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Bauernhof als Touristenziel:

Käsemacher in den Niederlanden

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Das Nachbarland, wie man es kennt: Ihre Milchprodukte setzen die Niederlande auch bei Veranstaltungen wie den Käsemarkten gekonnt in Szene.

Idsegahuizum - Auf mehr als 600 Bauernhöfen in den Niederlanden wird auch heute noch die traditionreiche Kunst des Käsemachens gepflegt. Die "Kaasboerderijen" verkaufen die goldgelben Käselaibe meist in eigenen Hofläden. Besonders Urlauber aus Deutschland lieben den würzigen und vollen Geschmack des Bauernkäses.

15 Kühe, 4000 Hühner und acht Hektar Land - das ist der Bauernhof von Pietsje und Hyltje Bosma nahe des friesischen Dorfs Idsegahuizum, gleich hinter dem Deich am Ijsselmeer. Seit 1975 ist ihr Gehöft ein Käsebauernhof. "Unser Hof war einfach zu klein, um im immer härter werdenden Wettbewerb nur vom Verkauf der Milch zu leben", erinnert sich der Bauer. "Dann haben wir uns wochenlang auf die Schulbank gesetzt und die Kunst des Käsemachens von der Pike auf gelernt."

Wo Käselaibe reifen

So wechselten die Bosmas von Milch- zu Käsebauern, auf dem Gehöft wurde ein Laden mit Verkaufstheke eingerichtet. Nebenan entstand die Käsemacherei mit Bottichen und Formen sowie der "Ruheraum", in dem die Käselaibe zum Reifen in blanken Holzregalen gelagert werden.

Geertje, Jolanda, Femmi und die anderen Kühe der Bosmas geben je nach Jahreszeit zusammen 350 Liter frische Vollmilch pro Tag. "Das Verhältnis liegt bei 1 zu 10. 350 Liter Milch machen 35 Kilogramm Käse, der nur in Handarbeit entsteht", erklärt Bauer Hyltje Bosma. "Wir verwenden die Milch von zwei Melkzeiten: Die kuhwarme Morgenmilch wird dabei mit der über Nacht gut gekühlten Abendmilch gemischt."

Besuchern dürfen über die Schulter schauen
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Die Kühe kommen - die Niederlande mit ihren enormen Weideflächen sind ein klassisches Käseland.

Beim Käsemachen lässt sich der Landwirt - wie viele seiner Kollegen - gerne von Besuchern über die Schulter schauen. Etwa dann, wenn er im Edelstahlbottich den puddingartigen, frischen Käsebruch mit den Händen abschöpft, in Formen knetet und unter die Käsepresse stellt. Das ist auch der Zeitpunkt, zu dem jeder Käselaib die Reichskäsemarke erhält. Ähnlich wie ein Pass gibt diese Marke als Qualitätssiegel Auskunft über Sorte, Herkunft und Fettgehalt des Käses. So steht etwa der Buchstabe "F" für Käse aus den Provinzen Friesland, Groningen, Drenthe und Overijssel, "NH" für Nordholland und "HB" für die Provinzen der südlichen Niederlande. Schließlich bezeichnet eine tonnenförmige Marke mit dem Kürzel "Z" den Bauernkäse, der von einer der mehr als 600 Kaasboerderijen stammt.

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Last edited: tea 03.12.2004 16:07