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Südkorea

Faszinierende Mischung aus Moderne und Tradition

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Südkorea

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  • Seoul - Voller Stolz weist Herr Mun Son Il auf das Modell des Fußballstadions von Seoul: "Schauen Sie, das Stadion nimmt Formen und Linien alter koreanischer Architektur auf.

    Es gleicht einem Tablett, auf dem symbolisch die koreanische Gastfreundschaft präsentiert wird." Mun Son Il engagiert sich als Pensionär ehrenamtlich im Informationscenter des Stadions, das eigens für die erste Fußball-Weltmeisterschaft auf asiatischem Boden errichtet wurde. Und er hofft, dass möglichst viele Besucher nach Korea kommen: "Wir sind zwar ein modernes Industrieland, aber unsere Geschichte reicht über 5000 Jahre zurück". Deshalb gebe es vieles zu entdecken.

    Diese Mischung aus Hightech und überlieferter Tradition wird nirgendwo so deutlich wie in der Zwölf-Millionen-Metropole Seoul. Sie ist die Hauptstadt des "Landes der Morgenstille". Im geschäftigen Treiben der Stadt sind die eindrucksvollen Paläste der einstigen Königsdynastien Oasen der Ruhe. Die Bauten des "Palastes des glänzenden Glücks" zum Beispiel liegen eingebettet in eine riesige und sehr gepflegte Parkanlage. Noch bis zum Jahr 1907 residierten im 1394 errichteten Kyongbokkung Palast Koreas Könige.

    Hunderte bunte Lampions zu Ehren Buddhas

    Nur wenige Schritte sind es von dort zum Nationalmuseum. Es zeigt einen Querschnitt aus fünf Jahrtausenden koreanischer Kunst und Kultur. Zu sehen sind Paekche-Fliesen, Shilla-Tonwaren, goldene Buddhas und Yi-Kalligrapien. Auch der Chogyesa-Tempel sollte in keinem Besuchsprogramm fehlen. Rund um das Gotteshaus hängen Hunderte bunter Lampions zu Ehren Buddhas, von Gläubigen gestiftet. Daran befestigt sind Zettel mit Namen und Wünschen für eine gute Zukunft.

    Am Abend ist der Besuch eines landestypischen Restaurants zu empfehlen. Fleisch wird über der offenen Glut am Tisch gegrillt und dann in Schälchen mit undefinierbaren Soßen getunkt. Dazu gibt es "Kimchi", scharf gewürztes, eingelegtes Gemüse, das neben der obligatorischen Schale Reis als Beilage serviert wird.

    Ein Muss: Kyongju - die einstige Hauptstadt des Shilla-Reiches

    Wer das "Land der Morgenstille" von seiner schönsten Seite kennen lernen will, sollte sich nach Kyongju, der einstigen Hauptstadt des Shilla-Reiches, aufmachen. Die Königsstadt aus der Mitte des 8. Jahrhunderts und der nur wenige Kilometer davon entfernte prachtvolle Tempelkomplex Pulguksa sind herausragende Sehenswürdigkeiten des Landes. Nur 30 Kilometer entfernt stimmt eine Wanderung zur Sokkuram-Grotte am heiligen Toham-Berg auf die Schönheit der Gebirgslandschaft und ihre faszinierenden Kunstschätze ein.

    Während der japanischen Besatzung, so erzählt der in Korea aus Sprachgründen unerlässliche Führer, entdeckte ein Postbeamter, der sich in den Bergen vor einem aufziehenden Unwetter schützen wollte, diese künstliche Grotte aus Granit, die vermutlich im 8. Jahrhundert errichtet wurde und in Vergessenheit geraten war. Der weiße Buddha im Inneren der Grotte hält schützend seine Hand über Volk und Staat von Korea und gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken der Shilla-Kultur.

    "Museum ohne Mauern"

    Warum die ganze Region auch als "Museum ohne Mauern" bezeichnet wird, versteht der Besucher spätestens bei einem Spaziergang durch den Tumuli-Park mit seinen grasbewachsenen Grabhügeln. Sie stammen aus der Zeit der Shilla-Könige, die in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung einen Teil Koreas beherrschten.

    INFO-KASTEN: Südkorea

    Koreanische Zentrale für Tourismus, Baseler Straße 48, 60329 Frankfurt (Tel.: 069/23 32 26, Fax 069/25 35 19,
    Internet: http://www.koreatour.de

    Eines davon, das "Grab des himmlischen Pferdes", wurde vor einigen Jahren geöffnet. Mehr als 10 000 Objekte konnten aus seinen Grabkammern geborgen werden. Heute ist die monumentale Grabstätte eine moderne Ausstellungshalle, in der Modelle der Grabkammern, aber auch viele der kostbaren Kunstgegenstände zu bewundern sind.

    Pulguksa ("Land der Fröhlichkeit") ist der bekannteste Tempel in Kyongju. Die zum nationalen Heiligtum erhobene Anlage entstand vor mehr als 1400 Jahren und wurde seither immer wieder sorgfältig restauriert. In der Weitläufigkeit der Tempelanlage finden Besucher Ruhe und Muße, die kunstvollen Tempel mit ihren bunten Verzierungen auf sich wirken zu lassen - Gelegenheit auch zu innerer Einkehr, um den meditierenden Mönchen bei ihren Gebeten und Ritualen zu folgen.

    Detlef Berg, dpa

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