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Antalya: Entspannung zwischen türkisblauem Meer und uralten Steinen

Zwischen Kunst und Kleopatrabad

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Ein Muss für Urlauber in der Südtürkei: der romantische Hafen von Antalya, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Foto: Rolf Wilms

Wellness - "sich wohl fühlen" ist nicht einfach ein Modetrend der Freizeitindustrie. Zum Wohlfühlen gehören schon seit tausend Jahren wohlig warmes Wasser, wohl tuende Massagen und wohl riechende Düfte. Im südtürkischen Ferienparadies Antalya wartet seit neuestem eine der edelsten Wellnessoasen im Mittelmeerraum auf Erholungssuchende. Die Ursprünge solch perfekter Badekultur sind wenige Kilometer weiter in der antiken Stadt Perge zu bewundern.

Die türkische Südküste bie tet im Frühjahr und Frühsommer ein herrliches Ferienparadies. Nach einem regen- und sogar schneereichen Winter ist die Küstenregion grün, das Taurusgebirge leuchtet nur wenige Kilometer landeinwärts mit schneebedeckten Gipfeln. Noch bevor das heiße Sommerklima den Touristen ab Juli an die kilometerlangen Strände zwischen Kemer und Manavgat zwingt, bietet sich die Region für Rundreisen an.

Die christlichen Höhlenstädte in Kappadokien, die Kalksinterterrassen in Pammukale und die zahlreichen antiken Stätten aus römischer und griechischer Zeit bieten Augenblicke des Staunens, verlieren allerdings in mediterraner Sommerhitze nicht wenig von ihrem Reiz.

Kultur und Wellness

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Wer nicht nur dem All- in clusive- Charme der Strände und des türkisblauen Wassers erliegen will, kann schon jetzt einen gepflegten Frühsommerurlaub in einem der Fünf- Sterne- Hotels genießen - gepaart mit uralter Kultur und moderner Wellness- Atmosphäre. Im Sheraton- Voyager- Resort, am Westrand von Antalya gelegen, wurde kürzlich einer der modernsten und luxuriösesten Wellnessbereiche am ganzen Mittelmeer eröffnet. Das Luxushotel der amerikanischen Starwood- Kette investierte eine Million Dollar in sein "Serenity Spa". Auf 250 Quadratmetern wurden faszinierende Wellness- Oasen aus 1001 Nacht geschaffen.

Baden auf japanische Art

Baden in Milchschaum und duftenden Essenzen: Im Kleopatra- Bad ganz in ägyptischem Stil gehalten, wird die Haut gepflegt. Baden auf japanische Art: Nach Entspannungsbad und Räucherstäbchen wird der Gast bei einer Schaummassage auf die asiatische Teezeremonie vorbereitet. Schließlich folgt eine Energiepunkt- Massage auf der Reisstrohmatte. Man muss nicht an Esoterik glauben, um die wohl tuende Wirkung zu genießen. Das gilt ebenso für die Behandlung der Körpermeridiane, für heiße, "energiegeladene" Steine oder indische Kopfmassagen.

Ganz anders, und eher an ein Raumschiff erinnernd, wirkt die automatische Massage der "Oyster" (Auster). Wer sich nach dreistündigem Flug mit seinen Reiseverspannungen hier niederlegt, darf sich auf ein außergewöhnliches Massage- Erlebnisse freuen: In einem Wasserbett liegend, wird der geplagte Rücken von unten mit kraftvollen Wasserstrahlen durchgeknetet. Aus dem geschlossenen Deckel der "Auster" wird das Ganze mit einer Regenmassage kombiniert. Dampfbäder, mal aromatisiert, mal mit Salz bereichert, dazu Erlebnisduschen, Schlamm- oder Aromabäder runden das Angebot ab. Die Wellness- Programme beginnen mit einer Übernachtung und reichen bis zum siebentägigen Verwöhn- und therapeutisch unterstützten Abspeck- Programm.

Zurück zu den 1000 Jahre alten Wurzeln des weltweiten Wellness-Booms

Der Besuch des ganz aus Marmor gestalteten, traditionellen türkischen Bades "Hammam" führt den Wellness- Gast zurück zu den 1000 Jahre alten Wurzeln des weltweiten Wellness- Booms. Die Wiederentdeckung der vor allem von Griechen und Römern geschätzten Badekultur führt auch über einen Besuch der antiken Stadt Perge, rund 19 Kilometer von Antalya entfernt.

Gegründet um 1200 vor Christus, sind hier die gut erhaltenen Reste eines römisches Bades zu bestaunen, das aus der Blütezeit der Stadt im 3. Jahrhundert nach Christus stammen dürfte. Mosaikböden und - wände aus Marmor, Fußbodenheizungen, Dampf und heißes Wasser, Ruhezonen und edle "Badewannen" - die Methoden der genussvollen Körperpflege und - reinigung sind bis heute die gleichen geblieben. Der Gedanke ans fantasielose deutsche Standardbad der 60er Jahre lässt einen erschaudern.

Moderne und Tradition

Die Symbiose eines moder nen Genießerurlaubs an einem historisch gewachsenen Urlaubsort lässt sich in Antalya umsetzen. Wer schon immer mal eine der großen, klassischen Opernaufführungen in Verona oder vor den Pyramiden erleben wollte, kann im antiken Amphitheater von Aspendos das Opern- und Ballettfestival besuchen. 170 nach Christus erbaut, bietet das besterhaltene antike Theater in der Türkei bis zu 20 000 Gästen Platz. Die brillante Akustik und der Hauch der Geschichte machen Aida, Nabucco oder Romeo & Julia zum edlen Kulturereignis.

Wer's lieber sportlich mag, ist im türkischen Frühling bestens aufgehoben. Schon im März den strahlend blauen Himmel und 20 Grad zu genießen, macht bei Tennis, Golf oder Meeresbad erst richtig Spaß. Abends, beim Spaziergang durch den Hafen von Antalya mit seinen hölzernen Schiffen und gemütlichen Straßencafés findet das Wohlfühl- Gefühl seinen Höhepunkt. "Wellness" wie vor 1000 Jahren. Wir hatten nur vergessen, wie's geht.

Peter Messner

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