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Golf: 13. German Masters in Pulheim

Sieg für "Wunderknaben" Garcia

Weiter durstig: Golf-Profis Llanger (li) und Cejka

Pulheim - Golfprofi Bernhard Langer hat in seinem 350. Turnier auf der Europa-Tour trotz einer guten Schlussrunde den ersten Sieg seit zwei Jahren verpasst, und auch der Münchner Alexander Cejka konnte beim 13. German Masters in Pulheim bei Köln seine vierjährige Durststrecke nicht beenden.

Der 28-Jährige lag zwar am letzten Tag zwischenzeitlich in Führung, doch am Ende blieb ihm nur der schwache Trost, mit 279 Schlägen (66+73+69+71) als Sechster bester Deutscher zu sein.

Cejka, der zuletzt 1995 beim Volvo Masters triumphiert hatte, lag nach vier wettergeplagten Runden auf dem Par-72-Platz im Golf Club Gut Lärchenhof bei böigen Winden und teilweise wolkenbruchartigen Regenfällen zwei Schläge vor dem dreimaligen Turniersieger und Gastgeber Bernhard Langer. Der Anhausener kam mit seiner besten Turnierrunde von 69 Schlägen und insgesamt 281 (70+71+71+69) als Neunter zum neunten Mal bei seiner eigenen Veranstaltung unter die Top 10, wofür er rund 75.000 Mark kassierte. Der Scheck für Cejkas achte Top-10-Platzierung in diesem Jahr betrug 120.000 Mark.

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19 Jahre und schüchtern: Wunderknabe Sergio Garcia (re) mit Caddy Jerry Higginbotham

Tragischer Held im Stechen

Die Siegprämie von rund 570.000 der insgesamt 3,75 Millionen Mark Preisgelder holte sich nach einem packenden Finale am zweiten Extra-Loch des Stechens der spanische "Wunderknabe" Sergio Garcia. Der 19-Jährige, der erst seit April Profi ist, setzte sich mit einem Birdie gegen den Iren Padraig Harrington durch. Tragischer Held des Stechens war der Waliser Ian Woosnam. Der US-Masters-Sieger von 1991, der seit 1997 nicht mehr auf der Tour gewonnen hatte, hatte zuvor am 18. Loch der Schlussrunde den Triumph zum Greifen nahe, doch sein Siegputt rollte von der Lochkante wieder aufs Grün. Am ersten Loch des Stechens verfehlte er seinen Par-Putt aus gleicher Distanz und schied somit aus. "Woosie" und Harrington mussten sich als Zweitplatzierte mit jeweils 300.000 Mark trösten.

Langer mit Traumstart - zu früh gefreut

Bernhard Langer legte am Sonntag mit drei Birdies einen Traumstart hin und ließ damit noch einmal Hoffungen auf den Sieg aufkeimen. Aber ein Bogey am sechsten Loch warf ihn zurück. Es folgten zwei weitere Birdies (12 und 13) und wie am Vortag noch ein Bogey an der 17. "Ich habe heute ganz solide gespielt, aber viel Pech beim Putten gehabt. Fünf, sechs Mal kam der Ball wieder raus. Dennoch war das Turnier für mich ein Schritt nach vorne", resümierte der 42-Jährige, der jetzt zwei Wochen Pause einlegen wird.

Alexander Cejka hatte die Hand noch näher am Siegerscheck, doch ein Bogey an der 15, an der vielen Konkurrenten Birdies glückten, war das Ende aller Träume. Die musste auch Titelverteidiger Colin Montgomerie frühzeitig begraben. Der fünfmalige Saisonsieger aus Schottland legte viele Birdie-Putts neben das 10,8 Zentimeter Loch, unterdessen zogen ihm die Rivalen davon.

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Tolle Amateur-Leistung: Baraka

Mit einem Erfolg in Pulheim hätte "Monty" vorzeitig die Weichen auf seinen siebten Sieg in Serie in der europäischen Geldrangliste gestellt. So blieb ihm mit 281 Schlägen wie Langer nur Rang neun.

Besser als Onkel Langer

Glänzend schlug sich im 111-köpfigen Feld Bernhard Langers Neffe Kariem Baraka. Der Amateur aus Frankfurt/Main spielte am Sonntag mit 67 Schlägen eine bessere Runde als sein berühmter Onkel und verbesserte sich mit 286 Schlägen (71+71+77+67) auf den 23. Platz, wofür er als Profi rund 37.000 Mark kassiert hätte. "Das ist eine tolle Leistung. Ich habe ihm dazu gratuliert", sagte Langer.

Kariem Baraka war damit fünf Schläge besser als der erfahrene Tour-Spieler Thomas Gögele (Semlin/40.). Ferner hatte von 13 deutschen Spielern noch der Bitburger Profi Patrick Platz den Cut geschafft und benötigte als 64. insgesamt 298 Schläge.

Jürgen Magh, sid

Geändert am 3. Oktober 1999 19:17 von to
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