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Kenias Strände:

Palmen-Paradies mit kleinen Schönheitsfehlern

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Kenia

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Mombasa - Es könnte alles so schön sein: weißer Sand, Palmen, das türkisfarbene Meer und darüber ein wolkenloser Himmel.

Die Reiseveranstalter übertreiben nicht, wenn sie die Küsten nördlich und südlich von Mombasa als "Bilderbuchstrände" anpreisen. Doch die Schönheit der Natur ist nicht alles. Denn so richtig genießen können die Urlauber den Strand nicht - auch wenn er noch so schön ist.

Belagert von Beachboys

Noch bevor sie ihr Badetuch ausgebreitet haben, werden die Touristen oft schon belagert - von hartnäckigen Beachboys, die immer nur das Eine wollen: verkaufen. Entweder sich selbst oder billige Ware, deren Vertrieb den Lebensunterhalt der ganzen Familie sichern soll. Hartnäckig wird gefeilscht, gehandelt, getauscht und manchmal auch betrogen - von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang.

Die Armut ist in vielen Stadtteilen nicht zu übersehen

Allerdings sind die aufdringlichen Beachboys kein Grund, sich den Urlaub vermiesen zu lassen. Auf dem Weg vom Flughafen Mombasa zu den Hotels wird schnell klar: Aus reinem Vergnügen gehen die jungen Männer ihrem Geschäft nicht nach. Zwar ist Mombasa eine quirlige Wirtschaftsmetropole, aber die Armut ist dennoch in vielen Stadtteilen nicht zu übersehen. Trotzdem: Im Gegensatz zur Hauptstadt Nairobi ist Mombasa nicht überall ein heißes Pflaster. Im Bereich der Likoni-Fähre, die von Mombasa Island zur Südküste führt, ist allerdings große Vorsicht geboten - und das nicht nur bei Nacht.

Jenseits der Fähre beginnt dann das tropische Paradies mit einer Hotellerie der Luxusklasse, ungezählten Kokospalmen und endlos erscheinenden Sandstränden. Vom Shelly Beach bis zum makellosen Diani Beach reihen sich die Hotels aneinander. Die weitläufigen Anlagen sind erst in den vergangenen Jahren entstanden. Sie klotzen nicht mit viel Beton, sondern fügen sich mit ihren zweistöckigen Lodges in die Landschaft ein. Tennisplätze, Wassersportmöglichkeiten und großzügige Badelandschaften sind Standard, hinzu kommen üppige Gärten. Und immer ist "alles inklusive".

Wo Palmen Spalier stehen

Auch an der luxuriösen Northcoast stehen die Palmen Spalier - bis zum 120 Kilometer nördlich von Mombasa gelegenen Malindi. Der Ort ist das älteste Touristenzentrum Kenias - ohne historische Bausubstanz, aber mit etlichen Straßencafés, edlen Boutiquen und Souvenirshops.

INFO-KASTEN: Kenia

Nonstop-Flüge von Deutschland nach Mombasa bieten die LTU (einmal pro Woche ab München), Air Seychelles (einmal pro Woche ab Frankfurt) sowie die zum Thomas-Cook-Konzern gehörende Condor (mittwochs und freitags ab Frankfurt) an. Eine Prophylaxe gegen Malaria ist ein Muss. Auch sterile Einwegspritzen, die in medizinischen Notfällen verwendet werden können, gehören ins Gepäck.
Kenya Tourist Board, c/o The Mangum Group, Herzogspitalstraße 5, 80331 München (Tel.: 089/23 66 21 95, Fax: 089/260 40 09)
Internet: http://www.magicalkenya.com.

Doch es gibt in Kenia weit mehr zu sehen als Strand, Sonne und Meer. Die Küsten nördlich und südlich von Mombasa sind ideale Ausgangspunkte für Safaris. Besonders sehenswert ist die Masai-Mara National Reserve westlich von Nairobi an der Grenze zu Tansania. Hier begegnet der Reisende einem Afrika wie aus dem Bilderbuch mit einer ungeheuren Artenvielfalt. Es sind vor allem die großen Gnu-, Zebra- und Gazellenherden, die auf ihrer Wanderung von der Serengeti zum Mara River im Juli und August hier gesehen werden können.

In der Regenzeit geht es nur im Schritttempo voran

Beschwerlich ist allerdings die Fahrt zu den Nationalparks. In der Regenzeit von Anfang November bis Ende Dezember sowie von April bis Juni sind etliche Straßen unpassierbar. Strandurlaub ist dann zwar möglich, weil es zwischen den einzelnen Sturzgüssen immer wieder längere sonnige Abschnitte gibt. Auf den aufgeweichten Straßen geht es aber mitunter nur im Schritttempo voran. Wasserlöcher und stecken gebliebene Lkw verursachen immer wieder Verzögerungen, aber die Anfahrt lohnt sich trotzdem: Elefanten, Giraffen, Löwen, Zebras, Geparden und Impalas in freier Wildbahn lassen sich gut beobachten.

Heike van Braak, dpa - Fotos: gms

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