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Winterurlaub am Polarkreis

Schlittenfahrten unter dem Nordlicht

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  • Dunkelheit und Schnee im Überfluss - so zeigt sich der Winter in Lappland. Am nächtlichen Himmel flackern Nordlichter. Klirrende Kälte beißt in der Nase, brennt auf der Haut.

    Die ersten Flocken fallen im Oktober, und von November bis weit in den Mai hinein verwandelt sich das Levi-Fjäll - der bekannteste der sieben Fjällberge Lapplands - in ein Winterparadies.

    Levi, noch in den achtziger Jahren ein abgelegenes Dorf, von dem kaum jemand etwas gehört hatte, ist inzwischen zum größten finnischen Wintersport-Ort avanciert - mit 15 000 Gästebetten im Ort und der unmittelbaren Umgebung. Für den Boom sorgte der nahe Flughafen Kittilä: An den Wochenenden bringen täglich 14 Jets Winterurlauber nach Lappland.

    Mit dem Jet zum verschneiten Levi-Fjäll

    45 Pisten gibt es in dem 970 Kilometer nördlich von Helsinki gelegenen Skigebiet. 19 Lifte bieten schnelle Aufstiegshilfen. Zurück zur Talstation führt eine schwarze Piste. Seichte, geschützte Familienabfahrten säumen den Südhang, lang gezogene Tempoabfahrten den Osthang.

    Langläufer können ihre Ski am Hotel anschnallen, zahlreiche Routen führen direkt von den Unterkünften zu zentralen Knotenpunkten im ausgedehnten Netz. 230 Kilometer maschinell gespurte Loipen von 4,5 bis 35 Kilometer Länge überziehen das Levi-Fjäll und den Immeljärv-See. Durch die Anbindung an weitere Wintersportzentren wie Muonio, Äkäslompolo und Hetta wächst das Loipennetz auf mehr als 1000 Kilometer.

    Die "Blaue Stunde" wird zum Farbenrausch

    INFO-KASTEN: Finnland

    Finnische Zentrale für Tourismus, Lessingstraße 5, 60325 Frankfurt, Tel.: 069/50 07 01 57,
    Internet: www.finland-tourism.com/de,
    www.levi.fi

    In der trockenen Kälte von minus 20 Grad wird die "Blaue Stunde" zum Farbenrausch. "Kamoos" nennen die Finnen die einzigartige Mischung aus Dunkelheit und Zwielicht, die 60 Tage lang im November und Dezember ab 15.00 Uhr das Land zum Leuchten bringt: zuerst überwiegt die Farbe Gold, dann Pink und Türkis, bis schließlich nur noch zwei schmale Streifen in Orange und Grün das dunkle Land vom schwarzblauen Himmel trennen. Ab 17.00 Uhr leuchten Sterne am Firmament, Flutlicht erhellt die Loipen.

    Doch Winter in Levi ist mehr als Pistenvergnügen und abendlicher Party-Spaß. Dick vermummt in Thermoanzügen, geschützt mit Helm und Handschuhen, sausen die Gäste auf markierten Routen mit Motorschlitten durch den Schnee. Bei den gemächlicheren Fahrten mit Hundeschlitten schützen dicke Rentierfelle vor der beißenden Kälte. Vier oder sechs Huskies ziehen das Gespann, nicht langsam, aber langsam genug, um die grandiose Natur ringsum in allen Nuancen wahrzunehmen.

    Schweigend schwitzen und dann der Sprung in den zugefrorenen See

    Ausflüge mit Rentierschlitten und den traditionellen Tretschlitten sind ebenfalls möglich. Bei einer Schneeschuh-Wanderung zeigt sich der Winter dann von seiner stillen Seite und bietet überraschende Begegnungen: mit zarten Schneehühnern oder massigen Rentieren beispielsweise.

    Traditioneller Abschluss jedes Tages ist der Saunabesuch. Geschwitzt wird streng nach Geschlechtern getrennt und schweigend. Erst draußen im Schnee treffen sich Männer und Frauen wieder und reiben sich gegenseitig mit den kalten Kristallen ab. Einige peitschen ihren Körper mit Birkenruten, bis er rot ist. Andere springen gleich zum Abkühlen in das kleine Loch im zugefrorenen See. Auch das gehört zum langen Winter in Levi.

    Hilke Maunder, gms - Fotos: gms

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