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Israel 2000: Auf den Spuren der Bibel durch Israel

Jeder Stein hat seine Geschichte

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Kapernaum - Man muß nicht tiefreligiös sein, um den See Genezareth zu mögen. Israels wichtigstes Wasserreservoir - hoch im Norden des Landes - zieht zwar insbesondere christliche Pilger aus aller Welt an, doch hat es auch unabhängig von seiner Bedeutung für die Frühgeschichte des Christentums seinen Reiz.

Israel - Infokasten


Östlich des Ufers beginnt bereits Syrien, im Norden ist es zum Libanon nicht weit. Die Grenzen zu beiden Staaten waren in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder umstritten und umkämpft. Doch davon, daß in den von Israel besetzten Golanhöhen oder im Südlibanon Truppen stationiert sind, ist am See Genezareth nichts zu merken.

Im "Heiligen Jahr" wird es eng im Heiligen Land

Das Nordwestufer wird begrenzt von eher sanften Hügeln. Keiner der Gipfel erreicht spektakuläre Höhen. Hauptsaison ist in der Nähe von Tagba oder Kapernaum fast immer. Doch wer hier abends in der Dämmerung spazierengeht, wenn der schlimmste Touristentrubel vorbei ist, der hat gute Chancen zu verstehen, was gemeint ist, wenn gerade im Zusammenhang mit dem See Genezereth von "dieser besonderen Atmosphäre der Inspiration" gesprochen wird: Die Sonnenstrahlen fallen auf die Wasseroberfläche und tauchen gleichzeitig die Hügel in warmes Licht. Und wenn nicht gerade die Motoren abfahrender Touristenbusse zu hören sind, ist es erstaunlich still.

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Galiläa, die Region um den See, gilt als die Heimat Jesu' - dort hat er gelebt, gelehrt, seine ersten Jünger gefunden und der Bibel zufolge auch eine Reihe von Wundern vollbracht. Die im Neuen Testament erwähnten Orte sind meist nicht historisch gesichert, aber seit Jahrhunderten Ziel christlicher Pilger. Ein Höhepunkt der Besucherzahl wird für das Jahr 2000 erwartet - nach Schätzungen des Tourismusministeriums in Jerusalem kommen rund vier Millionen Gäste ins Land. Allerdings waren auch schon deutlich höhere Zahlen im Gespräch - mehr als sieben Millionen hat der Vatikan prognostiziert. Papst Johannes Paul II. hat 2000 zum "Heiligen Jahr" erklärt und seinen Besuch in Israel angekündigt, als erster Papst seit 25 Jahren.

An den klassischen Zielen der Reisegruppen aus Europa und den USA wird es im kommenden Jahr ganz sicher eng werden - auch und gerade am See Genezareth. Profane Maßnahmen für das "Heilige Jahr": Die israelische Regierung hat im Rahmen eines "Masterplans" bereits begonnen, die Zugangsstraßen zu den Pilgerstätten auszubauen. Das gilt auch für Kapernaum, der Stadt, in deren Nähe Jesus die Bergpredigt gehalten hat. Am "Berg der Seligpreisungen" steht seit mehr als 60 Jahren eine Kirche, die einen eindrucksvollen Blick auf den See erlaubt - und die damals ausgerechnet vom italienischen Diktator Benito Mussolini gestiftet wurde.

Kaparnaum war mehr als 800 Jahre vergessen
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Kaparnaum selbst war lange Zeit vergessen - erst 1838 stieß der US-amerikanische Archäologe Edward Robinson auf den Ort, der nur etwa bis ins Jahr 1000 nach Christus besiedelt war. Die Deutsche Orientgesellschaft hat dort eine Synagoge ausgegraben, von der es heißt, Jesus selbst habe sie oft besucht. Das ist mit Sicherheit falsch - sie kann frühestens aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert stammen, wie die archäologischen Funde zeigten. Sehenswert ist sie aber noch immer. Kein Volksglauben dagegen ist, daß Jesus oft in Kapernaum war und dort vermutlich auch einige Zeit gelebt hat.

In Kapernaum begegnete er auch Simon Petrus und dessen Bruder Andreas, die zu seinen ersten Jüngern zählten. Angeblich hatte Petrus in dem Ort ein Haus - über der Stelle wurde 1990 eine Kirche errichtet, die allerdings eher aussieht wie ein UFO auf Stelzen. Der Zugang zur Synagoge und zum "Haus Petri" ist begrenzt - am späten Nachmittag wird die Pforte verschlossen. "Capharnaum - The Town of Jesus" heißt es an der schmiedeeisernen Tür - man ist auf Touristen eingestellt: "No Shorts, No Decollete".  Fortsetzung

Geändert am 4. August 1999 10:46 von ahappe
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