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Ein Ferienhaus für die Familie:

Urlaub in den Dünen Dänemarks

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Dänemark

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Esbjerg - Rauf geht es mit dem Auto mitunter nur im zweiten Gang: So manches Ferienhaus an der dänischen Westküste steht auf der Spitze einer Düne. Wenige Meter entfernt brechen sich die Meereswellen.

Anders als in Deutschland versperren keine Deiche die Sicht auf das Meer. Doch nicht nur das ist in Dänemark anders. Pfade führen durch Strandhafer oder Heideflächen, kein Schild verbietet den Weg durch die Anpflanzungen. An den breiten Stränden verteilen sich die Menschen schnell - und der Hund darf auch mit an den Wassersaum.

Diese Freiheiten locken viele Ferienreisende nach Dänemark. "Rund 1,1 Million Deutsche haben im vergangenen Jahr hier Urlaub gemacht", sagt Reiner Büchtmann vom Dänischen Fremdenverkehrsamt in Hamburg. "Meistens in einen Ferienhaus." Rund 200 000 Ferienhäuser gibt es in dem Königreich, etwa 25 Prozent davon können gemietet werden. Es gibt einfache Hütten, komfortable Häuser aus den sechziger und siebziger Jahren und neue Strohdach- und luxuriöse Poolhäuser. Sogar kleine Schlösser nehmen Urlauber auf. Da darf man dann nicht nur den Hund, sondern sogar sein Pferd mitbringen. Aber dann wird es auch teuer.

Grüne Marschwiesen und Felder mit Weißdorn- und Brombeerhecken

Eigentlich ist ein Urlaub in einem Ferienhaus in Dänemark aber eher günstig. Die Durchschnittspreise für ein Haus für vier Personen in Strandnähe, oft mit Sauna und Kamin, liegen zwischen 300 Euro pro Woche in der Nachsaison und 600 bis 700 Euro in der Hauptsaison. Dennoch bleiben die Urlauber meistens nur eine Woche und nicht mehr wie früher drei. Eine weite Anreise lohnt sich daher nicht. Da trifft es sich gut, dass ein schönes Feriengebiet nicht weit von der deutsch-dänischen Grenze entfernt liegt: Westjütland.

Die Straßen gen Norden führen durch grüne Marschwiesen und Felder mit Weißdorn- und Brombeerhecken. Entlang der Küste liegen Heidegebiete mit kleinen Kiefern- und Sitkafichtenwäldern. Auf den Wiesen, die mit kleinen Teichen getüpfelt sind, stehen kräftige braune Pferde und schwarze Rinder mit dichtem Fell. Die Wege zum Meer enden oft in Ferienhaussiedlungen. Typisch sind die Orte Blåvand, Vejers Strand, Henne Strand oder Blåbjerk bis zu den Siedlungen auf der Landzunge zwischen dem Ringkøpingfjord und der Nordsee.

Henne Strand hat die schönsten Dünen Dänemarks

Die schönsten Dünen Dänemarks soll Henne Strand haben. Der Ort ist bekannt und hat eine entsprechende Infrastruktur, darunter allerdings auch einige Siebziger-Jahre-Bausünden. Die Ferienhäuser - zumeist in Blutrot, Tannengrün oder Sonnengelb gestrichen - stehen in den mit Wildrosen und Strandhafer bewachsenen Dünen. Damit einem der Wind vom Meer nicht den Kaffee aus der Tasse bläst, haben die meisten Ferienhausbesitzer ihre Terrassen mit halbhohem Windschutz umbaut.

Im etwas südlicher gelegenem Vejers Strand geht es beschaulicher zu, obwohl auch hier 1050 Ferienhäuser in Wald und Dünen stehen. Aber nur rund die Hälfte davon wird vermietet, in den übrigen Häusern wohnen die dänischen Besitzer. Jack-Russel-Hund Topsy der örtlichen Ferienhausvermittler Karin und Steen Hansen begrüßt die Gäste vor dem Büro am Ortsanfang und teilt sie in interessante mit Keksen und uninteressante ohne Kekse ein. Zu der Anlage der "Hyggelige Dänen" - hyggelig heißt auf Deutsch gemütlich - gehören auch eine Bonbonkocherei, eine Kerzenzieherei sowie Cafés und Restaurants.

Wo der Urlauber Fisch frisch vom Kutter essen kann

Der Nachbarort Blåvand mit Blåvands Huk, Dänemarks westlichstem Punkt, ist wieder etwas größer. In dem bewaldeten Dünengürtel finden sich reetgedeckte Ferienhäuser wie in der Lüneburger Heide. Und an Sylt erinnert die Landschaft im August, wenn sich die Heide violett färbt. Hier finden Golfspieler auch einen schönen 18-Loch-Golfplatz - den Blåvandshuk Golfbane in Ho.

INFO-KASTEN: Dänemark

Dänisches Fremdenverkehrsamt, Glockengießerwall 2, 20095 Hamburg (Tel.: 040/32 02 10, Fax: 040/32 02 11 11)
Internet: http://www.visitdenmark.com
E-Mail: daninfo@dt.dk

In den Dünen der Landzunge Holmsland Klit zwischen Nordsee und Ringkøpingford stehen ebenfalls Ferienhäuser. Über die weiten Wasserflächen zur Rechten und zur Linken bläst ein stetiger Wind. Daher ist die Region auch ein beliebtes Ziel für Surfer, ebenso wie die nahen Inseln Fanø und Rømø. In Hvide-Sande - Weißer Sand - kann der Urlauber Fisch frisch vom Kutter essen.

Zu den großen Orten in der Nähe gehört Esbjerg, wo die Fähren nach Fanø, Großbritannien und den Färöern Inseln ablegen. Esbjerg ist die fünftgrößte Stadt Dänemarks und eine Kulturmetropole. Das Bernsteinmuseum soll das schönste des Landes sein. Hier können die Urlauber die Ausstellungsstücke mit ihren Funden vom Strand vergleichen. Ein weiteres Ausflugsziel ist Varde mit seinen Bürgerhäusern aus dem 18. Jahrhundert. Eine Idee von der Stadt zu dieser Zeit bekommt der Besucher in der Arnbjerganlage, in der Bürger die Stadt um 1860 im Maßstab 1:10 nachgebildet haben. Jugendstilfans finden hier das Jugendhuset mit Ausstellungen des Malers Otto Frello.

Kinder zieht es ins Legoland

Ribe, die älteste Stadt Dänemarks, liegt unweit der Fanøbucht. Entlang der kopfsteingepflasterten Gassen stehen mehr als 100 denkmalgeschützte Häuser, überwiegend Fachwerkgebäude aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Jeden Abend macht ein Nachtwächter die Runde und erzählt etwas zur Stadtgeschichte. Gegenüber der Herberge lädt die rund 400 Jahre alte "Weis Stue", Dänemarks älteste Gaststätte, zur Brotzeit. Die Kinder wird es dagegen eher ins Legoland ziehen, das 1968 wenige Kilometer entfernt nahe Billund eröffnet wurde, als erster einer Reihe von Vergnügungspark mit Mini-Attraktionen aus Legosteinen. Wenn die Kleinen zum Toben nur nicht zu müde sind - nach all dem Sandkuchenbauen und Muschelsuchen am Strand.

Hilke Segbers, dpa - Fotos: gms

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