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Faszinierender Felsen:

Der Ayers Rock ist ein Wahrzeichen Australiens

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Der Star des Abends: Der Sonnenuntergang am Ayers Rock gehört - wie für diese Japaner - für viele Urlauber zu den Höhepunkten ihres Australien- Aufenthalts.

Ayers Rock - Die Show beginnt lange vor Sonnenuntergang: Es dauert bestimmt noch zwei Stunden, bis die glutrote Scheibe in den Weiten des australischen Outbacks versinkt, doch der Parkplatz am Ayers Rock füllt sich schon jetzt.

Vor ihren Bussen und Wohnmobilen lassen sich Touristen in Campinghocker fallen. Bierdosen zischen, und ein Japaner bringt das Stativ für seine Kamera in Stellung. Bei den Aufnahmen hier darf nichts schief gehen, mag er vielleicht denken. Schließlich ist die Schönheit des Sonnenuntergangs am Ayers Rock der Inbegriff dessen, wofür Australien in so vielen Köpfen steht.

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Der Aufstieg ist zwar erlaubt, aber nicht erwünscht - viele Touristen ignorieren die Bitte der einheimischen Aborigines, den Ayers Rock lieber nicht zu erklimmen.

Faszination und Klischee - der 3,5 Kilometer lange, 348 Meter hohe Sandsteinfelsen in der Mitte des Kontinents ist beides. Neben dem Opernhaus in Sydney wohl das Wahrzeichen Australiens schlechthin, fesselt der aus der kargen Landschaft herausragende Ayers Rock durch das kräftige Rot, das morgens und abends so viele verschiedene Schattierungen zeigt. Er ist aber auch zum Abziehbild geworden für ein Outback, das viele Touristen gar nicht richtig erleben: Mit dem Flugzeug angereist, bleiben sie zum "Sunset"-Spektakel und für eine Nacht im Luxushotel, bevor die Reise irgendwohin weiter geht. Der Spiritualität des Felsens und seines Umlands kommt man so nicht nahe.

Von Alice Springs zum Uluru-Kata Tjuta-Nationalpark

Wer den Ayers Rock intensiver kennen lernen möchte, muss sich etwas mehr Mühe machen. Von Alice Springs aus, der "Hauptstadt" des roten Zentrums Australiens, leiten 444 Highway-Kilometer durch eine endlos erscheinende, meist nur von dürren Spinifex-Gräsern bewachsene Weite zum Uluru-Kata Tjuta-Nationalpark, in dem der Felsen liegt. Darwin im Norden ist 1934 Kilometer entfernt, Adelaide im Süden 1571 Kilometer. Wer diese Strecken mit dem Auto zurücklegt, gewinnt automatisch die Muße, die es braucht, um den Felsen als das zu sehen, was er ist: als Symbol für das Outback, für eine stille, einsame, von Insekten beherrschte Welt. Beim Ayers Rock ist auch der Weg das Ziel.

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Auch aus der Nähe ein interessanter Anblick: Wer den Ayers Rock zu Fuß umrundet, entdeckt skurrile Felsabschnitte wie "The Brain", zu Deutsch: das Gehirn

Die touristische Infrastruktur lässt indes keine Wünsche offen. Das 14 Kilometer entfernte Ayers Rock Resort bietet in fünf Hotels vom exklusiven "Sails in the Desert" bis zur einfachen "Spinifex Lodge" Platz für gut 2000 Gäste. Dazu kommt noch ein Campingplatz.

"Please do not climb" wird missachtet

Viele Touristen erklimmen den Ayers Rock und lassen sich weder von Warnungen noch Bitten abhalten. Regelmäßig kommen Hobby-Bergsteiger zu Tode, durch Entkräftung oder weil sie auf dem glatten Gestein ausrutschen. Und die Anangu-Aborigines haben Schilder "Please do not climb" aufgestellt - in ihren Augen ist die Besteigung ein Frevel. Anders als an vier geweihten Stellen am Fuße des Berges, der sich in einem rund zehn Kilometer langen Marsch bequem umrunden lässt, verhindern an der Aufstiegsstelle aber keine Absperrungen das Betreten. Ein Halteseil animiert sogar dazu, den Berg zu besteigen.

INFO-KASTEN: AUSTRALIEN

Australia's Northern Territory, Bockenheimer Landstraße 45, 60325 Frankfurt/Main (Tel.: 069/719 14 40, Fax: 069/71 91 44 22)
E-Mail: nttc_frankfurt_m@t-online.de
Internet: www.ntholidays.com

Australian Tourist Commission (Tel. zur Broschürenbestellung: 069/95 09 61 73)
sowie im Internet: www.australia.com
www.outback2002.com

Doch nicht nur am Ayers Rock, auch 30 Kilometer westlich an den "Olgas" genießen jeden Abend Outback-Urlauber das rote Farbenspiel der Sonne. Die kleineren, ebenfalls aus Sandstein bestehenden Kuppen werden von den Anangu "Kata Tjuta" - zu Deutsch: "viele Köpfe" - genannt und sind die ruhigere Alternative für Sonnenuntergangs-Fans.

Über dem Ayers Rock steht der Mond

Wenn die Sonne unten und das Rot des Ayers Rock verblasst ist, werden rasch die ersten Motoren gestartet, und es geht zurück zum Hotel. Viele wollen früh ins Bett, denn am Morgen geht es zeitig los - beim Sonnenaufgang auf der anderen Seite des Felsens trifft man sich wieder. Der Japaner packt seine Kamera ein und schraubt das Stativ zusammen. Über dem Ayers Rock steht der Mond. Nun wird es ganz still in dieser Welt aus rotem Sand und dürren Gräsern. Doch morgen abend werden hier erneut Bierdosen zischen und Touristen ganze Filme verschießen, weil sie das Klischee vom Outback so fasziniert.

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