und vielen späten Toren nun knapp zwei Wochen lang am Blick auf die Tabelle erfreuen. Mit nur einer Niederlage in zwölf Pflichtspielen schickt sich der wiedererstarkte Weltpokalsieger von 1997 an, dem in der vorigen Saison souveränen Branchenführer Bayern München den Rang abzulaufen. Der Titelverteidiger ließ auch beim 1:1 gegen den FC Schalke 04 den Glanz vergangener Tage vermissen. Lautern aus der Abstiegszone
Ex-Meister 1. FC Kaiserslautern verließ am Sonntag mit einem 4:2- Heimsieg über die Spvgg Unterhaching die Abstiegsplätze. Der SC Freiburg "katapultierte" sich mit einem 2:1-Erfolg über den SV Werder Bremen vom zwölften Platz in die Uefa-Cup-Ränge. Auf Platz vier liegen die Freiburger vor den punktgleichen Münchner Bayern. Bayern stand erneut dicht vor einer Niederlage und verlor nicht nur Heißsporn Samuel Koffour durch den vierten Platzverweis seiner noch jungen Profikarriere, sondern fürs erste den Anschluss an das Führungstrio aus Dortmund, Hamburg und Leverkusen. "Ich bin heilfroh, dass wir jetzt Pause haben", sagte Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld in Anspielung auf die Doppelbelastung der vergangenen drei Wochen mit Bundesliga und Champions League. Daums 350. Bundesligajubiläum - mißratenDerlei Klagen über die kräftezehrende Terminhatz wollte Bayer- Trainer Christoph Daum nicht gelten lassen. "Wenn es nach mir geht, können wir gleich morgen wieder spielen", schimpfte der enttäuschte Fußball-Lehrer nach seinem missratenen 350. Bundesligajubiläum auf der Trainerbank.
Beim 1:3 in Wolfsburg bekam sein Team erstmals in dieser Saison die eigenen Grenzen zu spüren. "Wenn wir so weiter spielen, wie in der zweiten Halbzeit, werden wir bestimmt nicht Meister", bekannte Leverkusens Mittelfeldspieler Stefan Beinlich. Hamburg hat auch auswärts GlückAnders als den Leverkusenern in Wolfsburg war Glücksgöttin Fortuna den Hamburgern beim 2:1-Sieg in Ulm hold. Zwei späte Treffer durch Nico-Jan Hoogma (86.) und Anthony Yeboah (90.) bescherten dem HSV neben dem zweiten Auswärtssieg noch den zweiten Tabellenrang. "Das war ein sehr wichtiger Erfolg, weil wir den Anschluss nach oben halten wollten", frohlockte Trainer Frank Pagelsdorf, dessen Team die wackeren Schwaben 100 Tage nach ihrem Bundesliga-Aufstieg in arge Nöte stürzte. Ulms Angreifer Dragan Trkulja war die Freude über sein Führungstor schnell vergangen: "Wir müssen viel lernen. Aber wir haben keine Zeit zum Lernen." Schlusslicht MSV bleibt weiter sieglosNoch größer ist der Lernbedarf derzeit beim MSV Duisburg. Nach sieben Spieltagen und der 2:1-Niederlage bei Hertha BSC Berlin wartet das Schlusslicht noch immer auf den ersten Saisonsieg. "Ich muss jetzt die Mannschaft wieder aufbauen, sie ist total niedergeschlagen", sagte MSV-Trainer Friedhelm Funkel. Während die Duisburger mit hängenden Köpfen den Rasen des Olympiastadions verließen, erfreute sich Michael Preetz an seinem "Doppelpack". Mit seinen ersten beiden Saisontreffern sorgte der Hertha-Torjäger dafür, dass der Bundesliga-Alltag seiner Mannschaft wieder freundlicher aussieht und die Unmutsäußerungen der heimischen Fans verstummten. Heinz Büse, dpa
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| Geändert am 3. Oktober 1999 18:50 von to | ||||||||||