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Die Karibik

Tauchen auf den ABC-Inseln

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Nicht nur die traumhafte Sonnenuntergänge locken die Touristen in die Kraibik.

Kralendijk - 2000 ist gelb, 99 war grün. Und im nächsten Jahr werden die Nummernschilder vielleicht mal pink sein? "Der Schilderklau nahm überhand", sagt Corinne Seket, Fremdenführerin auf Bonaire. "Die Touristen haben sie abgeschraubt und mitgenommen." Die Regierung zieht nun am Ende jeden Jahres die Kennzeichen ein und verkauft sie den Gästen.

Karibik - Infokasten

Die Autobesitzer kriegen neue Schilder - in einer anderen Farbe, aber nur, wenn sie die Steuern für das kommende Jahr bezahlt haben. Das klappt, und die Inselpolizei ist längst wieder arbeitslos, wenn auch die begehrten Worte auf den Kennzeichen geblieben sind: "BONAIRE, N.A. - DIVERS PARADISE" - ein Paradies für Taucher.

Schon die Spanier klauten auf den Inseln

Etwas mitgehenzulassen hat hier Tradition: Vor 500 Jahren kreuzten die ersten Spanier auf und besetzten Bonaire, Aruba und Curacao. Weil die steinigen Korallenböden nicht viel hergaben, verschleppten sie kurzerhand die Indianer als Minenarbeiter ins heutige Kuba. Später verlor Spanien ganz das Interesse an den "Islas inutiles", den "unnützen Inseln".

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Freundlichen Menschen begegnet der Tourist überall.

Holländer kamen und blieben

Händler aus Holland kamen und blieben bis heute. Sie verstanden es besser, auf kargen Böden gute Geschäfte zu machen und exportierten Salz nach Europa. Das heiße Klima mit extrem wenig Regen war ideal, um durch die Verdunstung von Meerwasser Salz herzustellen. Die Arbeit in den Salinen machten afrikanische Sklaven. Der Bedarf an Arbeitskräften war in der Neuen Welt so groß, dass der Menschenhandel in den nächsten 250 Jahren zur wichtigsten Geldquelle wurde.

Augenkranker Gouverneur mochte es bunt

Besonders Willemstad auf Curacao blühte auf und wurde das reiche Zentrum der niederländischen Karibik. Aus jener Zeit stammen die Kaufmannshäuser der Altstadt, die alle bunt sind, weil ein augenkranker Gouverneur den Anblick weißer Fassaden nicht ertragen konnte. Sie prägen noch heute das Stadtbild. Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen Unesco war begeistert, und so wurde Willemstad vor wenigen Jahren zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt.

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Bunte Farben kann man in der Karibik überall entdecken.

Die Handelsgüter wechselten im Laufe der Zeit. Der Sklavenhandel verschwand Mitte des letzten Jahrhunderts. Das Öl kam und mehrte den Wohlstand. Auf Curacao und Aruba veredeln zwei der größten Raffinerien der Welt das Erdöl aus Venezuela. Nur Bonaire blieb lange wirtschaftlich zurück. Salz, Fischerei und ein wenig Landwirtschaft waren die spärliche Lebensgrundlage der Inselbewohner.

Der Abgang in die Tiefe bringt Geld

Dann kam der, an den sich hier fast keiner erinnert, der aber eine Welle auslöste, die jährlich Tausende auf die Insel spült und den 12.000 Menschen heute das Einkommen sichert: Hans Hass war 1939 weltweit der Erste, der in Korallenriffen tauchte und Filme drehte, mit denen er Millionen Menschen faszinierte und viele zum Tauchen verführte.

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Der Rausch der Tiefe und die Schönheit der Unterwasserwelt - Taucherherz, was willst du mehr?

Ihm können Besucher auch heute noch folgen, abtauchen, das Dach des Korallenriffs überfliegen und über die Riffkante hinweg in die Tiefe schweben. Der Abhang lenkt die Blicke ins Bodenlose. Das Blau des Meeres verdichtet sich, wird kräftiger, violetter und schwärzer. Lichtstrahlen stürzen hinab und werden von silbernen Rücken reflektiert. Der Blick nach oben ist grandios: Schwarz setzen sich die Körper der Fische vom hellblauen Wasserhimmel ab. Schwärme fliegen in Formation vorbei, während weiter oben große Holzmakrelen patrouillieren und auf der Suche nach Beute Unruhe verbreiten.

Das Wasser ist klar, und aus 30 Metern Tiefe ist die Unterseite der Meeresoberfläche noch deutlich zu erkennen. Wie eine Stadt erscheint das Riff, planlos gebaut von hirnlosen Tieren. Ihre Bauwerke spotten der Statik: Auf dünner Basis ragen sie empor, sind kopflastig und vielfach verzweigt, doch sie stürzen nicht ein. Korallen gleichen Wolkenkratzern und Funktürmen, Schwämme Schornsteinen oder Satellitenschüsseln. Im Licht der Lampe zeigen sie Farben wie ein Textmarker - grellgelb, blau, violett.

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Last edited: mis 03.12.2004 16:07