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Entlang der Nordwest-Passage durch Irland

Klöster und Keltentempel

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Mythische Landschaft - Navan Fort in der Nähe von Armagh war jahrhundertelang keltischer Königssitz.

Ein Geheimtipp ist Irland längst nicht mehr. Die grüne Insel am Rande Europas erlebt alljährlich in den Sommermonaten einen erstaunlichen Bevölkerungszuwachs: Camper und Tramper, Radler und Wohnmobilisten treffen sich dann auf den engen Straßen.

Allerdings zieht es die meisten Touristen in den Westen oder Süden. Auf der Nordwest-Passage, einer uralten Route von Dublin an die Atlantikküste, ist man dagegen vor Staus und Urlaubermassen sicher.

Norden galt als Reiseziel für Wagemutige

Das ist kein Zufall: Noch bis vor wenigen Jahren galt Irlands Norden als Reiseziel für Wagemutige. Schließlich waren die nördlichen Grafschaften der Republik Irland von den Counties des nach wie vor zu Großbritannien gehörenden Nordirland durch eine zum Teil streng bewachte Grenze getrennt. Davon ist heute nicht mehr viel zu sehen: Schlagbäume und Stacheldraht sind verschwunden. Der Friedensprozess hat in dieser Hinsicht bereits Wirkung gezeigt.

Wer von Dublin aus in Richtung Norden startet, braucht also weder Grenzkontrollen noch Behinderungen zu befürchten - und kann sicher sein, entlang der Strecke immer wieder interessante Entdeckungen zu machen. Dazu gehört das Boyne-Valley, ein Tal, das nach dem Fluss benannt ist, der nördlich der Hauptstadt in die Irische See mündet. Hier in der Grafschaft Meath stolpern Besucher nur so über Relikte aus der Geschichte Irlands.

An jeder Ecke Historisches
Von Mellifont Abbey sind nur noch Reste erhalten

Da sind etwa die mittelalterliche Stadt Drogheda und Mellifont Abbey, die Überreste eines Klosters aus dem zwölften Jahrhundert, das in der Neuzeit als Wohnsitz von adligen Herrschern genutzt wurde. Nur wenige Kilometer entfernt ragen die Ruinen von Monasterboice in die Landschaft - das Kloster wurde als eines der ersten des Landes im sechsten Jahrhundert gegründet. Mit 6,50 Metern ist eines der Hochkreuze, die noch zu sehen sind, das größte Irlands; ein weiteres, das "Muiredach"-Kreuz, gilt als eines der prachtvollsten.

Irische Ganggräber - älter als Pyramiden von Gizeh

Aber Irlands Geschichte, eng verbunden mit der Ausbreitung des Christentums in Europa, ist viel älter. Mary Reid, Expertin für keltische Geschichte und Mythologie aus Derry, wird nicht müde zu betonen: "Irland hat die größte Dichte vorgeschichtlicher Fundstätten in Europa." Brugh na Boinne ist der beste Beweis dafür, ein Gräberfeld an einer Biegung des Flusses. "Es wurde schon in vorkeltischer Zeit genutzt", erzählt Reid. "Die größten Ganggräber sind älter als die Pyramiden von Gizeh."

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Geändert am 14. April 2000 von to