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Tool

 

Alternative Rock

  • Label: Volcano
  • offizielle Homepage

  • Zwischen Aggression und Elegie - und nie unter sechs Minuten
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    Inmitten einer von Marketingstrategen beherrschten Musikwelt verfolgen Tool einen fast schon altmodischen Anspruch: Die vier Progressive-Rocker aus Los Angeles sehen ihre Musik vor allem als Kunst und als Mittel zum Ausdruck ihrer Gefühle. Diese Haltung prägt auch das neue Album "Lateralus", dessen lang gezogenen Rock-Epen sich konsequent konventionellen Songstrukturen verweigern.

    "Unsere Musik ist sehr selbstbezogen", sagt Gitarrist Adam Jones. "Wir vier nehmen die Songs auf und wenn sie fertig sind, sind sie eben fertig. Wir denken nicht ans Radio, oder daran, dass das Publikum gelangweilt sein könnte. Wir machen einfach was, uns gefällt."

    Umso mehr verwundert der äußerst erfolgreiche Verkaufsstart des neuen Tool-Albums. In den USA und Australien schoss es Ende Mai von Null auf Platz eins in den Albumcharts und verkaufte sich dort weit mehr als eine halbe Million Mal. Auch in Deutschland, Norwegen, Schweden, den Niederlanden und Österreich platzierte sich "Lateralus" in den Top Ten.

    Party mit Mädchen und Bananen

    Die Band war vom Erfolg selbst überrascht. Jones unternimmt Erklärungsversuche: "Wir haben uns in den vergangenen neun Jahren eine breite Fan-Gemeinde aufgebaut. Die Fans erkennen wohl, wie viel Zeit und Energie wir in unsere Musik investieren und sehen zugleich die Leidenschaft, die wir ausdrücken wollen." Die Chartplatzierungen feierte die Band Anfang Juni entsprechend ausgelassen - in einem Nachtclub namens "Banana Bar" in Amsterdam, in dem "Frauen Tricks mit Bananen zeigten, an denen Bill Clinton wohl seine helle Freude gehabt hätte", wie es im Internet-Newsletter der Band hieß.

    Zwischen Aggression und Elegie winden sich die Songs, von denen keiner unter sechs Minuten dauert, durch das neue Album. Immer wieder gleiten sie in ausufernde, verschachtelte Instrumentalpassagen ab und erscheinen noch geheimnisvoller als die des 1996 veröffentlichten Vorgängeralbums "Aenima". Die Konstruktion der sperrigen Songs, die ständig in Tempo und Intensität wechseln, ist anspruchsvoll und alles andere als leichte Kost. Fest steht: Von der direkten Einfachheit der 1993-Rocksingle "Sober", die sich auf dem Album "Undertow" fand, ist wenig übrig geblieben.

    Anatomische Assoziationen beim Albumtitel weiterblättern

    Aktuelles Album:

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    Lateralus (2001)

    Discografie:

  • Salival (2000)


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  • Aenima (1996)



  • Undertow (1993)


  • Zuletzt geändert von gus@rhein-zeitung.de