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Fähre mit Ausblick:

Hongkong vom Wasser aus gesehen

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Hongkong

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Hongkong - Ohne Wasser wäre Hongkong nichts. Die strategisch günstige Lage am Südchinesischen Meer ließ die Engländer 1841 zugreifen und den Steinhaufen unter dem Wendekreis des Krebses "auf ewig" zum britischen Stützpunkt erklären.

Seitdem hat sich die Stadt erheblich verändert - und seit fast fünf Jahren gehört sie nicht mehr der britischen Königin, sondern dem "Reich der Mitte" China. Doch das grüne Wasser des Victoria Harbour bestimmt noch immer Hongkongs Sein und Streben.

Eine Fährfahrt über den Tiefseehafen ist auch der beste Weg, die Stadt kennen und lieben zu lernen. Seit mehr als einem Jahrhundert setzen die Boote der Star Ferry Company von einem Ufer zum anderen. Die Reise für 2,20 Hongkong-Dollar (rund 0,35 Euro) dauert nicht einmal acht Minuten, ist aber vor allem für Neuankömmlinge ein unvergessliches Erlebnis.

Wer sich nicht den Hals verrenken will, sollte seine erste Fahrt von der Halbinsel Kowloon beim Ableger Tsim Sha Tsui mit Ziel "Central" starten. Um die schwankende, betagte Doppeldecker-Dieselfähre - früher saßen oben an der frischen Luft die Briten und unten die chinesischen Arbeiter - kurven Frachter und Schnellboote, manchmal gleitet ein Ozeanriese der großen Kreuzfahrtunternehmen vorbei, selten geworden sind die traditionellen Dschunken.

Wolkenkratzer von Hongkong Island recken sich dicht in den Himmel

Geradeaus in Blickrichtung aber recken sich dicht an dicht die Wolkenkratzer von Hongkong Island in den Himmel. Ihre Antennenspitzen scheinen fast den Gipfel des 550 Meter hohen Peak zu erreichen. Auf dem Hausberg der ehemaligen Kronkolonie wohnen seit den ersten Tagen der Briten die wirklich Wichtigen und Reichen. In einem Katalog internationaler touristischer Wahrzeichen wäre es dieses Wolkenkratzer-Panorama, mit dem Hongkong für sich werben würde.

Das Konglomerat der Büro- und Bankenriesen verdeutlicht, wofür Hongkong steht: Geschäfte machen. So simpel ist der Daseinszweck stets gewesen, schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als die Briten über diese Felseninsel China mit Opium und anderen Handelsgütern versorgten.

Die Masse und die Dichte der Hochhäuser faszinieren den Betrachter, architektonische Glanzstücke leuchten hingegen nur wenige auf. Und sämtliche entstammen der jungen Vergangenheit, als sich auch unter Hongkonger Potentaten die Erkenntnis durchsetzte, dass neben Nützlichkeitserwägungen und Kostenbewusstsein auch Ästhetik einen Wert haben könnte - und sei es nur, um im Häusermeer mit einem markanten Gebäude die eigene Wichtigkeit zu betonen.

Bank of China Tower sorgt für schlechtes "Feng Shui"

Einer der auffallendsten Türme ist der Bank of China Tower des Sino-Amerikaners I.M. Pei, dem auch die Glaspyramide des Louvre in Paris zu verdanken ist. 70 Stockwerke stapeln sich 368 Meter hoch. Der prismatisch wirkende Bau mit einer Fassade aus metallicblauem Glas ist in der Stadt jedoch nicht sehr beliebt: Seine spitzen Ecken und schiefen Ebenen verstoßen aus Sicht der abergläubischen Hongkong-Chinesen gegen die Prinzipien der Geomantik - sie sorgen für schlechtes "Feng Shui".

INFO-KASTEN: Hongkong

Hongkong Tourism Board, Humboldtstraße 94, 60318 Frankfurt/Main (Tel.: 069/959 12 90, Fax: 069/597 80 50)
E-Mail: frawwo@hktourismboard.com
Internet: http://www.DiscoverHongKong.com

Besser hat es der Brite Sir Norman Foster mit dem Konkurrenzgebäude der Hongkong & Shanghai Bank getroffen. Der geradlinige Kasten ist in seinen Feng-Shui-Schwingungen unauffällig, im Inneren wirkt er fast wie eine europäische Kathedrale. Eine computergesteuerte "Lichtschaufel" an der Südfassade lenkt Tageslicht in das riesige Atrium.

Höchstes Gebäude der Stadt ist mit 374 Metern und 78 Etagen der Büroturm Central Plaza. Nachts signalisiert der Farbenwechsel auf der illuminierten Spitze die Uhrzeit. Nach Einbruch der Dunkelheit ist die Hochhauskulisse sowieso doppelt so schön mit ihren tausend Lichtern und Leuchtreklamen.

Vom "duftenden Hafen" merkt man wenig

Hongkong heißt übersetzt "duftender Hafen". Doch davon merkt der Reisende auf der Star Ferry wenig, bestenfalls ist der Geruch auf dem Wasser unauffällig. Das Gefühl der offenen Weite des 800 Meter breiten Hafenbeckens aber ist ein Luxus, den auch der Besucher bald zu schätzen lernt: Gerade einmal sieben bis neun Quadratmeter stehen jedem Einwohner Hongkongs statistisch zur Verfügung. Was das bedeutet, merkt man, wenn man am Fährpier in Central aussteigt und hineinmarschiert in die Häuserschluchten rund um die Queen's Road. Vor allem zur Rushhour ist auf Bürgersteigen und Straßen kaum ein Durchkommen, jede Ecke ist zugebaut.

Lichter und leerer wird es erst wieder, wenn man den Peak besteigt. Von seiner Spitze, zu der schnell, günstig und spektakulär auch eine altertümliche Tram fährt, schaut man auf das Häusermeer von Hongkong Island. Auch das nicht minder eng besiedelte Kowloon ist gut zu sehen und das dazwischen liegende grüne Wasser des Victoria Harbour, auf dessen Wellen die Boote der Star Ferry seit 100 Jahren unentwegt dem anderen Ufer entgegen schaukeln.

Frank Rumpf, dpa

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