[an error occurred while processing this directive]

Neue Tipps/Touren

Reise-Galerie

Weltkarte


Flitterwochen auf Hawaii:

Zwischen Surfern und der Feuerbergkulisse

Anklicken zum Vergrößern

HAWAII

  • Foto-Show
  • Infos/Tipps
  • Honolulu - Kaum irgendwo wird so gern ein "Ja" gehaucht wie auf den Inseln von Hawaii - und das nicht nur in der Kirche.

    Barfuß am Strand, unter einem Wasserfall oder auf dem La'ie Point, einem Lavafelsen an der Ostküste der Insel Oahu, kann der Bund fürs Leben geschlossen werden. Findige Hochzeitsplaner sorgen dafür, dass der Tag für wohlhabende Paare unvergesslich bleibt. Und Möglichkeiten für die anschließenden Flitterwochen bieten die Inseln reichlich.

    Der hawaiianische Archipel ist ein Gebirgsmassiv - und zwar vom Meeresgrund aus gemessen das höchste der Erde. Durch vulkanisches Geschehen entstanden sind die acht Hauptinseln Hawaii Big Island, Maui, Oahu, Kauai, Molokai, Lanai, Niihau und Kahoolawe. Und Geologen wissen, dass südöstlich von Big Island eine neue Insel emporwächst - bis jetzt liegt sie jedoch noch 900 Meter unter dem Meeresspiegel.

    Sonnenparadies und Surfer-Eldorado

    Hawaii gilt als Sonnenparadies und Surfer-Eldorado. Der Blick europäischer Besucher richtet sich allerdings auch stark auf der Suche nach Naturerlebnissen, die jede der Inseln auf ihre Weise zu bieten hat. "Dass die Europäer immer so aktiv sind", wundert sich da Tricia Fujikawa vom hawaiianischen Tourismusbüro in Honolulu. Tricia ist mehr auf die Einkaufsgelüste der Japaner eingestellt, die nach den US-Amerikanern die größte Touristengruppe auf Hawaii stellen.

    Gebräunte Beach-Boys und blasse Anfänger

    Glimmer, Einkaufsmeilen, Nacht- und quirliges Strandleben finden sich am Waikiki-Beach auf Oahu. Da das Wasser trotz munteren Wellengangs weit hinaus seicht wie eine Badewanne ist, können auch Ungeübte hier ihre ersten Surfversuche starten. Das Wellenreiten mit dem Brett, das schon in alten hawaiianischen Liedern besungen wurde, gehört untrennbar zur Geschichte der Inseln und ihrer Ureinwohner.

    Gebräunte Beach-Boys warten darauf, in Trockenübungen den blassen Fremden die ersten Schritte zu zeigen: Auf das Brett legen, knien und dann in leicht gebückter Haltung aufstehen. Und schon geht es hinein ins Wasser. Was bei Könnern wie ein müheloses Spiel aussieht, fordert kaum vorhandene Kraft von untrainierten Armen - und die Stehversuche auf den Wellenkämmen enden meist im Wasser. Aber es ist auch ein Vergnügen, sicher auf dem Brett liegend dem Ufer entgegen zu gleiten.

    Jede Kreatur - ob Mensch, Tier oder Pflanze - gehört zur Familie

    Das Leben ist sehr amerikanisch in Honolulu. Eine Reise über die Nordküste hin zum vegetationsreichen Osten offenbart jedoch auch ein wenig die natürliche Vielfalt der Insel. An der Ostküste drängen die Berghänge fast bis ans Wasser. Im Kualoa Beach Park beschreibt Führer Mike die Grundprinzipien der hawaiianischen Kultur: "Den Kindern wurde gelehrt, dass jede Kreatur - ob Mensch, Tier oder Pflanze - zur "ohana", zur Familie gehört und mit Respekt zu behandeln ist."

    Von den alten Sitten und Anschauungen ist aber nicht viel übrig. Erst leisteten die Missionare ganze Arbeit, danach die Amerikaner. Es gibt aber auch Bestrebungen, einiges von der ursprünglichen Kultur wiederzubeleben. So erlebt Hawaiianisch, die klangvolle Sprache mit ihren sieben Konsonanten und fünf Vokalen, derzeit eine Renaissance.

    INFO-KASTEN: HAWAII

    Informationsbüro Hawaii, Luisenstraße 7, 63263 Neu-Isenburg (Info-Tel. 01805/22 30 40)
    E-Mail: hawaii@noblekom.de
    Internet: www.gohawaii.com

    Das Leben auf Hawaii ist teuer

    Ein Großteil der ausländischen Hawaii-Besucher verbringt seine Tage nur auf Oahu und lässt sich den Zauber der Insel Maui entgehen. Auch hier leben die Einheimischen vorwiegend vom Tourismus, daneben sichert die Landwirtschaft das Einkommen. "Das Leben auf Hawaii ist teuer. Die meisten brauchen einen Zweitjob, um über die Runden zu kommen", erklärt Fa'a Tialino, der auf Maui im Hotelgewerbe arbeitet.

    Wenn's stürmisch wird, sind die Buckelwale aktiv

    Auf Maui kann es im Winter bisweilen regnerisch und stürmisch sein - ein Wetter, bei dem Buckelwale besonders aktiv sind. Jedes Jahr halten sich etwa 1800 dieser Meeressäuger von November bis Mai rund um die Inseln auf - am liebsten zwischen Maui, Kahoolawe, Lanai und Molokai. Seit 1992 ist dieser Bezirk ein strenges Schutzgebiet.

    In Lahaina im Westen der Insel Maui wartet das Beobachtungsschiff "Ocean Explorer" auf Touristen. Der Andrang ist groß, und es ist ein grandioses Erlebnis, dem Spiel der Fluken und Finnen zuzuschauen. Dazwischen zeigen sich ab und zu Schwertwale. Hunderte von Delphinen begleiten den Ausflug. "Es ist sehr selten, gleich drei Spezies auf einmal zu sehen", freut sich Brooke Porter von der "Pacific Whale Foundation", einer wissenschaftlichen Organisation zum Wal-Schutz.

    3055 Meter: Haleakala ist der größte schlafende Vulkankrater der Erde

    Von Lahaina aus geht es über Maalaea zum Iao Valley. Das Regental war früher ein heiliges Stück Land. Hier wurden Häuptlinge begraben, und hier besiegte 1790 König Kamehameha I. die Krieger der Insel. Auf dem Rückweg zur Küste zeigt der 3055 Meter hohe Haleakala, der größte schlafende Vulkankrater der Erde, dann wieder nur seine Wolkenmütze.

    Hotels wie Perlen einer Kette aneinander gereiht

    An den kilometerlangen Sandstränden der Westküste Mauis liegen die Hotels wie Perlen einer Kette aneinander gereiht. Nicht immer schön von außen anzusehen, sind manche wie das luxuriöse Hyatt Regency im Innern ein tropischer Mikrokosmos. Beim Frühstück mit Blick auf den Pazifik erzählt Hoteldirektor Frank Lavey, dass hier gern geheiratet wird: "Wir richten jährlich mehr als 250 Hochzeiten aus."

    Nicht wenige Paare wünschen eine intime Feier am Strand. Gekrönt wird sie abends am Wasser mit einem stimmungsvollen Essen bei Kerzenlicht. Was immer das Herz des Hochzeitspaares begehrt, es wird auf Hawaii erfüllt. Sogar Orchideen können für die Jungvermählten regnen - nur ist das nicht gerade etwas für den kleinen Geldbeutel.

    Heidemarie Pütz, dpa - Fotos: gms

    IVWPixel Zählpixel

    Zuletzt geändert von tea