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Frühling auf der Isola del Giglio:

Eintauchen in ein Meer von Farben

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Ein Stück Italien wie aus dem Bilderbuch - auf der toskanischen Isola del Giglio scheint die Zeit an vielen Orten stehen geblieben zu sein.

Isola del Giglio - Bunte Fischerboote ankern im smaragdgrünen Wasser, Weingärten und wuchernde Pflanzen ziehen sich an den Felshängen empor.

Die toskanische Isola del Giglio ist ein Stück Italien wie aus dem Bilderbuch: Das Klima ist mild, die Luft weich, Flora und Fauna sind auf dem Giglio - rund 100 Kilometer südlich von Elba und gut 17 Kilometer vom Festland entfernt gelegen - noch so unberührt, wie an ganz wenigen Orten Italiens.

Besucher, die nur einen Tagesausflug auf die Insel planen, sollten früh aufstehen. Denn obwohl der Giglio nur gut 21 Quadratkilometer groß ist, gibt es viel zu entdecken. Schon bei der Überfahrt mit der Fähre, die von Porto Santo Stefano aus alle zwei Stunden ablegt, sticht das kristallklare, türkisfarbene Wasser vor der Küste ins Auge. Kleine Boote schaukeln in den Wellen, am Hafen reihen sich bunte Häuschen, Cafés und Restaurants aneinander.

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Eingerahmt von mächtigen Klippen und einem Medici- Turm aus dem 18. Jahrhundert - die "Campese"- Bucht gilt als eine der schönsten der Insel.

Die Insel der Ziegen

Kurios sind die unterschiedlichen Auslegungen der Bedeutung des Wortes "Giglio": Die einen sind davon überzeugt, dass damit die Lilie - auf Italienisch "Giglio" - gemeint ist. Experten haben allerdings eine weniger romantische Übersetzung parat. Demnach handelt es sich hier um die Latinisierung des griechischen Wortes Capra oder Aegilium. Zu deutsch: Die Insel der Ziegen.

Giglio Castello thront 450 Meter über dem Meer

Das mittelalterliche Dorf Giglio Castello, das vom Hafen aus leicht mit dem Bus zu erreichen ist, thront 450 Meter über dem Meer. Im 12. Jahrhundert von den Pisanern erbaut und von einer eindrucksvollen Stadtmauer umgeben, schlängeln sich im Inneren verwunschene Gassen unter steinernen Torbögen hindurch. Die Bewohner haben ihre Häuser liebevoll mit Blumen verziert.

Ganz anders ist das Leben außerhalb der Stadtmauern: Hier herrscht buntes Markttreiben, Vespas knattern über den Asphalt. Frisch gestärkt mit einem Fruchteis, wagen einige Touristen dann zu Fuß den etwas strapaziösen Abstieg zum Ufer durch die dichte Mittelmeer-Macchia.

Strandnamen klingen wie Musik in den Ohren

INFO-KASTEN: Isola del Giglio

Fähren legen vom Festland aus etwa alle zwei Stunden von Porto Santo Stefano (Monte Argentario) zum Giglio ab, im August auch häufiger. Touristen können gegen Aufpreis ihr Auto oder Motorrad mitnehmen. Die einfache Überfahrt kostet etwa 5,70 Euro (11,15 Mark) pro Person und dauert zirka eine Stunde. Der Giglio bietet eine Vielzahl von Übernachtungsmöglichkeiten, darunter Zwei- und Drei-Sterne-Hotels sowie einen Campingplatz. Von Rom aus fahren Züge nach Orbetello auf dem Monte Argentario.
Weitere Infos unter http://www.isoladelgiglio.artec.it

Unten wechseln Lagunen, Stein- und Sandstrände in regelmäßigen Abständen. "Scalettino", "Arenella", "Le Cannelle", "Caldane" - Giglio-Fans klingen diese Strandnamen wie Musik in den Ohren. Die herrliche Sandbucht "Campese" wird auf der einen Seite von einer mächtigen Klippe und auf der anderen von einem eindrucksvollen Medici-Turm aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts begrenzt.

Mittelmeerflora und dichte Weingärten

Tauchern ist die Isola del Giglio wegen ihrer vielfältigen Unterwasserwelt ein Begriff. Und auch an Land verzücken äußerst seltene botanische Arten, eine reiche Mittelmeerflora und dichte Weingärten Naturliebhaber aus aller Welt. Wenn der Frühling kommt, schwelgt der ganze Giglio in einem Meer von Farben und Gerüchen.

Carola Frentzen, dpa

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