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Irland im Frühling:

Die "Grüne Insel" einmal ganz in Gelb

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Gelb blüht der Ginster - wie hier am Nephin Mountain in der Grafschaft Mayo verwandelt sich Irland im Frühling fast überall in ein Meer aus bunten Farben.

Dublin - Wer behauptet, dass die "Grüne Insel" immer grün ist, der hat Irland noch nicht im Frühjahr besucht.

Denn dann leuchtet die Landschaft gelb von den Ginsterbüschen, die die Wege säumen und bis in den Vorgärten hinein wachsen. Und durch die salzige Brise, die vom Meer her weht, zieht dann ein würziger Duft von Blüten und frischem Gras, der den Sinnen vortäuscht, man sei irgendwo im Süden. So ganz falsch ist dieser Eindruck auch gar nicht, denn der Golfstrom lässt im ganzjährig milden Klima sogar Palmen wachsen.

Wälder und steile Klippen

Auch am 136 Kilometer langen "Ring of Kerry" an der Atlantikküste ist die wilde Landschaft im Frühling in ein sattes Gelb getaucht. An der Küstenstraße wechseln sich Sandbuchten, Wälder und Fischerdörfer mit strohgedeckten Häusern und steilen Klippen ab. Allerdings reichen sie nicht an die 200 Meter hohen Ciffs of Moher heran, nördlich von Kerry in der Grafschaft Clare gelegen. Die natürliche Attraktion können Touristen in diesem Jahr auch von unten bestaunen: Die Trips im atlantiktauglichen Boot starten in Liscannor und kosten 18 Euro.

"Große Freiheit" per Boot auf dem Shannon

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Geruhsam über die Wasserwege - für die Hausbootfahrer auf dem Shannon beginnt im Frühling eine neue Saison.

Wer die "Große Freiheit" per Boot erleben möchte, kann zu einer Tour auf dem Shannon in der Republik Irland und dem noch geruhsameren Erne in Nordirland starten. Seit Öffnung des Shannon-Erne-Kanals 1994 bildet die Fluss- und Seenlandschaft eine 750 Kilometer lange Wasserstraße. Rund 38 Millionen Euro haben die Regierungen für das Projekt ausgegeben, einen Gutteil davon für 16 Schleusen, die jetzt per Knopfdruck bedienbar sind. 19 Charterfirmen bieten Kabinenkreuzer an, einen Bootsführerschein müssen Irland-Urlauber nicht mitbringen.

Kein Weg sollte im Irischen Frühling am Giant's Causeway in Nordirland vorbei führen: Rund 37 000 bis zu 15 Meter hohe Basaltsäulen ragen dort in Ulster ins Meer hinein. Die meisten sind sechseckig und entstanden nach einem unterirdischen Vulkanausbruch.

Gartenbau und Gartenarchitektur haben in Irland eine lange Tradition

INFO-KASTEN: Irland

Tourism Ireland, Untermainanlage 7, 60329 Frankfurt (Tel. 069/923 18 50, Fax: 069/92 31 85 88,
Internet: http://www.irland-ferien.de

Die Farbe Gelb dominiert im Irischen Frühling allerdings nicht überall: Weiterhin tiefgrün präsentieren sich die Greens der fast 400 Golfplätze. Wer am Golfstrom golfen will, muss wegen des beständig frischen Windes allerdings schon sehr genau peilen.

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Ein Prosit auf die großen irischen Schriftsteller: Schauspieler Derrick Reid - hier im Pub "The Palace Bar" - gehört zu den Akteuren bei der Kneipentour "Literary pub crawl" in Dublin.

Andernorts wird es dann wieder farbiger: Im Frühling wogt ein Blütenmeer durch die Parks und Gärten der Herrenhäuser, Schlösser und Klosterruinen. Gartenbau und Gartenarchitektur haben in Irland eine lange Tradition. Viele Anlagen entstanden im 18. und 19. Jahrhundert und bieten Pflanzen, die von Seefahrern mitgebracht wurden, eine neue Heimat. Entsprechend vielfältig ist die üppige, farbenfrohe Flora.

Ein Stück Bildung zum Guinness

Auch im Frühling gehört zu einer Irlandreise natürlich ein Besuch im Pub. Eine Möglichkeit dazu bietet sich in Dublin mit dem "Literary pub crawl" an, einem Kneipenzug auf den Spuren irischer Schriftsteller. In vier bis fünf Pubs wird zum Guinness ein Stück Bildung serviert: Schauspieler deklamieren aus Werken von Pubgängern wie James Joyce, Oscar Wilde und Samuel Beckett, garniert mit derben Trinkliedern. In froher Runde am Tresen werden Anekdoten zum Besten gegeben, von William Butler Yeats etwa, der nie in Pubs ging, nur einmal zu "Mulligan's", einen Schluck Sherry trank und dann sagte: "Okay, jetzt war ich mal in einem Pub, lasst uns gehen." Flann O'Brien dagegen trank gerne in "The Palace Bar" - einmal sogar mit Handschuhen, weil er seiner Frau versprochen hatte, nie wieder einen Drink zu berühren.

Dagmar Gehm, dpa

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