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Der beste Blick auf Kapstadt

Lion's Head als Tafelberg-Alternative

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Gute Aussichten - wer den Lion's Head erklimmt, kann über die Strände von Camps Bay hinweg auch den Norden der Kaphalbinsel in Augenschein nehmen.

Kapstadt - Wohl keine andere Metropole weltweit wird so sehr vor einem einzigen Berg beherrscht wie Kapstadt. Von wo auch der Blick auf die zweitgrößte Stadt Südafrikas fällt:

Der 1087 Meter hohe Tafelberg hält sich fast immer wie eine gewaltige Theaterkulisse im Hintergrund. Hobbyfotografen lieben die Szenerie, wenn sie etwa mit der Fähre zur vorgelagerten ehemaligen Gefängnisinsel Robben Island übersetzen und die Wolkenkratzer hinter dem Kielwasser immer kleiner werden, der Berg aber an Mächtigkeit sogar noch gewinnt. Auch zu dem belebten Hafenviertel an der Waterfront bietet der karge Tafelberg dahinter einen starken Kontrast. Den vielleicht besten Blick auf den Berg und auf Kapstadt allerdings haben die Wanderer am Lion's Head, einem etwas näher an der Stadt gelegenen Erhebung.

Drei Stunden Fußmarsch zu Lion's Head und zurück

Gut drei Stunden lang dauert der Fußmarsch vom Parkplatz auf die 669 Meter hohen Lion's Head und zurück. Die Besteigung ist dabei kein Spaziergang: Zwar windet sich der Trampelpfad zunächst noch mit einer nur leichten Steigung wie eine Spirale um den Gipfel. Zum Schluss aber gestaltet sich der Ausflug als echte Kraxelei - ohne wirklich gutes Schuhwerk hat hier niemand etwas verloren. Auch ist auf dem Weg nach oben Schwindelfreiheit erforderlich. Zwei in das Gestein eingelassene Eisenleitern helfen an den schwersten Stellen.

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Am Gipfel angekommen: Vom Tafelberg- Plateauaus sind das Zentrum von Kapstadt, der Signalhügel nahe am Atlantik sowie der Lion's Head (links) mit einem Blick gut zu erfassen.

Atem beraubende Rundumsicht

Der Schweiß treibende Aufstieg wird mit einer Atem beraubenden Rundumsicht belohnt: Im Norden und Osten das Zentrum Kapstadts mit dem Hafen und der Table Bay samt des beliebten Bloubergstrandes; im Westen die endlosen Weiten des Atlantischen Ozeans, dessen Wellen an den weißen Strand von Camps Bay branden; im Süden die Anfänge der Kap-Halbinsel; und im Südosten - natürlich - der Tafelberg. Von kaum einem anderen Platz aus haben Reisende das drei Kilometer breite Plateau und die City zugleich so gut im Blick wie vom Lion's Head aus. Das Auge weiß gar nicht, wohin es zuerst schauen soll - und weil der Weg hinauf so mühsam ist, bleibt der Andrang hier eher gering.

Tafelberg ist auch ein beliebtes Ziel für Wanderer

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Lebhaftes Treiben - auch für das Einkaufs- und Vergnügungsviertel an der Victoria & Alfred Waterfront bildet der Tafelberg den beherrschenden Hintergrund.

Auch der Tafelberg ist ein beliebtes Ziel für Wanderer: Mehr als 300 Fußwege führen zum Gipfel hinauf, weiß die aus Troisdorf bei Köln stammende Touristenführerin Ellen Feibig, die seit fast neun Jahren Urlauber in Südafrika betreut. Mehrere Stunden lang dauert der Aufstieg - unter der brennenden südlichen Sonne nicht immer ein Vergnügen. Die meisten Besucher "erklimmen" den Tafelberg deshalb mit Hilfe der 1929 eingerichteten und 1997 komplett überholten Seilbahn.

An 1200 Meter langen, 18 Tonnen schweren Kabeln werden die runden Kabinen mit einem Tempo von zehn Metern pro Sekunde in die Höhe getragen. Dabei dreht sich die Kabine um die eigene Achse, so dass die Passagiere mal die steile Bergwand und mal die Hafenbucht im Blick haben. Hin und zurück kostet der Spaß 85 Rand (8,70 Euro/17 Mark), einfache Fahrten gibt es für 45 Rand (4,60 Euro/9 Mark).

Berlin liegt exakt 9624 Kilometer entfernt im Norden

INFO-KASTEN: Kapstadt

South African Tourism, An der Hauptwache 11, 60313 Frankfurt/Main (Tel.: 01805/72 22 55, Fax: 069/28 09 50)
Internet: http://www.satour.de" target="_blank">www.satour.de
E-Mail: info@southafricantourism.de

Auf dem Plateau weht oft ein kräftiger, kalter Wind, der rasch den Tafelberg in Wolken hüllt und damit bisweilen auch den Betrieb der Seilbahn zum Erliegen bringt. Klippschliefer huschen über das steinige Erdreich - die dem Murmeltier ähnlichen Geschöpfe, von den Einheimischen "Dassie" genannt, sind die nächsten Verwandten des Elefanten, erläutert Ellen Feibig ihren staunenden Zuhörern. Ein Modell der Kap-Halbinsel samt Windrose verrät, dass Berlin exakt 9624 Kilometer entfernt im Norden liegt, der Südpol dagegen 6245 Kilometer weit im Süden. Und dann ist da noch der Blick auf Kapstadt, der auch von hier aus Atem beraubend ist - nur dass sich ausnahmsweise einmal nicht der Tafelberg in den Hintergrund drängt.

Christian Röwekamp, dpa

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