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Märchenhaft schön nicht nur bei Mondschein:

Die Faraglioni vor Capri

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Capri

Infos/Tipps

Capri - Hoch und unförmig ragen sie seit Urzeiten aus dem tiefblauen Meer: Die drei imposanten Faraglioni vor der Steilküste Capris sind eine der Hauptattraktionen der Insel. Täglich begeistern die Felsen die Touristengruppen von Buxtehude bis Butzbach.

Das Wort Faraglioni bedeutet wörtlich übersetzt nichts anderes als "Klippen". Ursprünglich leitet sich das Wort aber aus dem griechischen "pharos" ab, zu deutsch "Leuchtfeuer". In der Antike wurden auf den Spitzen der Felsformationen Feuer entzündet, um den Seefahrern die Orientierung zu erleichtern und Zusammenstöße zu verhindern.

Den kleinen Bruder kennen nur wenige

Faraglioni können vulkanisch oder - wie auf Capri - aus Kalkstein sein. Die Korrosion durch Meer und Winde hat sie in Jahrtausenden zu ihrer heutigen spitzen und rauhen Form modelliert. Die Capreser sind stolz auf ihre berühmten Klippen und haben ihnen sogar Namen verpasst: Die höchste Formation heißt "Stella" - übersetzt Stern - und ist stolze 109 Meter hoch. "Scopolo" - Klippe - misst immerhin noch 104 Meter, während "Faraglione di mezzo", die "mittlere Klippe" 81 Meter aus dem Wasser ragt. Klein aber fein, denn der niedrigste Faraglione weist einen großartigen, 60 Meter langen natürlichen Tunnel auf, durch den sogar größere Boote hindurchfahren können.

Was viele nicht wissen: Hinter den drei Haupt-Faraglioni liegt noch ein vierter, der von den gängigen Aussichtspunkten aus nicht sichtbar ist und der die Bucht auf dem Festland vor den Scirocco-Winden schützt. Der kleine Bruder heißt "Monacone", wahrscheinlich in Anlehnung an eine Gruppe von Mittelmeer-Mönchsrobben (Monachus monachus), die einmal hier gelebt haben soll.

Kaum Freeclimber, aber dafür viele Echsen

Massenweise folgen die Touristen dem kleinen Pfad, der zu den Faraglioni führt - und staunen: "Die Küste von Capri ist ja an sich schon atemberaubend schön, aber die Klippen davor sind wie das Sahnehäubchen und machen das Paradies perfekt", sagt ein Juwelier aus Großbritannien, der seit 25 Jahren auf die Insel kommt.

Die steilen Klippen wirken nicht gerade einladend für eine Besteigung. Selbst Freeclimber trauen sich nicht recht heran. Und doch: Auf den Felsen gibt es Leben. Zoologen sind die Faraglioni vor allem als Lebensraum einer seltenen Eidechsenart (lacerta coerulea muralis) ein Begriff, die auf dem ganzen Körper eine blaue Pigmentation entwickelt hat.

Bei fehlendem Mondschein soll Technik nachhelfen

INFO-KASTEN: Capri

Informationen: Italienisches Fremdenverkehrsamt ENIT, Kaiserstraße 65, 60329 Frankfurt (Tel.: 00800/00 48 25 42, Fax: 069/23 28 94, E-Mail: enit.ffm@t-online.de, Internet: http://www.enit.it)

Besonders faszinierend sind die Klippen seit jeher bei Vollmond: "Das taucht sie in ein ganz besonderes Licht und auf dem Meer davor spiegelt sich ein silberner Streifen", erzählt Liliana Tarantino, die auf Capri ein Hotel leitet. In mondlosen Nächten sollen die Faraglioni demnächst künstlich angestrahlt werden, um Besuchern auch nachts einen traumhaften Anblick zu gewährleisten: "Schließlich sind sie ja unsere wichtigste Sehenswürdigkeit", so Liliana Tarantino.

Carola Frentzen, dpa - Foto: ENIT/dpa/gms

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