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Hildesheim bewahrt seine Tradition:

Rosen und Romanik

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Zentrum der Hildesheimer Innenstadt - der historische Marktplatz mit dem Knochenhauer- Amtshaus wurde in der zweiten Hälfte der achtziger Jahres originalgetreu restauriert.

Hildesheim - Wenn die Bauern einst mit ihren schweren Ackerwagen nach Hildesheim fuhren, dann hieß es: "Jetzt geht es in den Pott." Im Tal der Innerste liegt die Bischofsstadt tatsächlich wie in einem flachen Topf, begrenzt vom Höhenzug des Hildesheimer Waldes.

Kultur gibt es hier reichlich: die romanischen Kirchen und etliche Museen ziehen Besucher an. Darüber hinaus ist Hildesheim mit rund 110 000 Einwohnern eine moderne Universitätsstadt, die auch durch die Nähe zu Weserbergland und Harz viel Abwechslung verspricht.

"Tausendjähriger Rosenstock"

Es war Ludwig der Fromme, der um das Jahr 815 am Schnittpunkt uralter Handelsrouten eine Marienkirche auf dem heutigen Domhügel gründete. Der Sage nach verirrte sich der Frankenkönig auf der Jagd und hängte bei einbrechender Dunkelheit ein Marienbild an einen wilden Rosenbusch, an dessen Zweigen es fest fror. Der göttliche Wink bewog Ludwig, an dieser Stelle eine Kirche zu errichten - die Vorläuferin des Hildesheimer Doms. In dessen Innenhof rankt sich die Rose auch heute noch als "Tausendjähriger Rosenstock" in die Höhe.

Zwar kann das stolze Alter nicht belegt werden - dennoch lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch bei der Heckenrose, die im Mai und Juni in rosafarbener Blüte steht. Danach empfiehlt sich ein Gang durch den 1079 vollendeten Dom. Die bronzenen Bernwards-Türen, die Christussäule und der Hezilo-Leuchter stammen aus dem elften Jahrhundert und zählen zu den Meisterwerken mittelalterlicher Bronzekunst.

Im Krieg stark bombardiert
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Bischofskirche seit dem Jahr 1079 - der Hildesheimer Dom birgt in seinem Innenhof auch den berühmten Tausendjährigen Rosenstock.

Beim Rundgang durch die romanische Anlage lassen sich die schweren Bombenschäden nur noch erahnen: Im März 1945 verbrannte mit dem Dom auch der Rosenstock. Doch schon kurze Zeit später sprossen wieder Triebe aus dem verkohlten Stumpf, für viele Hildesheimer ein Sinnbild für den Wiederaufbau der gesamten Stadt. Zwar ist das vom Fachwerk geprägte Hildesheim weitgehend verschwunden, dennoch blieben der Stadt größere Bausünden in der Nachkriegszeit weitgehend erspart. Vielfach gegliederte Giebelhäuser säumen die Straßen innerhalb der alten Wallanlagen, auch der historische Grundriss blieb überwiegend erhalten.

Der Marktplatz ist der Stolz der Bewohner

Besonders stolz sind die Hildesheimer auf den Marktplatz, der von 1984 bis 1990 originalgetreu wieder aufgebaut wurde. Rund ein Dutzend Häuser beherbergen hinter historischen Fassaden Banken, Hotels und Restaurants. Berühmtestes Bauwerk ist das Knochenhauer-Amtshaus, das mit einer Giebelhöhe von 26 Metern und reichhaltigem Schnitzwerk zu den größten Fachwerkhäusern Deutschlands zählt. Der 1529 vollendete Ursprungsbau wurde von 1986 an mit 400 Kubikmetern Eichenholz wieder errichtet. Schwere Balken schmücken auch das Restaurant im Innern, ein Gewölbekeller verbreitet mittelalterliches Flair. Wer die Stiegen zu den oberen Stockwerken hinaufsteigt, findet dort das Stadtmuseum.

Infos:

Tourist Information Hildesheim
Rathausstraße 18-20, 31134 Hildesheim
Tel.: 05121/179 80, Fax 05121/17 98 88,
Internet:www.hildesheim.de

Vom Marktplatz ist es nicht weit bis zur Andreaskirche mit dem 114 Meter hohen Kirchturm. Nach den 364 Stufen bis zur Aussichtsplattform winkt als Belohnung ein weiter Blick in das grüne Umland - selbst die Ausläufer des 20 Kilometer entfernten Hannover sind bei schönem Wetter zu erkennen. Ohne weiteres möglich ist die Turmbesteigung vom 1. April bis zum 31. Oktober, bei vorheriger Anmeldung unter der Telefonnummer 05121/30 13 95 jedoch auch sonst jederzeit.

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Last edited: tea 03.12.2004 16:07