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Sommer auf der Insel Aerø:

Kräftige Farben und eindrucksvolle Stille

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Aerø

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Marstal - Ein Dutzend Kühe steht wiederkäuend zwischen den Butterblumen, am Hang leuchtet der Ginster in seinem kräftigsten Gelb. Aus den Tümpeln, die an manchen Stellen das hohe Gras unterbrechen, quaken Frösche. Ansonsten aber herrscht Ruhe oberhalb der Voderup-Klippen.

Auch die Ostsee, die gegen dieses kurze Stück Steilküste auf der dänischen Insel Aerø brandet, und der starke Wind, der unten über den schmalen Kiesstrand fegt, sind 30 Meter über dem Meer nicht zu hören. So berauschen sich die wenigen Wanderer an den kräftigen Farben und an der Stille - und übersehen deshalb manchmal die Kuhfladen, die im Gras verstreut liegen.

Eine so beschauliche Szenerie wie an den Voderup-Klippen können Urlauber auf Aerø im Sommer an vielen Stellen erleben. Die rund 30 Kilometer lange und maximal 9 Kilometer breite Insel liegt abseits der großen Verkehrsströme Dänemarks. Durchreisende gibt es hier kaum. Autofahrer erreichen das von 7500 Menschen bewohnte Aerø nur per Fähre.

Kleine, bunt angestrichene Häuser ...

Aerø hat drei kleine Städte und eine Reihe von Dörfern, die nur aus wenigen Häusern bestehen. Vor allem Aerøskøbing gefällt sich anscheinend in der Rolle einer gemütlichen "Märchenstadt": Kleine, bunt angestrichene Häuser stehen beiderseits des huckeligen Kopfsteinpflasters, am Markt sind zwei Wasserpumpen zu finden, die wie vor 100 Jahren noch voll funktionstüchtig sind.

Im alten Armenhaus können Besucher bestaunen, was "Flaschen-Peter" der Stadt hinterlassen hat: Gut 1700 "Buddelschiffe" und 50 größere Schiffsmodelle bastelte Peter Jacobsen (1873 bis 1960) im Laufe seines Lebens. Viele davon sind in dem kleinen Museum ausgestellt.

Spaziergang am Strand in den Abendstunden

Im Hafen von Aerøskøbing machen vor allem an den Wochenenden im Sommer auch viele Segelschiffe mit Heimathafen Flensburg, Kiel oder Kappeln fest. Beim Landgang führt der erste Weg die Segeltouristen dann oft an den Vesterstrand, wo die Insulaner eine ganze Armada bunter Badehäuschen gebaut haben.

INFO-KASTEN: Aerø

Dänisches Fremdenverkehrsamt, Glockengießerwall 2, 20095 Hamburg (Tel.: 040/32 02 10, Fax: 040/54 76 10 26)
Internet: http://www.visitdenmark.com
Prospektbestellung: 0190/19 00 33 rund um die Uhr für 62 Cent pro Minute); Aerø Turistbureau, Vestergade 1b, DK-5970 Aerøskøbing (Tel. von Deutschland: 0045/62 52 13 00, Fax: 0045/62 52 14 36)
Internet: http://www.aeroe-turistbureau.dk

Eine ganze Reihe bunter Badehäuschen sind auch auf der Landzunge "Eriks Hale" bei Marstal zu finden. Der Hauptort im Osten der Insel war einst eine bedeutende Werft- und Hafenstadt und ist noch heute Standort einer Seefahrtsschule, an der Offiziere für die dänische Handelsmarine ausgebildet werden.

Vor allem in den Abendstunden, wenn die Sonne die Badehäuschen auf "Eriks Hale" in ein weiches Licht taucht, lohnt sich ein Spaziergang hinaus an den Strand. Vom Wind hin- und hergeworfenes Getreide, kräftig gelbe Rapsfelder und saftig grüne Wiesen können Aerø-Besucher auch am Leuchtturm von Skjoldnaes im Nordwesten der Insel erleben. Auf dem Weg dorthin lohnt ein Stopp an den Wällen von Søbygard. Bis ins 13. Jahrhundert hinein stand hier eine Burg, noch heute gibt es einen "Schloss" genannten Gutshof aus dem 16. Jahrhundert.

Kräftigen Farben des Sommers verschwinden schnell

Die Anlage von Søbygard gilt als kulturgeschichtlich wertvoll - und auch sonst hat Aerø historisch interessierten Gästen einiges zu bieten. Von den einst mehr als 100 Megalithgräbern auf der Insel sind zwar nicht mehr viele übrig, aber diese wenigen liegen zum Teil in einer reizvollen Umgebung.

Nach ein paar Tagen heißt es dann "Leinen los" oder "Zurück zur Fähre". Sehr schnell verschwinden die kräftigen Farben des Sommers auf Aerø aus dem Blickfeld - die Gelassenheit, die die Stille des Landlebens gebracht hatte, hält sich dagegen vielleicht etwas länger.

Christian Röwekamp, dpa

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