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In Laos sind Gäste noch selbst eine Attraktion

Gefährdete Unschuld

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Goldener Reliquienschrein - Pha That Luang ist das religiöse Symbol des Landes.

Luang Prabang - "Sawadi!", rufen helle Stimmen aus einem Hauseingang auf die Straßen der alten Königsstadt Luang Prabang im Norden von Laos. Dann noch einmal lauter: "Sawadi!"

Jeden Fremden lässt die Schar kleiner Mädchen ihre Begrüßung hören. Dann stürmen sie heran, fünf an der Zahl, strecken die Hand zum Gruß aus und plappern fröhlich auf Laotisch drauflos. Kein Zweifel: Die Reisenden sind eine amüsante Attraktion - obwohl Urlauber längst keine Seltenheit mehr sind im "Land der tausend Elefanten". Seit sich Laos Mitte der neunziger Jahre dem Tourismus geöffnet hat, ist ihre Zahl in die Höhe geschnellt.

Nicht allein Luang Prabangs 32 Tempel und die gut erhaltene französische Kolonialarchitektur, die weltberühmte "Ebene der Tonkrüge" oder die Hauptstadt Vientiane sind es, die immer mehr Kulturreisende und Individualurlauber an den Mekong-Fluss ziehen. Es ist auch das Gefühl von Zeitlosigkeit, das über dem ganzen Land liegt. Als "größtes Straßendorf der Welt" bespöttelt, besteht in Vientiane keine Gefahr, auf den breiten Boulevards des Zentrums überfahren zu werden, während sich am Straßenrand die Hühner ein Sandbad gönnen. Laos und seine beiden wichtigsten Tourismusziele sind der Gegenentwurf zur chaotischen Thai-Metropole Bangkok oder dem Glitzer und Glamour des reichen Stadtstaates Singapur.

Land der Tempel und Pagoden
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Freundlich wie ihr orangefarbenes Gewand - die Mönche in Laos lassen sich gerne auf Gespräche mit Touristen ein.

Taxis sind selbst in Vientiane so gut wie unbekannt. Stattdessen wartet an fast jeder Ecke ein kunterbunt bemaltes Motor-Dreirad oder "Tuk-Tuk", das klingt, wie es heißt. Für 15 000 Kip, umgerechnet etwa vier Mark, knattern die Fahrer an jeden Ort der Stadt. US-Dollar sieht man wegen des schleichenden Verfalls der Landeswährung allerdings lieber. Besonders in den Hotels besteht man meist auf Devisen. Insgesamt lässt es sich im Land der Tempel und Pagoden leicht haushalten: Eine durchschnittliche Mahlzeit kommt auf etwa zwei Dollar, eine Flasche Lao-Bier, der einzige Exportschlager des Landes, ist für 75 Cents zu haben. Ein komfortables Zimmer wie im Hotel "Tai-Pan" nahe des Mekong-Ufers kostet 50 Dollar pro Nacht.

Als Magnet der Hauptstadt gilt das Mekong-Ufer, besonders bei Sonnenuntergang. Nirgendwo, behaupten Kenner, schmeckt das "BeerLao" besser als dort, während in grob gezimmerten Verschlägen Fisch in Zitronengras-Brühe gart und Hühnchen vor sich hin rösten. Die Gemütlichkeit des Tages weicht schnell der Ruhe der Nacht, wenn Lokale und Restaurants letzte Lichter auf die leeren Straßen werfen. Die Kriminalität ist gering, ein Spaziergang im Dunkeln gilt als ungefährlich.

Die letzte kommunistische Bastion ohne Einheitsgrau

Dass Laos eine der weltweit letzten kommunistischen Bastionen ist, ist indes kaum zu spüren. Kein sozialistisches Einheitsgrau, der "Morgenmarkt" im Zentrum der Hauptstadt quillt über von Waren. Wer es sich leisten kann, für den stehen Dutzende Schmuckverkäufer im ersten Stock Spalier. Von dort aus sind es nur ein paar Tuk-Tuk-Minuten zum Pha That Luang, dem goldenen Reliquienschrein und religiösen Symbol des Landes, in dem sich 80 Prozent der 5,2 Millionen Einwohner zu den Lehren Buddhas bekennen. Unterwegs liegt Patuxai, ein Nachbau des Pariser Arc de Triomphe, unter dessen Dach es sich Souvenirhändler bequem gemacht haben.

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