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Der Südwesten Jamaikas

Karibik einmal nicht "all inclusive"

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Wild romantische Flusslandschaft - auch das hat Jamaika zu bieten.

Black River - Sonne, Strände und Sex, Reggae, Rastafaris und Rum - es gibt viele Gründe, warum Europäer so gern auf Jamaika Urlaub machen.

Auch die tropische Natur spielt eine wichtige Rolle, ist doch die drittgrößte Karibikinsel von üppiger, immergrüner Vegetation bedeckt. Dennoch verbringen manche Reisende ihre Ferien komplett in einem "All inclusive"-Hotel und verlassen die Orte Negril, Ocho Rios und Montego Bay erst wieder, wenn es zum Flugzeug gen Heimat geht. Dabei zeigt sich Jamaika gerade abseits der touristisch vollständig erschlossenen Gebiete von seiner besten Seite - etwa im stark von der Landwirtschaft geprägten Bezirk St. Elizabeth im Südwesten der Insel.

Hier können Touristen ein noch weitgehend ursprüngliches Jamaika erleben - zum Beispiel an den YS-Falls, etwa eine Stunde nördlich des Hafenortes Black River, der sich gut als Ausgangspunkt für Touren in St. Elizabeth eignet. An den Wasserfällen können die Besucher Tarzan spielen - unter anderem mit Hilfe von Steve, einem der einheimischen Führer, die sich jeden Morgen schon früh an den YS-Falls einfinden, in der Hoffnung auf ein Trinkgeld von zehn bis 20 Mark pro Besucher.

Touristen wie Tarzan an der Liane

"Come on, keine Angst", sagt Steve in donnerndem Englisch und formt die Hände so, als wolle er dem Gast per "Räuberleiter" über einen Zaun helfen. Einen Fuß hinein gestellt, die Liane weit oben gepackt - und los geht's. Steve gibt Anschub, der Tourist segelt durch die Luft auf die Fälle zu. "Jump now", brüllt der kräftige Schwarze ihm nach.

Nicht ganz wie Johnny Weissmüller fällt der Hobby-Tarzan aus zwei Metern Höhe ins Wasser. Die wenigen Zuschauer applaudieren dennoch - früh am Vormittag sind die Individualreisenden noch unter sich. Per Mietwagen angereist, haben sie sich nach Zahlung der Eintrittsgebühr mit einem Traktorgespann vom Parkplatz zum Wasserfall schaukeln lassen. Die Busse aus Negril und Montego Bay werden erst später am Tag erwartet.

Die helle Haut stammt von deutschen Einwanderern
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So stellt man sich das Leben auf der Karibik-Insel vor: Sonne, Strand und kristall-klares Wasser.

Wer die schmale Straße von den YS-Falls weiter nach Norden fährt, erreicht Seaford Town, ein Dorf in den Hügeln, das zum Nachbarbezirk Westmoreland gehört. Hierhin verirren sich vor allem deutsche Touristen, die auf Jamaika individuell reisen.

Denn 1834 haben sich in Seaford Town deutsche Einwanderer niedergelassen, und bis heute prägen hellhäutige Bewohner das Dorfbild, da die Familien vor allem untereinander geheiratet haben. Deutsch spricht längst niemand mehr, doch gibt es ein kleines Museum nahe der Kirche, das die von vielen enttäuschten Hoffnungen gespickte Geschichte der Auswanderer erzählt.

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Last edited: mis 03.12.2004 16:07