[an error occurred while processing this directive] IVWPixel Zählpixel

Neue Tipps/Touren

Reise-Galerie

Weltkarte


Hobby-Cowboys in der Weite der Prärie:

Ranchurlaub in North Dakota

So weit das Auge reicht nichts als Prärie. Bis zum Horizont erstreckt sich ein Meer aus kniehohem Gras, das vom Wind immer wieder aufgewirbelt und niedergedrückt wird. Auch ein paar Bäume, Sträucher und kleine Tafelberge liegen im Panoramablick. Die zweispurige Landstraße verläuft schnurgerade gen Westen und berührt nur wenige Ortschaften.

Anklicken zum Vergrößern

North Dakota ist dünn besiedelt. Im Westen dieses US-Bundesstaates, wo vor 150 Jahren noch riesige Büffelherden weideten und die Mandan- und Hidatsa-Indianerstämme in runden Erdhütten lebten, steht heute die Knife River Ranch. Hier finden zivilisationsmüde Urlauber einen geeigneten Platz zum Cowboy-Spielen.

Ursprüngliches Präriegras

Die Ranch - das sind weiß gestrichene Häuser und Stallungen mit grünen Fensterläden, die sich in eine Senke ducken, die der Knife River in kühnem Bogen zerschneidet. Auf der anderen Seite des Flusses, die über eine leicht federnde Hängebrücke zu erreichen ist, stehen sechs Holzhäuser im "Western Look". Hier finden die Hobby-Cowboys in den Sommermonaten ihre Unterkunft.

Die 100 Jahre alte Ranch gehört seit 1987 Ron und Lois Wanner. Das Weideland sei noch nie unter den Pflug gekommen, berichtet Ron voller Stolz. Somit wächst hier noch das ursprüngliche Präriegras, das früher die massigen Büffel angezogen hat. Die Ranch mit ihren 400 Rindern, 13 Pferden und anderem Vieh ist ein Familienbetrieb, der vom Ehepaar Wanner und seinen drei Kindern versorgt wird. Hilfskräfte sind zu jeder Zeit willkommen - auch Urlauber, die mit anpacken wollen.

Enorme Anziehungskraft
Anklicken zum Vergrößern

Rons Vorfahren waren, wie es bei vielen Menschen in North Dakota der Fall ist, im 19. Jahrhundert aus Russland in die USA gekommen. Die scheinbar unendliche Weite North Dakota übte damals eine enorme Anziehungskraft auf sie aus - die Touristen können das heute noch nachvollziehen.

"Cowboy-Latein"

So erging es auch den drei Frankfurtern, die auf der Knife River Ranch etwas "Cowboy-Latein" lernen wollten. Sie traten wie die "Marlboro-Männer" in der Werbung auf und erklärten sofort, dass sie "nose to tail rides" - Ausritte, bei denen die Pferde schön langsam hintereinander herzuckeln - für langweilig halten. Ron brachte das nicht weiter aus der Fassung. Er schaute sich die Reitkünste der "City Slickers" an, suchte ihnen das passende Pferd aus und schickte sie mit einem Cowboy auf einen Geländeritt. Erst dann ging es zum "Roundup", der alle Sonntags-Cowboy-Herzen höher schlagen lässt.

weiter: Lautes "Whoopee"-Geschrei weiterblättern
 
Geändert am 21. August 2000 23:58 von mwege