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North Carolina:

Golfparadies mit Südstaatenflair

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Schloss des Geldadels - der Magnat George Vanderbilt ließ Biltmore House im Stil der französischen Renaissance erbauen.

Asheville - Die Farbe Grün bekommt in North Carolina eine ganz neue Bedeutung: Wer, sei es mit dem Omnibus, dem Auto oder dem Motorrad, auf den rund 150 000 Kilometer Straßen des US-Bundesstaates unterwegs ist, wird vor allem immer wieder die vielen Arten von Grün der dichten Wälder bewundern.

Natur pur verbunden mit romantischem Südstaatenflair bieten dem gestressten Urlauber die Möglichkeit, ein paar Tage auszuspannen, ohne auf den von daheim gewohnten Komfort verzichten zu müssen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, durch den Besuch historischer Stätten das Geschichtswissen aufzufrischen - immerhin liegen in North Carolina fast 70 Schlachtfelder aus dem Unabhängigkeitskrieg.

In der Tat ist North Carolina mit seinen rund rund sieben Millionen Einwohnern in den vergangenen Jahren zum beliebten Reiseziel insbesondere von Europäern geworden. Das milde subtropisch-maritime Klima - die Temperaturen überschreiten nur höchst selten die 30-Grad-Marke oder fallen unter den Gefrierpunkt - lockt vor allem die wohlhabende ältere Generation an.

Immer häufiger verlegen Pensionäre ihren Alterswohnsitz nach North Carolina. Der Grund dafür dürfte nicht allein im Klima, sondern auch in dem für die USA hohen Niveau an öffentlicher Sicherheit und medizinischer Versorgung liegen. Auch viele deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Jahren in North Carolina ihre US-Filialen errichtet.

North Carolina: ein umkämpftes Fleckchen Erde

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Beute aus der alten Welt - Biltmore House ist vollgestopft mit Kunstgegenständen und Antiquitäten

Historisch gesehen ist North Carolina ein heftig umkämpftes Fleckchen Erde gewesen. Das Land wurde bereits 1524 entdeckt. Der englische Seefahrer Sir Walter Raleigh - nach ihm wurde die Hauptstadt des Bundesstaates benannt - gründete dort noch im selben Jahrhundert die erste Siedlung der Briten auf dem amerikanischen Kontinent, die allerdings später aufgegeben wurde.

Mitte des 17. Jahrhunderts begann, von Virginia ausgehend, die planmäßige Besiedlung des Gebietes. 1689 wurden North und South Carolina getrennt, und der nördliche gelegene Staat wurde zur britischen Kronkolonie. Später war North Carolina, das auch gern als "Old North State" bezeichnet wird, die erste der amerikanischen Kolonien, die ihre Unabhängigkeit vom britischen Empire proklamierte. Der Staat gehörte zu den 13 Gründungsmitgliedern der USA.

Gold, Rubinen und Smaragden

Ein Anknüpfungspunkt an die Geschichte des Staates ist auch seine Vergangenheit als bedeutende Gold- und Edelsteinfundstätte. 1803 wurde in der Region erstmals Gold entdeckt. Das zog tausende Glücksritter an, die im 19. Jahrhundert in mehr als 600 Minen ihr Glück suchten. Noch heute können nordöstlich von Asheville in Emerald Village und Hiddenite Touristen in Minenanlagen nach Rubinen und Smaragden graben - und das mit Aussicht auf Erfolg: Immerhin wurde im vergangenen Jahr in Hiddenite ein 88-karätiger Edelstein entdeckt.

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Lebendes Museum - die Glaubensgemeinschaft der Moravier in Old Salem war über Jahrhunderte von der Außenwelt fast völlig abgeschottet.

Wichtigster Wirtschaftszweig des fast 140 000 Quadratkilometer großen US-Bundesstaates ist inzwischen aber die Landwirtschaft. So werden hier Mais, Baumwolle, Sojabohnen und Weizen angebaut. Die unbestrittene Nummer eins ist jedoch der Tabakanbau, schließlich ist North Carolina der größte Tabakproduzent der USA. Ganz der Tradition der Tabakpflanzer fühlt sich auch die Doppelstadt Winston-Salem verpflichtet. Hier residiert die Reynolds Tobacco Company, deren weltgrößte Zigarettenfabrik ebenso besichtigt werden kann wie das berühmte Museum of American Art im Herrenhaus der Reynolds.

Old Salem - die Wiege der Moravier

Das 1766 gegründete Old Salem wiederum bietet deutschen Touristen einen reizvollen Blick in die eigene Geschichte. Hier leben Nachfahren einer alten protestantischen Glaubensgemeinschaft, der so genannten Moravier. Die Siedlungen waren über die Jahrhunderte von der modernen Außenwelt nahezu abgeschottet. Deshalb blieben die deutsche Sprache, die deutsche Küche und die koloniale Architektur weitgehend erhalten. Touristen können die traditionellen Backstuben, vorindustriellen Werkstätten oder züchtigen Jungmännerwohnheime erleben. Viele der 90 restaurierten Gebäude sind noch heute bewohnt, zwölf der Anwesen zugänglich.

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