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Chicago glänzt im Architektur-Stilmix

Die wohl schönste Skyline der USA

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Chicago

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Chicago - Vielleicht ist Frank Sinatra schuld. "New York, New York" kann fast jeder mitsingen, doch seine Hymne an "Chicago" hat viel geringeres Renommee. So muss sich Chicago in der Rangfolge der bedeutendsten US-Städte seit Jahrzehnten mit Rang zwei oder sogar drei - hinter New York und Los Angeles - zufrieden geben.

Ganz gerecht ist das nicht. Denn die Metropole des Mittleren Westens kann sich in Punkto Lebensqualität und beim kulturellen Angebot mit den Konkurrenten durchaus messen. In einer Hinsicht hat die Stadt sogar die Nase vorn: Sie besitzt die wohl schönste Skyline der USA.

Architektur wirkt aus allen drei Perspektiven

Drei Möglichkeiten gibt es, die Wirkung der Architektur zu testen: aus der Vogelperspektive, von Ferne in der Gesamtansicht und von innen, aus dem Blickwinkel des Fußgängers. Chicago funktioniert in allen drei Varianten. Das ist selten und vielleicht mehr Zufall als Absicht, obgleich sich seit mehr als 100 Jahren etliche Spitzenbaumeister um die Gestaltung des einstigen Zentrums des Eisenbahnverkehrs, Schlachtergewerbes und Gangstertums bemüht haben.

Wie Bauklötze ineinander geschoben

Wie Bauklötze von Kinderhänden zusammengeschoben, wirken die Wolkenkratzer am Saum des türkisgrünen Wassers aus der Luft. Links und rechts geben zwei der höchsten Gebäude der Welt dem Stadtgebirge optischen Halt: der kastenartige Sears Tower und das elegantere John Hancock Center mit seinen dicken, blinkenden Antennendoppelspitzen. Ein vergleichbarer Eindruck wird aber dank der Flachheit des Landes auch Autofahrern gegönnt, der sich Chicago auf einem Highway nähern.

Stilmix im Geschäftsviertel

Drei Stadtviertel eignen sich bestens für Spaziergänge: Im "The Loop" genannten Geschäftszentrum finden sich etwa die Börse im Art-Déco-Stil am West Jackson Boulevard und das 1886 erbaute Rookery Building, dessen Lobby der für seinen Prärie-Stil berühmt gewordene Architekt Frank Lloyd Wright umgestaltete. Ein Beispiel für mutige postmoderne Versuche ist das von dem Deutschen Helmut Jahn ersonnene James R. Thompson Center mit halbrunder, gläserner Front.

Grünanlage am Seeufer

Östlich des "Loop" lohnt sich ein Abstecher in den Grant Park, eine Grünanlage am Seeufer. Dort befinden sich auch das Art Institute of Chicago und der "Museum Campus" mit Field Museum, Shedd Aquarium und Adler Planetarium - und einer großartigen Sicht auf Downtown.

INFO-KASTEN: Chicago

Fremdenverkehrsamt Chicago, Scheidswaldstraße 73, 60385 Frankfurt/Main
Tel: 069/44 33 53, Fax: 069/43 96 31

Chicago Architecture Foundation
Tel. von Deutschland: 001/312/922 86 87
Internet: Chicago Architecture Foundation

Chicago Office of Tourism
Tel.: 001/312/744 24 00
Fax: 001/312/744 23 59
Internet: City of Chicago

Mal verspielt, mal nüchtern

Nördlich des "Loop" befindet sich ein zweites städtisches Zentrum: Die "Magnificent Mile" ist das Einkaufsdorado Chicagos. Dieser Teil der Michigan Avenue reicht vom Wrigleys Building, das der Kathedrale von Sevilla nachempfunden sein soll, bis zu dem Wasserturm, der als einziges nennenswertes Gebäude Chicagos den Großen Brand im Jahr 1871 überstanden hat. Zwei weitere Gebäude verdienen besondere Beachtung: Der Tribune Tower ist wegen seiner verspielten, neogotischen Fassade einer der Lieblinge der Touristen. Das schnörkellose Gegenstück dazu ist das 344 Meter hohe John Hancock Center weiter nördlich. Er gilt als das erste vollständig am Computer entworfene Hochhaus.

Bei schönem Wetter Blick auf vier US-Staaten

Den Ehrentitel, das höchste Gebäude der Welt zu sein, trug von 1973 bis Ende 1995 der Sears Tower in der südlichen Innenstadt. Die Antennen mitgezählt, reicht er 515 Meter in die Höhe. Sein Gewicht beträgt 222 500 Tonnen - so viel wie 560 voll beladene Jumbojets. Dass solche Superlative aber nicht alles sind, beweist der "kleine Bruder" im Norden: Die Aussicht vom "Observatory" im 94. Stock des John Hancock Center (täglich von 9.00 bis 23.00 Uhr geöffnet) schlägt diejenige des Sears Tower. An einem klaren Morgen kann man nicht nur auf Chicago und das Seeufer blicken, sondern auf vier US-Staaten.

Frank Rumpf, dpa

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