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Isla de la Juventud

Kuba pur auf der "Insel der Jugend"

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Eine Wonne für Wassersportler - auf der Isla de la Juventud herrscht an den Stränden noch kein Gedränge.

Nueva Gerona - Einen verheißungsvollen Namen trägt die Insel vor der Südküste Kubas: "Isla de la Juventud" heißt auf Deutsch "Insel der Jugend".

Viele lärmende Schulkinder bekräftigen diesen Anspruch. Die Strände sind hier nicht ganz so lang wie bei Varadero im Norden Kubas mit seinen vielen Ferienanlagen. Dafür gibt es Kuba pur: Kontakte auch zu Einheimischen, die nicht im Kellner- und Hotelgewerbe arbeiten, attraktive Tauchgründe und Höhlen mit Zeichnungen der Ureinwohner.

Wenige Touristen

Urlauber sind auf der Insel mit ihren 100 000 Einwohnern noch recht selten. Sie finden einsame Buchten vor und können durch Dörfer und die kleine Hauptstadt Nueva Gerona spazieren, ohne wie in Havanna an jeder Ecke auf Polizei- und Sicherheitskräfte zu treffen.

Die Hälfte der gut vierstündigen Land- und Wasserreise von Havanna auf die Isla ist für weniger als 50 Pfennig zu bewältigen. Wer beim Einsteigen am Terminal de Omnibus Interprovinciales drei Pesos gibt, bekommt vom freundlichen Fahrer des betagten Gefährts nach Batabano noch ein paar Centavos Wechselgeld. Eine Touristen-Buslinie mit Dollar-Tickets lohnt nicht.

Zur Küstengemeinde mit Fährhafen wollen an diesem Morgen ein paar Lehrer, staatliche Bedienstete, Landarbeiter und Studenten. Die Schnellfähre, "Cometa" genannt, kostet für Ausländer elf US-Dollar, umgerechnet rund 23 Mark. Cubanos zahlen elf Peso und müssen Tage vorher reservieren. Der Wechselkurs in einer Wechselstube pendelt um 20 bis 22 Peso für einen Dollar. Wer will, kann auch von Havanna auf die Insel fliegen, für 22 Dollar die Strecke.

Von Kolumbus, Schatzsucher, Piraten und Fidel Castro
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Der Name verpflichtet - Schulkinder in Uniform sind auf der Isla de la Juventud allgegenwärtig.

Auf der knapp zweistündigen Überfahrt mit der Fähre bleibt Zeit für einen Blick in Geschichts- und Reiseliteratur über die Insel mit den vielen Namen: Auf die Ureinwohner aus Südamerika folgten Kolumbus, Schatzsucher und Piraten. Die Freibeuterinsel soll Robert Stevenson als Grundlage für sein Buch "Die Schatzinsel" gedient haben. Aus der "Isla del Tesoro" wurde die "Gefängnisinsel", auch "La Siberia de Cuba" genannt, wo Verbannte und Gefangene lebten, darunter im 19. Jahrhundert Volksheld Jose Marti sowie 1953 Fidel Castro und Mitstreiter nach dem gescheiterten Angriff auf die Kaserne Moncada in Santiago.

20 000 Sudenten kamen zu Arbeitseinsätzen

Aus der späteren "Pinieninsel", "Isla de Pinos", entstand 1978 die "Jugendinsel". Viele tausend junge Leute kamen zu Arbeitseinsätzen, um die Landwirtschaft voranzutreiben. Bis zu 20 000 Studenten, die meisten aus sozialistischen "Bruderländern", büffelten in Fach- und Hochschulen. Mit dem Beginn der Wirtschaftskrise nach dem Zusammenbruch des Ostblocks sank die Zahl der Studenten. Heute mögen es noch knapp 10 000 sein.

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Last edited: tea 03.12.2004 16:07