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Mildura lockt ins ländliche Australien

Eine Oase als Tor zum Outback

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Entdeckung der Langsamkeit - die Raddampfer auf dem Murray River versetzen die Besucher zurück in vergangene Zeiten.

Mildura - Jeder Kontinent hat seine großen Flüsse, an denen im Erdkundeunterricht kein Lehrer vorbeikommt: der Amazonas, der Nil, der Ganges, die Donau. Nur bei Australien ist das anders - wer kennt schon den Murray und den Darling, den wichtigsten und den längsten Fluss des Fünften Kontinents?

So kommt es auch, dass diese Gewässer von Touristen nur selten beachtet werden. Doch gerade am Murray, der über weite Teile seiner 2575 Kilometer Länge die Grenze zwischen den Bundesstaaten Victoria und New South Wales markiert, lässt sich das ländliche Australien gut kennen lernen - zum Beispiel in Mildura.

Mildura liegt im Nordwesten Victorias unweit der Stelle, wo der von Norden kommende Darling in den träge gen Westen plätschernden Murray mündet. Das Leben geht hier einen gemächlichen Gang, Pickups prägen das Straßenbild. Mildura könnte auch im Mittleren Westen der USA liegen, gäbe es nicht so viele Eukalyptusbäume. Obst-, Gemüse- und Weinbauern betreiben Plantagen, so weit das Auge reicht. Die Flüsse speisen ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem, das mitten im ziemlich trockenen australischen Buschland eine Oase entstehen ließ.

Gutes Essen und gute Weine - das sind die Trümpfe

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Endlose Weite - im Mungo Nationalpark nördlich von Mildura wurden Zeugnisse einer frühen Aborigines- Besiedlung entdeckt.

Manche Touristen mieten sich in Mildura ein Hausboot, um entspannt den Strom zu befahren. Schaufelraddampfer legen am Ufer des Murray täglich für Ausflugsfahrten ab. Doch ist es nicht nur diese ländliche Idylle, die Mildura interessant macht. Gutes Essen und gute Weine - das sind die Trümpfe, die die Region jetzt verstärkt ausspielen will.

Für die Australier ist das kein Geheimnis mehr: In der Fernsehshow "A Gondola on the Murray" hat ihnen Starkoch Stefano di Pieri bereits gezeigt, was für kulinarische Genüsse sich mit den Agrarprodukten aus Mildura zaubern lassen. Im Restaurant "Stefano's" im Grand Hotel kocht di Piero jeden Abend ein Fünf-Gänge-Menü, ohne dass die Gäste vorher wissen, was sie serviert bekommen. Der Spaß kostet 60 Dollar (etwa 71 Mark) pro Person - in Sydney würde sicher das Doppelte fällig. Die Weinliste dazu ist so dick wie ein Großstadt-Telefonbuch.

Mildura - der Eingang zum Mungo Nationalpark

Das "Stefano's", das beinahe jeden Abend ausgebucht ist, wird von di Piero und seinen Mitstreitern als Fixpunkt der Entwicklung hin zum Gourmet-Reiseziel verstanden: "Es tut sich enorm viel in der Region", sagt Restaurantmanager Mario Mammoni. Gerade im Weinbau hole der Raum Mildura enorm auf: "Erst vor kurzem sind drei neue Weingüter eröffnet worden, bald wird die Region in einer Reihe stehen mit den anderen bedeutenden Weinbaugebieten Australiens: Barossa, Hunter und Yarra."

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