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Ein Besuch auf der Insel der Mumin:

Im Land der dickbäuchigen Knubbelnasen

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Rund 230.000 Besucher kommen jährlich auf die Insel Mumins im Süden Finnlands - vor allem wegen der dickbauchigen Kinderlieblinge

Naantali - Eine weiße Holzbrücke führt auf die Insel, vorbei an einem kleinen Yachthafen, in dem eine Handvoll Segelboote auf dem Wasser schaukelt. Links ist die Sommerresidenz der finnischen Staatspräsidentin zu sehen, geradeaus geht es direkt ins Reich der Mumins. Die dickbäuchigen Fabeltiere, die entfernt an Flusspferde mit großen Augen erinnern, haben hier in der Nähe von Naantali ganz im Süden Finnlands ihr zu Hause: "Muumien Kotisaari" heißt es auf Finnisch.

Die Insel der Mumins ist ein wahrer Besuchermagnet. Eltern mit Kinderwagen, Schulklassen, aber auch erwachsene Fans kommen hierher. Rund 230 000 Besucher zählt die Mumin-Insel pro Jahr. "Fast ein Drittel kommt aus dem Ausland", erzählt Ann-Karin Koskinen, Mumin-Expertin und Marketing-Managerin des Freizeitparks. "Viele sind aus Schweden und Norwegen, aber auch aus Japan."

Trollwesen besitzen in Finnland Kultcharakter

Im Land der aufgehenden Sonne sind die Mumins Kult. Das liegt nicht zuletzt daran, dass dort die Bildergeschichten der finnischen Autorin Tove Jansson zu 52 Folgen einer Trickfilmserie verarbeitet wurden, die die kleinen Dicken mit den Knubbelnasen weltweit erst so richtig bekannt gemacht haben. "Wenn die Japaner nach Finnland kommen, dann stürzen sie sich auf die Mumin-Insel", sagt Koskinen.

Mumins-Erfinderin Tove Jansson. Sie starb im Juni 2001 im alter von 86 Jahren, der Kult um ihre Mumins-Figuren bleibt

In Finnland besitzen die trollartigen Wesen mit menschlichen Eigenschaften natürlich erst recht Kult-Charakter: "Nicht jeder bei uns kennt die Teletubbies, aber jeder kennt die Mumins", so Koskinen. Die Mumins haben Tove Jansson weltberühmt gemacht. Der erste Titel "Komet im Mumintal" erschien schon 1946. Janssons Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt, eine Soziologin von der Universität Lodz in Polen hat über die Familienstrukturen der Mumins sogar ihre Diplomarbeit geschrieben. Tove Jansson selbst ist erst vor kurzem, Ende Juni, im Alter von 86 Jahren gestorben.

Gebäude nach den Vorlagen der Bücher

Der Freizeitpark ist ähnlich aufgebaut wie "Astrid Lindgrens Värld" im schwedischen Vimmerby, wo Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter zu Hause sind: Auch auf der Insel der Mumins gibt es viele Gebäude, die nach Vorlagen aus den Büchern gebaut wurden - ein Hexenhäuschen etwa oder das blaue, fünfstöckige Wohnhaus der Mumins mit Wohnzimmer und Küche im Erdgeschoss. Mumin-Mama kocht hier vor den Besuchern am Herd, und auch ins Schlafzimmer des Snorkfräuleins oder in Mumin-Papas Arbeitszimmer darf man einen Blick werfen.

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