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Durch Baltimore auf E.A. Poes Spuren

Cognac am Grab des Dichters

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Trinken wie einst Edgar Allan Poe - im Vergnügungsviertel Fells Point laden Kneipen zum Verweilen ein.

Baltimore - Auf den Besuchslisten von Amerikareisenden hält Baltimore keine Top-Position. Der Ostküstenstadt hängt diesseits des Atlantiks noch immer der Ruf einer touristisch eher langweiligen Industriemetropole an. Doch das Gegenteil ist der Fall. "Bawl-mer", wie Baltimore im gedehnten Slang der Einheimischen genannt wird, hat sich über die vergangenen Jahre zu einer echten Attraktion gemausert. Und einer der größten Schriftsteller der USA hat hier gelebt und unter tragischen Umständen sein Ende gefunden: der Romantiker und Gruselexperte Edgar Allan Poe.

Baltimore ist seit jeher eine bedeutende Hafenstadt. Der "Inner Harbor", der "innere Hafen" an einem Ausläufer der 320 Kilometer langen Chesapeake Bay, ist auch zum Zentrum des Tourismus geworden. Statt Werften und Werkshallen hat sich an dem großen Wasserbecken inzwischen Beschaulichkeit breit gemacht. Kleine Tretboote und Wassertaxen schaukeln über die Wogen, an den Ufern werben mehr als 200 Restaurants, Souvenir- und Bekleidungsläden um Kundschaft. Diese kommt reichlich, vor allem an schönen Frühlings- und Sommerwochenenden.

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Vom Winde nach Baltimore verweht - die "USS Constitution" ist das letzte erhaltene Kriegsschiff aus dem amerikanischen Bürgerkrieg.

Dann tummeln sich die Tagesbesucher aus den umliegenden Städten und dem nur knapp eine Autostunde entfernten Washington D.C. am Wasser. Sie begutachten das Warenangebot, probieren die frischen Meeresfrüchte aus der Bay oder klettern an Bord der USS Constellation. Die vor kurzem vollständig renovierte Fregatte am Pier 1 ist das einzige erhaltene US-Kriegsschiff aus dem Bürgerkrieg.

Kein Platz für Pracht

Doch trotz Hafenflairs ist Baltimore nicht wirklich eine ansehnliche Stadt. Hier wohnt immer noch ein hart arbeitender Menschenschlag. Im Zentrum war nicht viel Platz für architektonische Pracht, schon gar nicht für elegante Avenuen oder schmucke Grünanlagen. Statt auf äußere Werte setzen die Tourismusverantwortlichen deshalb auf Abwechslung und Unterhaltung.

Direkt am Hafen liegt zum Beispiel das National Aquarium (Pier 3), das mit mehr als 10 000 zur Schau gestellten Meeresbewohnern, einem künstlichen Regenwald und einer beliebten Delfin-Vorführung täglich lange Warteschlangen vor dem Eingang produziert. Nicht weit davon befindet sich Port Discovery, ein Museum speziell für Kinder (35 Market Place).

Ein Museum an jeder Ecke

Ferner gibt es ein Science Center (601 Light Street) für naturwissenschaftlich Interessierte, das afro-amerikanische Wachsmuseum "Great Blacks in Wax" (1601-03 E. North Avenue), ein Eisenbahn-Museum (901 W. Pratt Street) mit mehr als zwei Dutzend Dampflokomotiven aus der Pionierzeit der amerikanischen Zugfahrt und das Babe Ruth Museum (216 Emory Street) für Fans von Baltimores größtem Baseball-Spieler. Und wem das immer noch nicht genügt, der kann einen Abstecher in das nach eigenen Angaben weltweit einmalige Zahnarzt-Museum (31 S. Green Street) wagen.

Mit Wassertaxi in die Pubs weiterblättern
 
Last edited: tea 03.12.2004 16:07