[an error occurred while processing this directive]

Neue Tipps/Touren

Reise-Galerie

Weltkarte


Golfen in Arizona

Üppige Greens in trockener Wüste

Anklicken zum Vergrößern
Golferparadies aus Menschenhand: Der Pinnacle Course des Troon North Golf Club in Arizona liegt in der kargen Landschaft der Sonorawüste.

Scottsdale - Der Gegensatz könnte nicht größer sein: Unter dem tiefblauen Himmel des US-Bundesstaates Arizona liegen die von Menschenhand geschaffenen grünen Fairways des Golfplatzes wie ein samtiger Velours-Teppich. Und direkt neben der "Spielwiese" dehnt sich die Wüste mit ihrer ursprünglichen Schönheit und kargen Kakteen-Vegetation aus.

Weiter hinten erheben sich wuchtige Felsmassive: bizarr aussehende Gesteinsformationen von machtvoller Schönheit. Arizona ist ein Land der Extreme und ein Magnet für Hunderttausende. Manch einer der Touristen reist heute mit einem Satz Golfschläger im Gepäck nach Scottsdale und Phoenix.

ie Greens sind gewellt, schnell und in perfektem Zustand

Die hier in der Sonora-Wüste mit viel Sachverstand und sehr viel Wasser von den Greenkeepern gepflegten Golfplätze kommen der Vorstellung eines Golferparadieses sehr nahe. Denn der Pflegezustand der Plätze ist in jeder Hinsicht makellos und selbst für amerikanische Verhältnisse herausragend. Wie ein weicher Teppich breiten sich die Bahnen aus. Es scheint, als werde die Länge jedes einzelnen Halmes täglich mit der Nagelschere geschnitten. Die Greens sind gewellt, schnell und ebenfalls in perfektem Zustand.

Anklicken zum Vergrößern
Ballspielen in der Wüste: In Arizona müssen Golfer ihre verlorenen Bälle gelegentlich zwischen stacheligen Kakteen suchen.

Der amerikanische Volkssport Golf ist aus der touristischen Szene in Arizona nicht mehr wegzudenken. Rund 200 Plätze stehen dem Besucher zur Verfügung: angefangen von öffentlichen Plätzen mit einer Nutzungsgebühr, Greenfee genannt, von etwa 60 US-Dollar (67,16 Euro/131,35 Mark) bis zu den spektakulären Kursen wie etwa dem Stadium Course des Tournament Players Club (TPC), der auch Schauplatz der Phoenix Open ist, des jährlichen Golfturnieres in Arizona. Weitere bekannte Plätze sind in Troon North die beiden 18-Loch-Plätze Monument und Pinnacle. Bei den bekannten Plätzen kann das Greenfee leicht mehr als 200 US-Dollar (223,89 Euro/437,89 Mark) betragen .

Heilsames Klima zieht Besucher magisch an

Viele Besucher zieht aber auch das heilsame Klima Arizonas mit seiner geringen Luftfeuchtigkeit an. Sie wollen der Kälte im Norden der USA ein Schnippchen schlagen und im Großraum um Phoenix und Scottsdale im Zentrum des Wüstenstaates überwintern. Der bekannte amerikanische Architekt Frank Lloyd Wright (1867 bis 1959) ist ihr Vorbild, denn er machte Scottsdale schon in den dreißiger Jahren zu seiner Winterresidenz. Andere wurden hier auf Dauer sesshaft - und so ist diese Region heute zu einer Millionenmetropole geworden, deren Wachstum ungebrochen ist.

Golfer bekommen hier Bahnen geboten, die eine Herausforderung darstellen: So beträgt der Wert für den Schwierigkeitsgrad - das Slope rating - auf den beiden Plätzen in Troon North beispielsweise für die Herren beim Spiel von den Turnierabschlägen 147 von maximal 155 möglichen Punkten. Beim benachbarten Stadium Course liegt es bei 133. Die Plätze von Troon North wurden geschaffen von dem Golfdesigner Tom Weiskopf und dem Platzarchitekten Jay Morrish. Ihnen ist es gelungen, Meisterschaftskurse zu bauen, die sich harmonisch in die grandiose Natur der Sonorawüste einfügen.

Berüchtigt: Springende Kakteen

Wer den Golfball allerdings nicht auf dem vorgesehenen Kurs halten kann, hat ein Problem, das auf anderen Plätzen unbekannt ist: Die Kakteen hier sind berüchtigt als "jumping cacti" - als springende Kakteen - die einen äußerst schmerzhaften Eindruck hinterlassen können, wenn Golfer ihre verlorenen Bälle in den ausgetrockneten Roughs neben den Fairways suchen. Wer den Kakteen zu nahe kommt, riskiert, dass sich scharfzackige Büschel, die so groß wie Mandarinen sind, von den hüfthohen Pflanzen lösen und sich in die Haut krallen. Die Stacheln der Kakteen können mühelos Strümpfe, Hosen und sogar Leder durchdringen. Im Zweifelsfall sollten Golfer besser ihre Haut retten und einen Ball verloren geben.

INFO-KASTEN: Arizona

Arizona Office of Tourism, c/o Get it across Tourism Marketing, Neumarkt 33, 50667 Köln (Tel.: 0221/233 64 06, Fax: 0221/233 64 50
Internet: http:www.arizonaguide.com
Hotels: The Fairmont Scottsdale Princess: http://www.fairmont.com,
Four Seasons Resort Scottsdale: http://www.fourseasons.com,
Hyatt Regency Scottsdale: http://www.scottsdale.hyatt.com,
Gold Canyon Golf Ranch: http://www.gcgr.com
Golfplätze: Tournament Players Club of Scottsdale: http://www.pgatour.com,
Troon North Golf Club: http://www.troongolf.com,
Gainey Ranch Golf Club: http://www.gaineyranchcc.com

Die Qualität der Hotels in Scottsdale und Phoenix steht dem Angebot an Golfplätzen in keiner Weise nach. Das Scottsdale Fairmont Princess Hotel oder das neue Four Seasons Hotel etwa sind beide im Villenstil angelegt. In den Hauptgebäuden sind die Restaurants und die Wellness-Bereiche. Das Fairmont Princess bietet sogar ein Schwimmbad auf dem Dach mit Blick übers das Tal. Das Hyatt Hotel - konventionell gebaut mit einem großen Haupthaus - bezaubert mit seinen Wassergärten im asiatischen Stil.

Während die Spitzenhotels in der Hochsaison von Januar bis April Übernachtungspreise von bis zu 650 US-Dollar (727,64 Euro/1423,14 Mark) im Doppelzimmer verlangen, gibt es aber durchaus auch gute Angebote, welche die Geldbörse weniger belasten: Für beispielsweise rund 200 US-Dollar (223,89 Euro/437,89 Mark) ist eine Nacht Gold Canyon Golf Resort zu haben. Der landschaftlich schön gelegene Golfplatz darf sich sogar zur ersten Kategorie zählen: Der Dinosaur Mountain Kurs des Gold Canyon Resort (Slope rating 140/Herren-Turnierabschläge) wurde erst kürzlich vom "Arizona Business Magazine" zur Nummer eins bei den öffentlich zugänglichen Golfplätzen des Wüstenstaates gekürt.

Susann Grünwald-Aschenbrenner, dpa

IVWPixel Zählpixel

Zuletzt geändert von tea