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Kanadas Metropole Montreal

Multi-Kulti am königlichen Berg

Montreal

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Montreal - Ein überwältigendes Wechselspiel von Wassern, Wäldern, Wiesen und Wolken: So erlebte der Franzose Jaques Cartier 1534 den Blick von der Anhöhe der Insel im St. Lorenz-Strom. Als ersten Weißen hatten ihn die damals dort siedelnden Mohawk-Indianer mit auf ihren Hausberg genommen.

Cartier reklamierte alles Land, das er von oben überblicken konnte, umgehend für Frankreich - und taufte die einzige größere Umgebung der Region "Mont Royal", den königlichen Berg. Daraus entwickelte sich später der Name Mont Real, und so wurde auch die Stadt benannt, die sich später am Fuße des Berges auszubreiten begann.

Heute ist Montreal mit rund 3,3 Millionen Einwohner die zweitgrößte Stadt Kanadas hinter Toronto - und die nach Paris größte französischsprachige Stadt der Welt. Diese Mischung aus "Savoir vivre" und "American way of life", gemischt mit den Einflüssen der späterer Einwanderer wie Chinesen, Italiener, orientalischen Juden und Indern, ist es auch, die den besonderen Reiz der Stadt im Osten Kanadas ausmacht.

Architektonisch top, planerisch gefloppt: Der Olympiapark

Nach wie vor einer der schönsten Wege, sich Montreal anzunähern, ist der Ausblick vom Hausberg. Zu beiden Seiten des Berges breiten sich die vornehmsten Viertel der Stadt mit ihren prächtigen Villen und Parks aus. Fast zum Greifen nah liegen auch die Hochhäuser der Innenstadt. Weil die Montrealer streng darauf achten, dass kein Gebäude höher als der von ihnen so geschätzte und 233 Meter hohe Mont Royal ist, bringt es Montreals höchstes Haus, das 51 Stockwerke zählende "1000 de la Gauchetiere", auf genau 232 Meter. Am Horizont schließlich schimmert der mächtige St. Lorenz-Strom, der sich wie ein blaues Band um die Stadt legt.

Ins Auge fällt auch das Olympiagelände mit seinem markanten Turm. Sonderlich stolz sind die Montrealer auf den architektonisch beeindruckenden Olympiapark allerdings nicht: Noch bis zum Jahr 2006 müssen sie die Schulden für den falsch geplanten Komplex abzahlen, der 1976 nicht einmal rechtzeitig zur Eröffnungsfeier fertig wurde.

U-Bahn-Bau ließ Insel im Fluss entstehen

Neben den Olympischen Spielen 1976 war es vor allem die Weltausstellung Expo 67, die die Stadt zum Anlass für eine radikale Erneuerung nahm. Sie genehmigte sich zum Beispiel ein modernes U-Bahn-System, und mit dem anfallenden Erdreich wurde eine künstliche Insel im Fluss und damit Platz für das Expo-Areal geschaffen. Heute ist die Ile Notre-Dame vor allem als Schauplatz des Formel-1-Grand-Prix bekannt.

Auch die Idee von einer unterirdischen Stadt wurde Anfang der sechziger Jahre beim Bau eines Hochhauses im Stadtzentrum geboren. Schrittweise ist eine riesige "Stadt im Untergrund" entstanden. Überall in Downtown führen Rolltreppen hinab in die "Ville souterraine", ein verschachteltes Netz von Passagen und Tunnels, Galerien und unterirdischen Plätzen mit einer Länge von mehr als 30 Kilometern. Vor allem im Winter, wenn die Stadt meterhoch im Schnee versinkt ist die Unterwelt mit zahlreichen Restaurants, Kinos und Läden ein beliebter Treffpunkt der Montrealer.

INFO-KASTEN: Montreal

Destination Quebec, c/o Lange Touristik-Dienst, Postfach 20 02 47, 63469 Maintal. Tel.: 01805/52 62 32, 12 Cent/Minute, Fax 06181/49 75 58, E-Mail: Quebec-info@t-online.de

Pariser Flair auf den Straßen ist allgegenwärtig

Zu den Sehenswürdigkeiten Montreals gehört auch die Altstadt, mit ihren kopfsteingepflasterten Gassen und Straßen ein Stück altes Europa auf dem nordamerikanischen Kontinent. Ebenfalls reges Treiben herrscht in den Sommermonaten am Alten Hafen, von wo aus auch Ausflugsschiffe zu Hafenrundfahrten und Schnellboote zu den Lachine-Stromschnellen starten. Überall gibt es hier kleine Galerien, Kinos, Kneipen mit Live-Musik und Experimentierbühnen - und der Besucher fühlt sich beinahe so, als wäre er in den Straßen von Paris unterwegs.

Detlef Berg, dpa - Fotos: gms

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